Was haben Billie Eilish, Joaquin Phoenix, David Haye, Sia, Lewis Hamilton, Mike Tyson, James Cameron, Demi Moore, Natalie Portman, Tobey Maguire, Jared Leto, Ariana Grande, Ralf Möller und Oli P. gemeinsam? Alle ernähren sich vegan.

Die vegane Ernährung ist heutzutage kein Nischenthema mehr. Im Juli 2020 ernährten sich weltweit bereits 2,6 Millionen Menschen vegan – das sind rund 3,2 % der Weltbevölkerung. In Deutschland sind es ebenso 3,2% der Einwohner, die sich vegan ernähren. Indien ist Vorreiter mit 13,4%, danach folgen China mit 4,8% und die USA mit 4%. Die Kurve steigt stetig nach oben.

Warum sich Menschen für eine vegane Ernährung entscheiden, kann vielfältige Gründe haben. Anlässlich des Weltvegantags (World Vegan Day) am 1. November möchten wir dir die 10 besten Gründe für eine vegane Ernährung näherbringen. Darüber hinaus haben wir auch eine Checkliste für dich vorbereitet, die dir den Einstieg in die vegane Ernährung erleichtert.

Was ist der Weltvegantag?

Der Weltvegantag findet seit 1994 jedes Jahr am 1. November statt und läutet damit auch den „World Vegan Month“ ein. Er wurde von Louise Wallis ins Leben gerufen, als diese einen Weg suchte, das 50-jährige Bestehen der „Vegan Society“ zu feiern. 

Der Weltvegantag hat aber nicht nur das Ziel, den Veganismus unter Gleichgesinnten zu zelebrieren. Vielmehr soll er der Aufklärung dienen. Durch Infomaterial, Flugblätter oder auch Probierstationen für vegane Gerichte können Menschen, die bisher mit der veganen Ernährung noch nicht vertraut waren, diese näher kennenlernen.

Vor allem in Großstädten finden am 1. November Veranstaltungen statt, bei denen man sich bei guter Stimmung über die vegane Ernährung informieren kann. Aber auch im kleinen Kreise lässt sich der Weltvegantag hervorragend feiern. Wenn du dich schon vegan ernährst, könntest du zum Beispiel ein veganes Dinner für deine Freunde oder Familie veranstalten. Darüber hinaus eignet sich aber auch ein gemeinsamer veganer Brunch oder ein gemütliches Picknick in der Natur.

Welche Vorteile hat die vegane Ernährung? Diese 10 Gründe sprechen dafür!

Die vegane Ernährung leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz

1. Geringerer Verbrauch von Ressourcen

Bis ein tierisches Produkt im Supermarkt landet, werden große Mengen an Ressourcen für die Entstehung verbraucht. Für 1 Kilogramm Fleisch sind bis zu 9,4 Kilogramm Getreide notwendig. Getreide und andere Futtermittel müssen natürlich auch angebaut werden, wobei diese Anbauflächen aber durchaus auch für den Anbau von Lebensmitteln geeignet wären. Mit der veganen Ernährung wäre es möglich, 12 Milliarden Menschen zu versorgen. So müssten nicht mehr rund eine Milliarde Menschen weltweit an Hunger leiden.

2. Kampf gegen die Wasserknappheit

Auch der Wasserverbrauch ist bei der Erzeugung von Tierprodukten immens hoch. 15.000 Liter Wasser werden für ein Kilo Rindfleisch verbraucht. Im Vergleich dazu benötigt 1 Kilo Kartoffeln nur 100 Liter Wasser.

3. Nutztierhaltung treibt den Klimawandel an

Nutztiere stoßen nicht nur Gülle, sondern auch eine große Menge an klimaschädlichen Gasen aus – zusätzlich zu den Abgasen, die bei der Bewirtschaftung der Futteranbauflächen anfallen. Da Futtermittel nicht denselben Standards unterliegen wie Lebensmittel, werden diese oft mit vielen chemischen Mitteln behandelt. Darunter leidet nicht nur die Natur in den Anbaugebieten, sondern auch die Bevölkerung vor Ort. Immer wieder kommt es zu Menschenrechtsverletzungen und zu Berichten über Krebserkrankungen.

Tierschutz als Grund für eine vegane Ernährung

4. Vermeidung von Tierquälerei

Im Grunde macht es keinen großen Unterschied, ob man zu Fleisch aus konventioneller, oder aus ökologischer Haltung greift. Bei beiden Verfahren werden Lebewesen getötet und müssen zuvor teilweise unter grausamen Umständen leben. Im Fokus der Industrie stehen maximale Gewinne, was zu Lasten der Tiere geht. Hier lässt sich nichts beschönigen.

5. Kampf gegen Antibiotika-resistente Keime

Durch die meist mangelnde Hygiene und die dichte Haltung der Tiere können sich Krankheitserreger in der Massentierhaltung ideal ausbreiten. Da die Tiere oft präventiv mit Antibiotika behandelt werden, steigt so die Gefahr, dass sich Antibiotika-resistente Erreger entwickeln. Diese Erreger können durch den Konsum von Tierprodukten, aber auch über mit Gülle gedüngte Pflanzen, auf den Menschen übertragen werden. Mittlerweile können Medikamentenrückstände schon in der Umwelt nachgewiesen werden, und das sogar in biologisch wirksamen Konzentrationen.

6. Massentierhaltung als Pandemie-Treiber

Die Massentierhaltung sorgt aber nicht nur für Antibiotikaresistenzen, sie bringt auch neue Infektionen zutage – die sogenannten Zoonosen. Diese Infektionskrankheiten können vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Vegane Ernährung als Gesundheits-Booster

7. Geringeres Risiko für Herzerkrankungen

Vegane Ernährung kann sich positiv auf unser Herz auswirken. Ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist mitunter ein erhöhter Cholesterinwert. Studien belegen, dass vegan lebende Menschen geringere Cholesterinwerte aufweisen. Das liegt an der geringeren Aufnahme von gesättigten Fettsäuren aus tierischen Lebensmitteln und der gleichzeitig höheren Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen.

8. Prävention vor Krebserkrankungen

Insbesondere rotes Fleisch steht im Verdacht, die Entstehung von Darmkrebs zu begünstigen. Aber auch Wurstwaren können laut wissenschaftlichen Studien unseren Körper belasten. Der hohe Anteil an Salz kann zur Erhöhung des Blutdrucks beitragen. Darüber hinaus können die in Wurstwaren enthaltenen Nitrite und Nitrate den Insulin-Haushalt des Körpers stören.

9. Vermeidung von Übergewicht

Wie bereits vielfach bekannt ist, stellt Übergewicht ein weiteres gesundheitliches Risiko dar. Besonders Fetteinlagerungen im Oberbauch lassen das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen steigen. Menschen, die sich für die vegane Ernährung entscheiden, sind seltener übergewichtig als Mischköstler und senken je nach Ernährungsweise ihr Risiko für Atherosklerose und deren Folgeerkrankungen.

10. Neue Gerichte kennenlernen

Eine Umstellung auf die vegane Ernährung kann für dich auch eine hervorragende Chance sein, neue Gerichte, Gewürze und Lebensmittel kennenzulernen. Für den Anfang könntest du es zum Beispiel versuchen, Fleisch in einem Gericht durch leckeres Gemüse zu ersetzen. In einem Curry schmecken Kürbis und Süßkartoffeln als Ersatz für Hühnchen sehr gut. Aber auch Fastfood musst du nicht aus deinem Leben streichen, probiere beim nächsten Mal deinen Döner einfach mit Falafel oder Seitan, statt mit Fleisch. Die passenden Rezepte findest du hier.

Checkliste für deinen Einstieg in die vegane Ernährung

1. Definiere dein persönliches "Warum"!

Überlege dir dein „Warum“ für eine vegane Ernährung – sei es Tierschutz, Umweltschutz oder einfach für deine Gesundheit. Schreibe dir deine Argumente auf.

2. Step-by-Step - jeder Schritt zählt!

Änderungen in kleinen Schritten: baue kleine Änderungen in deinen Alltag ein, so fühlst du dich nicht überfordert. Du musst nicht direkt zu 100% vegan leben. Und selbst wenn du mal auf einer Hochzeit oder einer Geburtstagsparty ein Stück Kuchen gegessen hast, das nicht vegan war, macht dich das nicht gleich zu einem schlechten Menschen.

3. Vegan naschen - bleib flexibel!

Sei flexibel: Denk immer daran, dass die vegane Ernährung keine Diät ist. Du kannst deinen Hunger auf Süßes mit genussvollen, veganen Süßspeisen stillen. Die vegane Ernährung bietet eine unglaubliche Vielfalt an köstlichen Alternativen. Wusstest du zum Beispiel, dass Oreo Kekse vegan sind?

4. Hol dir Inspiration

Hol dir Inspiration: Egal, ob auf Instagram, YouTube oder Pinterest, mittlerweile gibt es viele großartige vegane Rezepte im Internet zu finden. Vielleicht findest du auf diese Weise auch neue Lieblingsgerichte.

5. Vernetzte dich mit der Vegan-Community!

Vernetze dich: In der Gemeinschaft ist man stark. Als einziger Veganer im Freundeskreis kann es bei Restaurantbesuchen anfangs schwierig werden. Versuche dich daher, mit Menschen auszutauschen, die deine Interessen teilen.

Unser Tipp: Die neue This Is Vegan-Facebookgruppe. Hier entsteht eine Community, in der du dich intensiv mit Veganer/innen austauschen kannst. Jetzt beitreten!

6. Missioniere nicht!

Lass dich nicht provozieren und versuche nicht zu missionieren: Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Informiere deine Mitmenschen, lebe ihnen deinen veganen Lebensstil positiv vor und zeige ihnen die Vorteile einer veganen Ernährung, aber sei dabei nicht aufdringlich oder vorwurfsvoll. Eine Einladung zu einem veganen Essen hat da schon Wunder bewirkt…

7. Achte auf die richtigen Nährstoffe!

Achte auf deine Nährstoffe: Eine vegane Ernährung ist wie jede andere Ernährungsform, wenn man sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, sehr nährstoffreich. Es empfiehlt sich zudem, deinen Nährstoffhaushalt regelmäßig mittels Blutbildes von einem Arzt kontrollieren zu lassen. Das gilt selbstverständlich nicht nur für Veganer, sondern für jede Ernährungsweise.

8. Informiere dich!

Der wichtigste Baustein ist das Bewusstsein, warum du dich vegan ernährst. Damit du genug Wissen zu dem Thema hast, können Magazine, wie This Is Vegan eine Quelle sein. Aber auch vegane Dokus sind hier eine Hilfe. Wir haben die die beliebtesten Vegan Dokus 2021 auf Netflix und Co hier zusammengefasst.

Auch sehr zu empfehlen – die Veganz Ernährungsstudie 2021 – schau mal rein!

In diesem Artikel wurden dir nun die Top 10 Gründe vorgestellt, die für eine vegane Ernährung sprechen. Natürlich gibt es weitaus mehr als 10 Gründe, doch würden diese den Rahmen für einen einzelnen Artikel sprengen. Auf unserer Seite findest du viele weitere Informationen über vegane Ernährung. Klick dich gerne mal durch und informiere dich darüber.

Entscheidest du dich für die vegane Ernährung, bist du mit unserer Checkliste zudem bestens vorbereitet. Denke immer daran, du musst nicht von heute auf morgen all deine Gewohnheiten ändern – jede kleine Änderung zählt und leistet einen wertvollen Beitrag zu unserer Umwelt und auch deiner Gesundheit.

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Wir weisen darauf hin, dass es zu den bei uns erwähnten Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen gibt. Gleichzeitig weisen wir ausdrücklich drauf hin, dass alle unsere Aussagen keinem Heilungsversprechen gleichkommen. Die Wirkung kann in keinem Fall garantiert werden.

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