Bundestagsabgeordnete Dr. Zoe Mayer: Interview über Tierschutz, Veganismus und die Zukunft der Landwirtschaft
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- Yannick
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete spricht über vegane Ernährung in der Politik, das drohende Veggie-Burger-Verbot und warum Tierschutz uns alle betrifft
Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
- Veggie-Burger-Verbot: Die EU-Entscheidung wurde vertagt – Deutschland positioniert sich gegen das Namensverbot
- Alternative Proteine: Über 111 Millionen Euro Förderung in der letzten Legislaturperiode
- Tierschutzgesetz: Die geplante Novelle sieht Kastrationspflicht für Katzen und Chip-Registrierung vor
- Tierheime: Vollständig ausgelastet – politische Lösungen werden dringend benötigt
Zwischen Pudding und Politik
Es gibt Interviews, die entstehen ganz klassisch über PR-Agenturen und lange E-Mail-Ketten. Und dann gibt es Begegnungen, die mit einem Instagram-Kommentar unter einem viralen Reel beginnen – so wie diese hier.
Als Dr. Zoe Mayer im Bundestag Pudding mit einer Gabel isst und dabei über Tiertransporte aufklärt, ahnt sie vermutlich nicht, dass dieser Moment der Startschuss für ein Gespräch wird, das weit über Social-Media-Trends hinausgeht. Die 29-jährige Bundestagsabgeordnete der Grünen ist eine der jüngsten Stimmen für Tierschutz und pflanzliche Ernährung auf politischer Ebene – und gleichzeitig eine der lautesten.
Mit über 127.000 Followern auf Instagram erreicht Zoe Mayer eine Generation, die politische Inhalte nicht mehr in der Tagesschau, sondern zwischen Reels und Stories konsumiert. Ihre Themen: das drohende Veggie-Burger-Verbot, überfüllte Tierheime, die Zukunft der alternativen Proteine und die Frage, warum sich in der deutschen Ernährungspolitik oft so wenig bewegt.
Für den Plantbased Podcast treffe ich Zoe Mayer am Rande des Bundestags – ein Gespräch über veganen Alltag in der Politik, frustierende Gesetzesprozesse und die leise Hoffnung, dass sich doch noch etwas ändert.
Der Weg in die Politik: Mit 14 Jahren für die Tiere
Warum hast du dich für eine politische Karriere entschieden?
Zoe Mayer: Für mich war Tierschutz schon immer ein ganz großes Thema im Leben. Es ist auch der Grund, wieso ich in die Politik gegangen bin, der Grund, wieso ich zu den Grünen gegangen bin. Als ich angefangen habe, in der Politik zu sein und gesagt habe, ich will mich mit Tierschutz beschäftigen – ich war 14 Jahre damals – habe ich immer gedacht: Interessiert das irgendjemanden außer mich?
Ich habe mir dann auch immer überlegt, ob ich mit dem Thema ernst zu nehmen bin, weil einfach so wenige darüber geredet haben. Und ich möchte Menschen auch den Mut geben zu sagen: Tierschutzpolitik ist ein riesiges Thema. Es ist verbunden mit so viel Leid und mit so viel Handlungsdruck.
Was treibt dich an, jeden Tag weiterzumachen?
Zoe Mayer: Der Glaube, dass es besser werden kann. Und auch die breite Unterstützung, die ich eigentlich sehe für unsere Themen. Ich glaube wirklich, dass der ganz große Teil dieser Gesellschaft nicht zufrieden damit ist, wie Tiere in Deutschland gehalten werden. Das treibt mich sehr stark an – diese Stimme auch zu sein, gerade in der Politik, die darauf aufmerksam macht.
Es geht hier bei unseren Gesprächen auch immer um Wesen, die nicht mit am Tisch sitzen können, nämlich Tiere. Die dann auch entsprechend politisch zu vertreten – das treibt mich schon sehr stark an.
Vegan Essen im Bundestag: Zwischen Kartoffelsalat und Burritos
Wie sieht es in der Bundestagskantine mit veganem Essen aus?
Zoe Mayer: Als ich ganz neu hier im Bundestag war, war das für mich schon eine sehr traumatische Erfahrung. Mir hatten alle erzählt: Berlin, so viel veganes Essen, da kannst du dich gar nicht mehr festhalten! Und dann sitze ich da im Bundestag und alles, was es gibt ist Kartoffeln, Kartoffelsalat und Salat. Das war dann so gefühlt jeden Tag mein Mittagessen.
Ich habe mich dann auf unsere ernährungspolitische Sprecherin der letzten Periode zugegangen und gesagt: Ich weiß nicht, wie ich es hier machen soll zu überleben. Wir mussten diese Kantinenrichtlinien mal ganz dringend erneuern. Es war gerade die neue Ausschreibung der Kantine und da haben wir dann eben auch erreicht, dass es immer auch veganes Essen im Bundestag gibt. Seitdem ist mein Leben so viel besser hier.
Hast du einen Geheimtipp für veganes Essen rund um den Bundestag?
Zoe Mayer: Es gibt hier so einen ganz netten Asiaten, der so im Kellerbereich der Luisenstraße drin ist. Thai Tasty heißt der, der hat auch immer vegane Gerichte, die auch sehr toll sind. Und tatsächlich auch Chupenga an der Friedrichstraße, die haben Burritos und mexikanisches Essen – relativ gesund und du kannst dir vegane Sachen zusammenstellen.
Das Veggie-Burger-Verbot: Kulturkampf statt Verbraucherschutz
Wie ist der aktuelle Stand beim drohenden Namensverbot für pflanzliche Produkte?
Zoe Mayer: Der Stand ist erstmal nicht so gut, muss man ehrlich sagen. Es gibt zwei unterschiedliche Prozesse, die da gerade laufen. Einmal dieser Veggie-Burger-Ban, der es ja wirklich hart in die Medien geschafft hat, wo solche Verbotswörter auf einer Liste des EU-Parlaments zusammengefasst wurden – dass man nicht mehr Burger sagen darf, wenn es ein vegetarisches Produkt ist, oder Wurst.
Um es mal ehrlich zu sagen: Es geht ja nicht um Verbraucherschutz, das ist so ein Pseudoargument. Das ist letztlich ein Geschenk an die Fleischindustrie, dass man denen sagt: Ja, wir drängen eure Konkurrenten da vom Markt, indem wir dann bescheuerte neue Wörter für die anderen Produkte erfinden müssen.
Wie positioniert sich Deutschland in dieser Debatte?
Zoe Mayer: Deutschland hat sich bereits klar gegen ein Verbot ausgesprochen. Es gibt da leider auch große Gegner wie Italien, Frankreich und Polen, die das eigentlich total klasse finden, solche Wörter zu verbieten, weil sie eben auch politisch gesehen total landwirtschaftsnah konservativ geprägt sind und diesen Kulturkampf auch aus politisch taktischen Gründen führen.
Da müsste auch der deutsche Landwirtschaftsminister mal ins Gespräch gehen und sagen: Leute, das könnt ihr so nicht machen. Das ist doch absolut Bullshit. Es wird Deutschland auch schaden, es schadet auch unserer Wirtschaft hier.
Aktueller Stand (Dezember 2025): Die EU-Entscheidung über das Veggie-Burger-Verbot wurde vertagt. Die 27 EU-Staaten müssen dem Parlamentsbeschluss noch zustimmen. Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) lehnt das Verbot ab, da es „unglaublich hohe Kosten für die Wirtschaft“ und Bürokratie verursachen würde.
Alternative Proteine: Die Zukunft der Ernährung
Wie steht es um die Förderung pflanzlicher Alternativen in Deutschland?
Zoe Mayer: Das ist der Bereich, der am zukunftsfähigsten ist und wo wir auch wirklich mehrheitsfähig sind. Wir müssen uns überlegen, wie unsere Landwirtschaft und unsere Ernährungsversorgung in den nächsten 30, 40, 50 Jahren aussieht. Da müssen wir jetzt den Grundstein legen.
Gerade auch im fortschreitenden Klimawandel müssen wir uns eingestehen: Wir werden nicht auf alle Ewigkeit genau diese Lieferketten haben, wie sie heute sind. Man kann ja fast sagen, man ist heute schon fast froh, wenn die Tomate nicht schon gegrillt im Gewächshaus in Spanien hier ankommt.
Das ganze Thema der Herstellung von pflanzlichen, veganen, vegetarischen Produkten müsste einen viel größeren Fokus haben in Deutschland. Es ist eine Möglichkeit, hier auch neue Zukunftsbranchen aufzubauen.
Fakt: Die Bundesregierung förderte in der letzten Legislaturperiode die Entwicklung alternativer Proteine mit insgesamt 111,25 Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum „Proteine der Zukunft“ unterstützt Betriebe beim Umstieg von Tierhaltung auf pflanzliche Proteinproduktion.
Was sind die größten Hürden für innovative Food-Startups?
Zoe Mayer: Es liegt z.B. an Punkten auf europäischer Ebene, etwa die Novel Food Verordnung, die da ganz entscheidend ist. Ganz neue Produkte müssen immer durch den sogenannten Novel Food Prozess der EU – der dauert extrem lange, ist total aufreibend für Startups, die dann mehrere Jahre in so einem Prozess gefangen sind, ohne Rückmeldung zu bekommen.
Welches Startup kann 3, 4, 5 Jahre mal einfach durchhalten, bis so ein Prozess abgeschlossen ist? Wir können z.B. für neuartige Produkte nicht mal Verkostungen machen in Deutschland, da gibt’s keine Ausnahmeregelung. Da müssen wir die Bedingungen verbessern, damit wir nicht alle Unternehmen in andere Staaten der Welt abwandern lassen.
Tierheime am Limit: Politische Lösungen für volle Unterkünfte
Die Tierheime in Deutschland sind überfüllt – welche politischen Ansätze gibt es?
Zoe Mayer: Wir haben ja ganz viele Ideen und das ist halt wirklich das Traurige: Im Tierschutzgesetz hätten wir auch gesetzlich einiges gemacht, um die Tierheime zu entlasten – und zwar strukturell.
Natürlich brauchen die Tierheime mehr Geld, ganz viele haben riesigen Sanierungsstau, dessen muss man sich auch bewusst sein. Aber natürlich löst es das strukturelle Problem nicht, dass Menschen sich heute zum Teil ja viel gedankenloser ein Tier anschaffen und die Verantwortung nicht bis zum Ende übernehmen.
Was wolltet ihr konkret umsetzen?
Zoe Mayer: Im Tierschutzgesetz hatten wir festgeplant:
- Die Beendigung des illegalen Welpenhandels durch strengere Kontrollen
- Verbot des Handels auf öffentlichen Plätzen
- Eine bundesweite Kastrationspflicht für alle Freigänger-Katzen
- Eine Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen
Das sorgt dafür, dass man sofort weiß, wem ein Tier gehört. Und man weiß auch sofort, ob es ein Wildtier ist oder ein Haustier, das in der freien Population lebt.
Sollten Menschen vor dem Tierkauf einen Sachkundenachweis erbringen?
Zoe Mayer: Ich würde mir das sogar für alle Tierarten wünschen, dass nicht einfach jeder sich ein Tier lustig kaufen kann, ohne sich damit auseinanderzusetzen.
Es ist ja eigentlich ein Skandal, dass du und ich jetzt in den Baumarkt gehen könnten und wir können uns 20 Hamster kaufen. Keiner wird fragen, was machen wir damit? Am Ende leidet das Tier darunter.
Dass man z.B. mal zumindest einen staatlichen Fragebogen durchklicken muss im Internet, um nach 30 Fragen ein kleines Zertifikat zu bekommen, wo mal Basics drinstehen: Wie viel kostet dieses Tier dich im Monat? Wie hoch sind Tierarztkosten? Wie lange lebt dieses Tier?
Tiertransporte: Der lange Weg zum Verbot
Du hast mit dem Pudding-Reel auf Tiertransporte aufmerksam gemacht. Was ist der Stand?
Zoe Mayer: In der letzten Legislaturperiode haben wir uns sehr stark dafür eingesetzt, ein nationales Verbot von Drittstaatexporten hinzubekommen. Also Tiertransporte, die in die Türkei gehen, die in afrikanische Staaten gehen.
Am Ende der Periode wurde noch mal ein Eckpunktepapier bei der Europäischen Union eingereicht, wie wir das tatsächlich auch rechtssicher verbieten können. Die Regierung könnte das jetzt machen, tut’s aber nicht.
Update: Im Februar 2025 legte das Bundeslandwirtschaftsministerium Eckpunkte vor, die Tiertransporte in Drittstaaten nur noch erlauben, wenn die Zielländer sich zu Tierschutzstandards verpflichten. Die Bundestierschutzbeauftragte Silvia Breher fordert inzwischen ein EU-weites Verbot.
Aktivismus: Welcher Weg ist der richtige?
Was ist deiner Meinung nach die effektivste Form von Aktivismus?
Zoe Mayer: Wenn man das wüsste, dann würden wahrscheinlich alle Menschen nur noch das machen. Ich glaube, es gibt nicht die eine perfekte Form von Aktivismus. Jede Person muss so ein bisschen den Weg finden, der sich authentisch anfühlt.
Ich glaube, es gibt Platz für jede Form von Aktivismus – einen konfrontativen Aktivismus, einen Wohlfühlaktivismus. Es gibt ja ganz viele Social Media Persönlichkeiten, die gerade auch mit Food Content eine enorme Reichweite generieren. Also überhaupt gar nicht konfrontativ, sondern eher: Hey, probiert doch mal, was kann man sonst wie machen?
Natürlich auch das ganze Kochsegment hat ja noch mal seine eigene Daseinsberechtigung. Und dann einen Podcast machen – kann man ja auch tun.
Die Landwirtschaft verstehen: Keine eindimensionale Schuldzuweisung
Wie ist dein Verhältnis zu konventionellen Landwirten?
Zoe Mayer: Ich glaube, an ganz vielen Stellen ist es so, dass Menschen eine gewisse Wut auf die Landwirtschaft haben. Das ist tatsächlich gar nicht das Bild, was ich wahrnehme, wenn ich Höfe besuche.
Gerade bei vielen kleinen Betrieben ist es schon so, dass auch viele Menschen wirklich um ihre Existenz kämpfen. Die haben vielleicht einen Betrieb geerbt aus zweiter, dritter Generation, haben eine Familie, die sie durchbringen wollen.
Wenn ich dann Betriebe anschaue mit Tierhaltung, wo mir ganz übel wird, ist es meistens nicht so, dass die Landwirte mir sagen, das ist total super. Sondern da, wo sehr unglückliche Tiere sind, sind meistens auch ziemlich unglückliche Menschen.
Ganz viele sagen: Wenn Menschen mehr bezahlen würden, dann würde ich das anders produzieren. Ich muss ja am Ende kein Huhn in den Stall stellen, wenn ich für Leguminosen am Ende Geld bekomme.
Ein persönlicher Moment: Der Geruch, der bleibt
Gibt es eine Situation, die dich besonders geprägt hat?
Zoe Mayer: Ich muss sagen, ich habe z.B. gar nicht so stark diese optischen Bilder im Kopf. Bei mir ist es viel mehr das Thema Geruch. Jeder Mensch, der mal in so einem wirklich hermetisch abgeschirmten Schweinestall war oder in so einem Großgeflügelbetrieb, der kriegt diese Gerüche nie wieder aus der Nase raus.
Ich hatte ja eigentlich früher als Kind relativ positive Assoziationen mit Hühnersuppe. Das hat mich so ein bisschen an meine Oma erinnert. Dann war ich mal in so einem großen Geflügelschlachtbetrieb und dann ist mir aufgefallen: Es riecht so stark nach Hühnersuppe, wenn man hier den Kopf abschneidet.
Das klingt ganz blöd, aber ich hatte danach so einen anderen Eindruck. Mir kommt’s wirklich gerade schon hoch, wenn vor meinen Augen dieses Bild kommt, wie diese tausenden von Tieren da irgendwie in diesem Schlachtapparat vorbeifahren. Dieser penetrante Geruch von Hühnersuppe – ich werde dir nie wieder aus der Nase kriegen.
Die Botschaft an die Community
Was möchtest du Menschen mitgeben, die sich für Tierschutz einsetzen wollen?
Zoe Mayer: Ich glaube, es gibt gerade im Bereich Tierschutz, Plantbased, Veganismus so viele Themen, wo wir riesige Mehrheiten haben. Wollen wir wirklich, dass die Gesellschaft so mit Tieren umgeht? Wollen wir nicht ein bisschen mehr Auswahl am gemeinsamen Küchentisch?
Trotzdem merke ich manchmal, gerade auch in der Tierschutzszene, dass es ganz häufig darum geht: Wo haben wir Unterschiede? Dass man sich schon ein bisschen danach kloppt, wer konsequenter, wer vertritt die reine Lehre. Solche Verhaltensweisen führen dazu, dass die Tierschutzbewegung und diese Plantbased Bewegung am Ende maximal unschlagkräftig sind.
Ich würde mir wünschen, dass wir uns gegenseitig unterstützen – alle, die in die gleiche Richtung wollen wie wir, sei es auch nur grob in die gleiche Richtung. Dass wir uns da gegenseitig supporten, um wirklich gesellschaftliche Mehrheiten zu bekommen.
Wenn wir uns mehr auf unsere Gemeinsamkeiten besinnen, glaube ich, an ganz vielen Stellen hätten wir noch mal deutlich mehr Schlagkraft, als wenn wir immer nach den größten Unterschieden suchen.
Mein Fazit: Zwischen Realismus und Hoffnung
Wenn ich nach diesem Gespräch aus dem Bundestag trete, bleibt ein gemischtes Gefühl. Einerseits der Frust darüber, wie langsam politische Mühlen mahlen – das gescheiterte Tierschutzgesetz, die endlosen EU-Verhandlungen, der Kulturkampf um Begriffe wie „Veggie-Burger„.
Andererseits aber auch ein Funken Optimismus. Denn es gibt sie, die Stimmen in der Politik, die sich wirklich für Tiere einsetzen. Die nicht nur reden, sondern auch mal laut werden. Die verstehen, dass Tierschutz kein Nischenthema ist, sondern uns alle betrifft.
Was mich persönlich beeindruckt: Zoe Mayer macht keine Parteiwerbung, sondern wünscht sich ausdrücklich mehr Verbündete – auch aus anderen Parteien. Denn am Ende braucht es Mehrheiten. Und die gibt es, wie Umfragen immer wieder zeigen, in der Bevölkerung längst.
Die Frage ist nur: Wann kommt das auch in der Politik an?
Vielleicht liegt die Antwort genau da, wo Zoe Mayer sie verortet: nicht nur im Bundestag, sondern auch bei uns. In unseren Kaufentscheidungen, unserem Engagement, unserer Stimme bei der nächsten Wahl.
Ob sich alles ändert? Wahrscheinlich nicht. Ob sich etwas ändert? Mit Menschen wie Zoe Mayer: hoffentlich.
Hinweis: Der Podcast wurde im Dezember 2025 aufgezeichnet und das Interview entsprechend auch. Alle Informationen stammen aus diesem Zeitraum.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist Dr. Zoe Mayer?
Dr. Zoe Mayer (geboren 1995 in Karlsruhe) ist Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen. Sie leitet die Arbeitsgruppe Landwirtschaft, Ernährung und Heimat der grünen Bundestagsfraktion und ist Sprecherin für Tierschutz. Mit 14 Jahren trat sie den Grünen bei, um sich für Tierschutz einzusetzen.
Lebt Zoe Mayer vegan?
Ja, Zoe Mayer ernährt sich vegan. Sie begann bereits während ihres Studiums am KIT in Karlsruhe mit der veganen Ernährung, nachdem die Uni-Mensa täglich eine vegane Linie anbot.
Was ist das Veggie-Burger-Verbot?
Das EU-Parlament stimmte im Oktober 2025 dafür, Bezeichnungen wie „Veggie-Burger“, „Soja-Schnitzel“ oder „Tofu-Wurst“ für pflanzliche Produkte zu verbieten. Die Entscheidung wurde jedoch vertagt, da die EU-Staaten noch zustimmen müssen.
Kommt eine Kastrationspflicht für Katzen in Deutschland?
Im geplanten Tierschutzgesetz war eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen vorgesehen. Nach dem Bruch der Ampel-Koalition liegt das Gesetz auf Eis, könnte aber von einer neuen Regierung wieder aufgenommen werden.
Wie viel Geld fließt in alternative Proteine?
Die Bundesregierung hat in der letzten Legislaturperiode über 111 Millionen Euro in die Förderung alternativer Proteine investiert. Das „Chancenprogramm Höfe“ unterstützt landwirtschaftliche Betriebe beim Umstieg von Tierhaltung auf pflanzliche Proteinproduktion.
Was plant die EU bei Tiertransporten?
Die Bundesregierung hat Eckpunkte vorgelegt, die Tiertransporte in Drittstaaten nur noch erlauben, wenn die Zielländer verbindliche Tierschutzstandards garantieren. Ein EU-weites Verbot wird diskutiert.
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