Die Höhle Der Löwen MyEy Chris Geiser
Die Höhle Der Löwen MyEy Chris Geiser

Was war zuerst da – Ei oder Huhn? Eine wirkliche Auflösung gab es bis dato nicht. Was allerdings klar ist, ist dass der Konsum von Eiern nicht mehr zeitgemäß ist.

Zum Glück gibt es mittlerweile massenhaft pflanzliche Alternativen. Einer der Pioniere in diesem Bereich ist der Tiroler Konditormeister Chris Geiser – er ist der Gründer und Entwickler von MyEy. Damit ist er aktuell in der Höhle der Löwen auf VOX zu sehen und stellt eine vegane Alternative zu Voll-Ei, Eiweiß oder Eigelb, die fürs Kochen und Backen und zubereiten von Speisen verwendet werden kann, vor. Die vegan- und biozertifizierten Pulver sind in 200 Gramm Dosen oder 2 Kilogramm Beuteln erhältlich und somit einsetzbar für den eigenen Haushalt, aber auch für Großküchen und Backstuben. MyEy möchte mit seinen drei Ei-Alternativprodukten das Binden, Auflockern und Anreichern von Speisen genauso möglich machen, wie das mit Hühnereiern möglich ist. Dafür wurde lange eine ausgefeilte Rezeptur entwickelt, damit die Ersatzstoffe nah an das Original-Ei herankommen.

Im Interview verrät er uns seine veganen Lieblings-Rezepte, erzählt uns, ob der DHDL Deal zu Stande kam und wie er den veganen Wandel in der Lebensmittelbranche sieht.

Wie ist die Idee zu MyEy entstanden?

Chris Geiser: Bereits 1999 eröffnete ich die erste vegane Vollwertkonditorei Europas. Damals gab es Tofu und Sojasprossen, vorwiegend für Menschen aus der Naturkostszene. Mit meinen Back- und Kochshows für vegane Speisen stehe ich ja schon seit Jahrzehnten auf den Bühnen – mit den Vorgängern von MyEy sozusagen.

Was macht MyEy denn so besonders?

Chris Geiser: MyEy EyGelb ist mehr zum Anreichern der Speisen, Erhöhung des Nährwertes, Verfeinern & Verbessern der Krumenstruktur. Kräftig im Geschmack – kräftig in der Farbe.
MyEy EyWeiß für Schaummassen, zum Aufschlagen und überall wo es recht luftig werden soll.
MyEy VollEy – der Allrounder in der Küche. Universell einsetzbar.
Die Herstellung ist ein spezielle Verfahren wo einerseits die Funktionalität für das enorme Aufschlagvolumen erreicht wird. Es muss aber auch Einfluss auf den typischen Ei-Geschmack abgezielt werden unter Beibehaltung der natürlichen Farbpigmente. Aber wie bei vielen Dingen im Leben, wie auch in der Küche: Die Mischung machts.

"Meine Vision ist, dass noch mehr Menschen erkennen, vegan is(s)t die Zukunft."

Welche Vision verfolgst du mit MyEy?

Chris Geiser: Eines Tages war ich wieder einmal auf einem Lebenshof und hielt ein gerettetes ausgemergeltes Lege-Huhn auf meinem Arm. Da wusste ich, es muss endlich eine tierleidfreie Alternative her und ich machte mich daran ein echtes Pflanzen-Ei zu entwickeln.
Anfang der 90`er Jahre gab es ja auch noch kaum Auswahl an Pflanzenmilch und Pflanzenfleisch – das Programm ist heute erstaunlich vielfältig. Meine Vision ist, dass noch mehr Menschen erkennen, vegan is(s)t die Zukunft.

Was antwortest du Menschen, die sagen "Vegane Eier? Das besteht bestimmt nur aus Chemie und ist sicher ungesund!"?

Chris Geiser: Die Pflanzen-Eier von MyEy haben natürliche Zutaten und ist seit Anbeginn Bio-Zertifiziert. Viele Menschen lieben MyEy auch, weil es weder Gluten noch Soja braucht. MyEy benötigt hierfür weder Cholesterin noch tierisches Fett, denn MyEy ist zudem auch Vegan-Zertifiziert. 

Wie siehst du die Entwicklung der Lebensmittelbranche in Bezug auf vegane Ernährung?

Chris Geiser: Die Entwicklung ist sehr gut, immer mehr Unternehmen behaupten nicht nur ihr neues Produkt sei vegan, es gibt immer mehr vegan zertifizierte Produkte.

Du bist aktuell bei Die Höhle der Löwen zu sehen. Wie ist es gelaufen?

Chris Geiser: Sehr gut! Dass gleich drei Löwen Geschmack an MyEy fanden freute uns natürlich sehr. Entschieden habe ich mich letztendlich für Nils Glagau. Es kam vor allem ein gewisser menschlicher Spirit hinzu, das hat mich inspiriert den Deal von 150.000 für 15% mit ihm im TV einzugehen.
Da mir jedoch die Zeit mit meiner Familie sehr wichtig ist, und da ich noch mein Masterstudium abschließen möchte, ist es bis dato einfach noch zu keiner Firmenumstrukturierung von MyEy gekommen.
Nils mit seinem kompetenten Team habe ich wirklich als sympathische Menschen kennen lernen dürfen und das Format selbst zeigt wie viele Produkte es gibt, die wirklich nachhaltig sind und zeigt auf: An Vegan führt kein Weg vorbei bzw. die Zukunft is(s)t vegan.

MyEy-Gründer Chris Geiser zeigt seinen veganen Ei-Ersatz bei „Die Höhle der Löwen“ Georg Kofler und Judith Williams (v.l.)

Wo soll es die nächsten 5 Jahre mit MyEy hingehen?

Chris Geiser: Es geht weiter mit einem gesundem, organischem Wachstum von MyEy wo weiterhin die Qualität im Vordergrund steht, denn die Vorzüge von einem echten Pflanzen-Ei liegen auf der Hand. Und wer weiß, welches veganes Überraschungsei in Zukunft noch gelegt wird. Bis dahin wünsch ich den ZuschauerInnen und mir, Freiheit für Mensch und Tier.

Was sind deine veganen Lieblings-Rezepte mit MyEy?

Chris Geiser: Ganz toll finde ich die Pflaumen Pavlova oder
Schoko-Birnen-Käsekuchen mit MyEy Baiserhaube oder
Pastéis de Nata mit Vonig von Vegablum
alles zu finden in unserem Buch “Vegan kochen und backen mit MyEy

Wie gehst du privat mit den Themen Nachhaltigkeit und Veganismus um?

Chris Geiser: Natürlich schauen wir nach so viel Regionalität wie möglich und so wenig Verpackung, wie nötig. Die vegane Lebensweise ist an sich schon nachhaltig, weil die Menschen viel sensibler für verwandte Themen sind.

Was sind deine Top 3-Tipps, für alle, die sich vegan ernähren möchten?

Chris Geiser: Schau auf vegane Fachhändler – die haben ein tolles Sortiment.
Suche nach einem vegan-buddy – die unterstützen Dich in der ersten Phase.
Mache alles Schritt für Schritt – nicht jeder hat über Nacht alles umgestellt.

Gibt es zum Schluss noch etwas, das du unbedingt loswerden möchtest?

Chris Geiser: Wohl am Besten wie auch mein Schlusssatz bei der Höhle der Löwen gelautet hat: Mögen alle Wesen glücklich sein.

Warum essen Veganer keine Eier?

Das Leben jedes Huhns, das für die Lebensmittelindustrie Eier legen soll, beginnt in der Brüterei. In sogenannten Chick-Mastern, das sind Maschinen, die Temperatur und Zeitpunkt des Schlupfes bestimmen, werden die Küken auf den Tag ihrer Geburt vorbereitet. Wichtig zu wissen ist dabei, dass die Hälfte eines jeden Schlupfes männlich ist. Nun sind die kleinen, gelben Küken süß anzusehen. Allerdings ist das Schicksal der männlichen Küken am Tag ihrer Geburt besiegelt. Denn sie legen keine Eier. Und im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen in der Hähnchenmast dauert es zu lange sie auf ein zu erreichendes Schlachtgewicht zu mästen. Weil sie daher für die Industrie nutzlos sind, werden sie, kurz nach der Geburt, aussortiert und, entweder durch Vergasen oder durch Schreddern, getötet. In Deutschland sind jährlich 45 Millionen Eintagsküken.

Wichtig zu wissen ist, dass es dabei auch keine Rolle spielt aus welcher Haltung die Eier stammen. Also egal ob aus Boden-, Freiland- oder Biohaltung, für nahezu alle in Deutschland erhältlichen Eier müssen männliche Küken ihr Leben lassen.

Mehr Infos zu MyEy: www.myey.info

Hier könnt ihr MyEy bestellen.

Schaut mal auf unserer Facebook und Instagram-Seite vorbei – da gibt es MyEy-Sets zu gewinnen!

Photos: MyEy / Unsplash / Envato Elements
DHDL: TVNOW / Frank W. Hempel

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