Kerstin Ott im Interview: über Spielsucht, Alkohol und ihren Weg zum Veganismus

Haeufige Fragen
FAQ - Das fragen andere
Du bist gelernte Malerin – heute füllst du Hallen mit Tausenden Menschen. Hättest du dir das je vorstellen können?
Kerstin Ott: Niemals. Ich habe damals nur ein Lied für meine beste Freundin geschrieben – „Die immer lacht„. 20 CDs habe ich brennen lassen – eine bekam sie, die anderen habe ich verschenkt.
Plötzlich warst du im Rampenlicht. Wie hast du die ersten Auftritte erlebt?
Kerstin Ott: Ich war völlig überfordert. Ich hatte so große Angst, dass ich hinter der Bühne Wodka trank. Meine Frau sagt, ich ging nüchtern auf die Bühne und kam betrunken runter. Adrenalin hat’s überdeckt, aber ehrlich: Ich war nicht mehr ich selbst. Das ging Monate so.
Du hast den Alkohol also komplett gestrichen?
Kerstin Ott: Ja. Ich bin ein „Ganz oder gar nicht“-Typ. Zwei Gläser und dann heim? Das funktioniert bei mir nicht. Ich war immer die Letzte an der Bar. Irgendwann wollte ich das nicht mehr. Ich wollte klar sein, präsent sein. Anzeige:
Und du hast fast zeitgleich aufgehört zu rauchen – und bist vegan geworden?
Kerstin Ott: Genau. Innerhalb von drei Monaten habe ich mit Rauchen, Alkohol und tierischen Produkten aufgehört. Das war überfordernd. Ich habe 30 Jahre geraucht. Aber ich fühlte mich schlecht. Ich dachte: Bin ich jetzt 40 und alles ist vorbei?
Und dann kam der Wendepunkt?
Kerstin Ott: Ja. Ich war allein am Fisherman’s Trail unterwegs, 30 Grad, 27 Kilometer Strecke – und hatte kein Wasser mehr. Nur noch eine Flasche Wodka im Rucksack. Da dachte ich: Das ist falsch. Die Prioritäten stimmen nicht. Als ich zurückkam, wurde ich direkt vegan.
Gab es noch andere Auslöser fürs Veganwerden?
Kerstin Ott: Total. Diese Schweinelaster auf der Autobahn. Du siehst die Schnauzen rausschauen und weißt: Heute Abend isst jemand Schnitzel. Ich wollte nicht mehr Teil davon sein. Dann die Antibiotika, das Tierleid – auch bei Biohaltung. Das ist alles Augenwischerei.
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