Zu einem veganen Lebensstil gehört nicht nur die Ernährung – auch in unserem Haushalt sollten wir genauer hinsehen. Gerade im Bad finden sich viele Produkte, die auf den ersten Blick vegan scheinen, es aber nicht sind. Vom Shampoo gegen juckende Kopfhaut, gegen fettiges Haar bis hin zum fancy Einhorn-Duft sind der Kreativität der Marken keine Grenzen gesetzt. Aber sind diese auch wirklich alle vegan? Auf was ihr bei veganen Pflegeprodukten & Shampoos wirklich achten müsst und welche veganen Pflegeprodukte wir nach unserem Test empfehlen erfahrt ihr hier.

Sind alle Shampoos vegan?

Nein! Was viele nicht wissen ist, dass sich in herkömmlichen Shampoos oft Inhaltsstoffe Tieren befinden. Einer der bekanntesten Inhaltsstoffe ist Keratin, welches für strapaziertes, ungesundes und brüchiges Haar eingesetzt wird. Dieses Protein wird oft aus zermahlenen Hörnern, Hufen, Federn oder Haaren von Tieren gewonnen.

Auch unser Haar besteht zu 95 % aus Keratin, sowie 5-10 % Wasser, Lipiden und Pigmenten. Wenn Keratin im Haar intakt ist, ist er hochelastisch und wasserunlöslich, so dass er das Haar vor extremen Temperaturen, wie beim Glätten und Föhnen schützen kann. Die Keratinschutzschicht um das Haar kann allerdings Schäden nehmen durch Alterung, Krankheit, Hormone, äußere Einflüsse, aber auch durch hohe mechanische und chemische Belastungen.

Um dem entgegenzuwirken gibt es neben dem tierischen Keratin auch ein pflanzliches Keratin das eingesetzt werden kann, welches aus hydrolysierten Proteinen der Pflanzen Mais, Weizen und Soja besteht. Hiermit erzielt man die gleiche Wirkung, schützt jedoch die Tierwelt.

Woran erkennt man veganes Shampoo?

Das ist gar nicht so einfach – aber es gibt es Hinweise auf den Verpackungen, die einem die Wahl des richtigen Shampoos erleichtern.

Am offensichtlichsten sind Produkte auf denen mit Pflegestoffen wie Milch, Honig oder Gelees geworben wird. Hier ist es leicht auszusortieren, jedoch reicht dies meist nicht aus.

Gelegentlich kann einem die Liste der Inhaltsstoffe auf der Rückseite des Produktes weiterhelfen. Doch hier ist hier Vorsicht geboten, denn oft ist nicht ganz eindeutig, ob die Stoffe aus tierischen Produkten bestehen. So beispielsweise das oben genannte Keratin. Dazu kommt, dass man üblicherweise die Bedeutung der Begriffe wie Cholesterol, Cystin oder Glycerin nicht im Detail kennt und in dieser schnelllebigen Zeit nicht zwingend die Lust und Zeit hat sich mit langen Inhaltslisten auseinanderzusetzen.

Ein offensichtliches und schnell zu erkennendes Merkmal sind die verschiedenen Qualitätssiegel, welche auf vegane Produkte hinweisen. Das wohl bekannteste Siegel ist die Veganblume. Diese wurde 1990 von der Vegan Society England eingeführt und wird in Deutschland von der Veganen Gesellschaft Österreich vergeben. Die Veganblume garantiert das ein Produkt zu 100% vegan ist und frei von Tierversuchen. Daneben gibt es noch das Peta Logo mit dem Hasen, den Hasen mit der schützenden Hand oder den Leaping Bunny.

Veganblume
Peta
Leaping Bunny
Hase mit schützender Hand
Veganblume
Peta
Leaping Bunny
Hase mit schützender Hand

Das Kosmetikunternehmen Aveda zum Beispiel wirbt mit seinen veganen Produkten und garantiert, dass die Produkte pflanzenbasiert, frei von Tierversuchen und zudem zu 100% mit Wind- und Solarenergie produziert sind. Somit unterstützt Aveda zusätzlich die Ressourcen unseres Planeten und verwendet zudem 100% recyclebare Flaschen.

Wirken vegane Shampoos genau so gut, wie nicht vegane?

Ja! Und das sogar ohne negative Nebeneffekte wie schweres, trockenes Haar, welches oft der Fall ist bei herkömmlichen Shampoos. In der Werbung wird nicht selten mit glänzendem und weichem Haar nach der ersten Anwendung geworben. Dies ist aber nur möglich, da in konventionellen Haarpflege-Produkten reichlich Chemie zugefügt wird. Die Folge – kurzfristig schönes Haar jedoch schnell fettendes Haar, da sich Inhaltsstoffe wie Silikone wie ein Film um das Haar legen und so verhindern, dass pflegende Stoffe in das Haar eindringen können. Deshalb pflegen silikonfreie Produkte das Haar langfristig besser. Auch Aveda entzieht seinen Produkten jegliche Silikone.

Aber nicht nur Silikone sind bei Aveda ein No-Go. Inhaltsstoffe wie Parabene, Mineralöl, Paraffine, Mikroplastik und synthetische Stoffe sind hier ein Tabu und kommen nicht in die Tube.

Was macht Aveda anders?

Aveda hat sich dieses Jahr dazu entschieden, ihr Sortiment komplett auf vegane Produkte umzustellen. Sie setzen auf einen höchstmöglichen Einsatz grüner Inhaltsstoffe in ihren Shampoos, Pflegeprodukten und Co und arbeiten intensiv daran, ökologische und kulturelle Vielfalt durch den verantwortungsvollen Bezug der Hauptinhaltsstoffe von verschiedenen Lebensräumen in aller Welt abzusichern. So setzen sie zum Beispiel auch auf faire Vergütung um positive Auswirkungen auf die Menschen und Wirtschaftsgemeinschaften, in denen die Inhaltsstoffe für die Produkte gewonnen werden, zu erreichen. Die Produkte von Aveda enthalten außerdem keinerlei Parabene, Phthalate oder Natriumlaurylsulfate.

Sie setzen vor allem auf Transparenz. 90% der Inhaltsstoffe sind zu ihrem Ursprungsland zurückzuverfolgen. Somit verfolgt man mit dem Kauf von Aveda Produkten nicht nur den eigenen veganen Lebensstil, sondern unterstützt gleichzeitig die Nachhaltigkeit unseres Planeten und eine faire Herstellung.

Alle Aveda Produkte werden mit 100% Wind- und/oder Solarenergie verantwortungsvoll produziert – unterstützt durch Energiegutschriften und Klima-Kompensationen. Ziel ist die Erreichung einer Silver Zero Waste to Landfill Zertifizierung nach dem UL-Schema in unserer primären Fertigungsanlage zu Ende 2021. Vorreiter im Bereich 100% Post-Consumer recycelter Verpackungen. Aveda verwendet zu 90% natürlich gewonnene Inhaltsstoffe nach ISO Standards. Gewonnen aus Pflanzen, nicht-erdölbasierten Mineralien oder Wasser.

Was ist das Beste für mein Haar?

Pauschal können wir das nicht beantworten. Aber Aveda bietet auf ihrer Website eine kostenlose Haar- und Kopfhaut Analyse. Somit findet ihr hier innerhalb von wenigen Minuten die idealen Produkte für die eigene Kopfhaut.

Ist Naturkosmetik immer vegan?

Nein! Hier ist Vorsicht geboten, wenn es um die Deklarierung von Produkten fürs Gesicht geht. Man könnte meinen, dass Begriffe wie Naturkosmetik, zertifizierte Naturkosmetik oder Biokosmetik für vegane Produkte stehen. Dem ist leider nicht immer so. Naturkosmetik ist kein geschützter Begriff und kann somit von den Unternehmen beliebig verwendet werden. Naturkosmetik, die mit einem Siegel zertifiziert ist, muss den Richtlinien dieses Siegels folgen. Je nach Siegel sehen die Richtlinien anders aus – erlaubte Inhaltsstoffe und Tierversuche werden von jedem Siegel gesondert geregelt. Generell kann Naturkosmetik aus pflanzlichen Rohstoffen und Produkten lebender und toter Tiere hergestellt werden. Auch Honig und Milch sind in Naturkosmetikprodukten erlaubt.

Hier setzt Aveda wieder auf Transparenz, denn die Produkte werden nicht an Tieren getestet und die Inhaltsstoffe sind rein pflanzlich. Aveda bietet eine große Bandbreite an veganen Kosmetikprodukten. Hier findet man auch das Peta Qualitätssiegel mit dem Hasen.

Welche Vorteile hat vegane Kosmetik?

Vegane Kosmetik nutzt meist natürliche Inhaltsstoffe und vermeidet den Einsatz synthetischer Füllstoffe oder Chemikalien, die die Haut reizen und schädigen können. Außerdem ist sie nachhaltig, da die Rohstoffe nachwachsend, sowie biologisch abbaubar sind und können zudem von der Haut gut aufgenommen werden. Hersteller von veganer Kosmetik sind überzeugt, dass zu 100 % pflanzliche Wirkstoffkombinationen am reinsten, wirksamsten und hautverträglichsten sind und deshalb auch für Menschen mit empfindlicher Haut zu empfehlen ist.

Wofür sollte ich mich entscheiden?

Wie oft verlässt man sich auf Aufschriften wie “beruhigt die Haut”, “spendet Feuchtigkeit”, “lässt die Haut glatter aussehen”.

Leider sollte man sich auf solche Werbeaussagen nicht verlassen, denn die Haut im Gesicht ist viel komplexer, als dass sie sich mit einer “nur” feuchtigkeitsspendende Creme zufriedengibt.

Hier sollte man sich tatsächlich etwas mit den grundlegenden Inhaltsstoffen auskennen.

Oft genug ertappt man sich dabei, dass man Produkte ausschließlich nach ihren Designs und dem Geruch aussucht. Das kann aber zu fatalen Hautirritationen führen. Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die Produkte keine Duftstoffe oder Parfüme beinhalten.

Außerdem wird oft Alkohol verwendet. Hier muss man unterscheiden zwischen “guten” und “schlechten”. Zu den guten Alkoholen gehören bspw. Cetyl Alcohol, Lanolin Alcohol oder cetearyl Alcohol. Zu den schlechten wiederum zählen u.a. Alcohol Denat, Ethanol, Methanol oder Propanol.

Man sollte immer individuell auf seine Haut hören, was einem selbst guttut. Viele wenden in ihrer Hautpflegeroutine die klassische koreanische „10 Step Skincare Routine“ an. Hierzu gehört die Reinigung mit einem Reinigungsöl, anschließend die Reinigung mit einem Reinigungsschaum, Peeling, Anwendung eines Gesichtstoners, Essenzen, Serum, Tuchmaske, Augenpflege, Feuchtigkeitspflege und der Sonnenschutz morgens oder eine Over-Night Maske abends. Das klingt erst einmal extrem viel und jeder sollte diese Routine individuell an die Bedürfnisse seiner Haut anpassen. Hier geht es jedoch hauptsächlich um die Reihenfolge der Treatments – von dünnflüssig zu dickflüssig.

Aveda bietet hier eine große Auswahl an Produkten mit reichlich pflegenden Inhaltsstoffen, welche beruhigend auf die Haut wirken und sehr gut in die koreanische „10 Step Skincare Routine“ eingebaut werden können.

5/5

Unsere Highlights

Wir haben die Pflegeprodukte und Shampoos von Aveda mehrere Monats intensiv für euch getestet und euch unsere Highlights hier zusammengefasst:

Die Produkte von Aveda findet ihr hier auf der Website, wo ihr mit dem Code TIVAVEDA 20% auf alles sparen könnt oder alternativ hier bei Amazon.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Aveda entstanden. Durch den Klick und Kauf über die Links im Artikel unterstützt ihr uns. Vielen Dank. 🖤

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