Vegan leben im Januar – Probiert es aus!

Was haben Joaquin Phoenix, Paul McCartney, Mayim Bialik, Alicia Silverstone, Anne Menden, Rezo und Rammstein-Sänger Till Lindemann gemeinsam?

Sie alle werben für den „Veganuary“. 
Das Ziel der „Veganuary“-Challenge ist es, dass Menschen sich mit veganer Ernährung und den positiven Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt auseinandersetzen, indem sie sich einen Monat lang vegan ernähren. Mit Erfolg: Alle 9 Sekunden registriert sich eine Person für den Veganuary.  Über 500.000 Verbraucher nehmen im Januar 2021 bereits daran teil und auch ihr könnt euch noch anmelden.

Ria Rehberg, Geschäftsführerin und Initiatorin des Veganuary beantwortet uns im Interview ausführlich, welche Auswirkungen die Aktion weltweit hat, wie viel CO2 dank der Initiative eingespart werden konnte und wie viel Millionen Tiere danke der Challenge weiterleben dürfen.

  • Über 1 Millionen Menschen haben seit 2014 weltweit am „Veganuary“ teilgenommen
  • Rekord: Über 500.000 Anmeldungen im Januar 2021
  • Mehr als 100 große Unternehmen wie Ikea, Aldi, Lidl, Penny, McDonalds, Rossmann, DM, Subway, Lieferando, Dean & David und McDonald’s haben sich der Initiative in diesem Jahr angeschlossen
  • Über 1200 neue vegane Produkte und Menüs wurden 2020 für den „Veganuary“ auf den Markt gebracht

Was genau ist denn „Veganuary“?

Ria: Veganuary ist die Idee, als Neujahrsvorsatz im Januar eine vegane Ernährung auszuprobieren – der eigenen Gesundheit, Tieren oder auch der Umwelt zuliebe. Für den Veganuary 2021 haben sich bis dato über eine halbe Million Menschen auf unserer Webseite registriert und starten mit uns vegan ins neue Jahr. Ursprünglich kommt die Idee und Kampagne aus Großbritannien, seit knapp zwei Jahren sind wir damit auch in Deutschland aktiv.

Welche Auswirkungen hatte die Aktion bisher und wo seid ihr überall vertreten?

Ria: Wir haben neben Deutschland und Großbritannien mittlerweile feste Standorte in den USA, Chile, Argentinien und Brasilien. Außerdem läuft die Kampagne über Partnerorganisationen in Südafrika, der Schweiz, Italien, Singapur, Schweden, Frankreich, Indien und Australien. Bis wir die diesjährige Kampagne gestartet haben, hatten sich seit 2014 eine Million Menschen bei Veganuary angemeldet. Wir haben von der Harward-Forscherin Helen Harwatt ausrechnen lassen, dass all diese Teilnehmenden in nur einem Monat rein pflanzlicher Ernährung mit Veganuary bereits 103 840 Tonnen CO2-Äquivalent einsparen konnten – das allein entspricht etwa 15 000 Umrundungen der Erde mit dem Auto. Darüber hinaus konnten etwa 6,2 Millionen Liter Wasser eingespart werden – genug um mehr 17,6 Millionen Tassen Kaffee oder Tee zuzubereiten. Berechnungen der Vegan Society zeigen außerdem, dass durch die veganen Monate der Veganuary Teilnehmer über 3,4 Millionen Tiere weniger für die Tierproduktion benötigt wurden.

In Großbritannien haben wir Rückmeldung erhalten, dass Veganuary mittlerweile ein größeres Event als Weihnachten für viele Einzelhändler geworden ist und der Business Insider schreibt darüber sogar: “Dass der Handel in diesem Jahr so stark mit Werbung und Aktionen auf den Veganuary setzt, wie man es sonst nur von dem Aktionsmonat November um den Black Friday herum kennt, verwundert nicht. Denn in Deutschland boomen Fleischersatz-Produkte aus Soja oder Weizenproteinen…”. 

"In Großbritannien haben wir die Rückmeldung erhalten, dass Veganuary mittlerweile ein größeres Event als Weihnachten für viele Einzelhändler geworden ist."

Wie kann ich am "Veganuary 2021" teilnehmen?

Ria: Auch jetzt registriert sich noch alle 9 Sekunden eine weitere Person auf unserer Webseite Veganuary.com/de für den veganen Aktionsmonat. Für alle, die noch Lust haben an der Challenge teilzunehmen, ist es nicht zu spät: Man kann seinen veganen Monat jederzeit starten und bekommt von uns dann vollkommen kostenfrei tägliche Unterstützung per E-Mail: Es gibt Rezeptideen, Hilfestellungen, Filmtipps, Informationen zur Deckung des Nährstoffbedarfs und vieles mehr.

Welche Möglichkeiten hat ein Unternehmen, am "Veganuary" teilzunehmen?

Ria: Es nehmen jedes Jahr zahlreiche Unternehmen an Veganuary teil – in Deutschland sind es dieses Jahr bereits über 150. Zahlreiche Unternehmen beteiligen sich am rein pflanzlichen Aktionsmonat mit Angeboten und Aktionen rund um die vegane Ernährung und Lebensweise, darunter die Discounter Aldi, Lidl und Penny, Drogeriemarktketten Rossmann und Dm sowie Lieferando und die Restaurantketten Subway, McDonald’s und Domino’s. Auch Marken wie Magnum, Frosta, Knorr und Wagner planen umfassende Aktivitäten und Produktneuheiten zum veganen Aktionsmonat. Andere Unternehmen nehmen teil, indem sie als Bürogemeinschaft selbst bei der Veganuary-Challenge mitmachen und den Januar über vegan essen.

Wie sind die Reaktionen, wenn du an Unternehmen mit der Kampagne herantrittst?

Ria: Die Reaktionen sind tatsächlich gemischt, wenn mein Kollege Christopher Hollmann oder ich an Unternehmen treten. Dass sich schon im zweiten Jahr so viele namhafte Unternehmen an der Kampagne beteiligen und uns dabei unterstützen Veganismus massentauglicher zu machen, zeigt aber, dass nicht nur wir davon überzeugt sind, dass die Zukunft überwiegend pflanzlich i(s)st. 

Was antwortest du den Menschen, die die Aktion aufgrund der Partnerschaften mit McDonalds und Co kritisieren?

Ria: Ich weiß, dass nicht alle unseren Weg für sinnvoll halten und es richtig finden, dass wir Unternehmen wie McDonalds, Subway oder Dominos an Bord holen, um ihr veganes Angebot zu erweitern oder Werbekampagnen für ihre veganen Produkte rund um den Veganuary aufzubauen. Ich hingegen bin überzeugt davon, dass wir den Wandel, der so dringend nötig ist, nur erreichen können, wenn wir eine Bewegung schaffen, die massentauglich ist und alle Menschen anspricht, auch – und gerade – die, die bei McDonalds einkaufen.

Als ich vor zwei Jahren zu Veganuary gestoßen bin und mit den Gründern der Organisation überlegt habe, wie wir uns strategisch ausrichten und wo wir die größtmögliche Wirkung erzielen können, stand sehr bald fest: Wenn wir unserer Vision einer veganen Welt näher kommen wollen, dann müssen wir mit Unternehmen und Handel zusammenarbeiten. Denn “vegan” wird nur in der Mitte der Gesellschaft ankommen und bleiben, wenn vegane Lebensmittel und Produkte überall leicht erhältlich, lecker und hochwertig qualitativ vorhanden sind.

"Vegan" wird nur in der Mitte der Gesellschaft ankommen und bleiben, wenn vegane Lebensmittel und Produkte überall leicht erhältlich, lecker und hochwertig qualitativ vorhanden sind."

Ria Rehberg

Nach ihrem Studium in Madrid entschied Ria, dass sie ihr Leben den Rechten der Tiere widmen möchte.

Seit 2011 setzt sie sich intensiv für Tierrechte ein und hat Anfang 2012 als Mitbegründerin des deutschen Ablegers von Animal Equality gestartet.

Ab April 2019 hat sie die Geschäftsführung des “Veganuary” übernommen.

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