Sonnenstrahlen fallen durch ein Fenster auf Vitamin-D-Supplement-Tabletten und einen Bluttest-Auswertungs-Bericht
Vitamin D ist 2026 eines der Mikronährstoff-Themen, bei denen Studien klare Empfehlungen liefern – wenn man sie liest.
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Quick-Answer: Welches Vitamin D ist für Veganer:innen wirklich sinnvoll?

Vitamin D2 (Ergocalciferol) aus Pilzen wirkt schwächer und kürzer als D3 (Cholecalciferol). Veganes D3 aus Flechten ist 2026 in jeder Apotheke und Online verfügbar, hat identische Wirkung wie tierisches D3 aus Schafswolle. Empfohlene Dosis von Oktober bis März in Deutschland: 1000-2000 IE täglich für Erwachsene, bei dokumentiertem Mangel (25-OH-D unter 30 ng/ml) initial 4000-5000 IE täglich für 8-12 Wochen, dann auf Erhaltung. Kombination mit Vitamin K2 (100-200 µg MK-7) für korrekte Calcium-Verteilung sinnvoll. Im Sommer mit 15-30 Minuten Sonne ohne Sonnencreme auf 25 % der Hautfläche zur Mittagszeit ausreichend. Bluttest 25-OH-D jährlich.


Eine groß angelegte italienische Studie aus dem Oktober 2025, veröffentlicht in Frontiers in Nutrition, hat die Vitamin-D-Versorgung von 1.372 Erwachsenen quantifiziert. Die Hauptbefunde aus der Datenanalyse waren ernüchternd. Italienische Erwachsene erreichten im Durchschnitt 198,5 IE Vitamin D pro Tag bei Frauen und 246,7 IE bei Männern – deutlich unter der WHO-Empfehlung von 800 IE für Erwachsene. Und besonders alarmierend für unsere Leserschaft: Vegan lebende Teilnehmer:innen erreichten im Schnitt 83,6 IE pro Tag, also etwa ein Zehntel des Bedarfs. Vegetarier:innen 152,1 IE.

Die multivariate Analyse rechnete heraus, was diese niedrigen Werte für das Risiko bedeuten. Eine vegane Ernährung war mit einer fast vierfachen Risikoerhöhung für sehr niedrige Vitamin-D-Aufnahme (unter 200 IE pro Tag) verbunden – Odds-Ratio 3,89, statistisch hochsignifikant. Auch Vegetarier:innen hatten ein erhöhtes Risiko (OR 1,86), aber bei weitem nicht auf vegan-Niveau.

Das ist die wichtigste Quantifizierung des Vitamin-D-Risikos für vegan lebende Menschen, die wir aktuell haben. Sie reiht sich ein in eine Forschungslage, die seit Jahren konsistent zeigt: Wer rein pflanzlich isst und keine Supplemente nimmt, hat ein hohes Risiko für Vitamin-D-Mangel. Die DGE, das Institute of Medicine und alle relevanten Fachgesellschaften empfehlen entweder Supplementierung oder konsequente Aufnahme angereicherter Lebensmittel.

Hier die ehrliche Übersicht für 2026: was Vitamin D tatsächlich macht, welche Form (D2 oder D3) wirklich funktioniert, welche Blutwerte handlungsrelevant sind und welche veganen Supplemente sich lohnen.

Was Vitamin D macht und warum 90 Prozent es selbst herstellen sollten

Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin, sondern ein Prohormon. Es wird in der Haut unter UVB-Strahlung aus 7-Dehydrocholesterol gebildet, dann in der Leber zu 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D) hydroxyliert und in der Niere zu 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Calcitriol) aktiviert. In dieser Form steuert es die Calcium- und Phosphat-Aufnahme aus dem Darm, die Knochen-Mineralisation, immunmodulatorische Prozesse und mehrere zelluläre Funktionen, deren Bedeutung sich noch erschließt.

Sonnenstrahlen fallen durch Fenster auf eine Person, natürliche Vitamin-D-Synthese in der Haut
15 bis 20 Minuten Sonnenlicht auf Gesicht und Unterarme reichen theoretisch für die Tages-Vitamin-D-Synthese – in deutschen Breitengraden und mit Bürotätigkeit selten Realität.

Die theoretische Quelle ist die Sonne. 15 bis 20 Minuten direktes Sonnenlicht auf Gesicht und Unterarme zwischen März und Oktober reichen in mitteleuropäischen Breitengraden aus, um den Tagesbedarf zu decken. In der Realität ist das praktisch fast nie der Fall: Bürotätigkeit, Sonnencreme (LSF 30 blockiert über 95 Prozent der UVB-Synthese), Hauttyp, Alter und Wohnort verändern die effektive Synthese-Rate dramatisch. Eine Person mit dunklem Hauttyp in Berlin im Februar kann theoretisch acht Stunden in der Sonne stehen und produziert trotzdem kein Vitamin D, weil der UVB-Anteil des Sonnenlichts unter dem nördlichen Breitengrad zu niedrig ist.

Das DACH-Referenzwerte-System (Deutschland, Österreich, Schweiz) empfiehlt daher 20 Mikrogramm (800 IE) Vitamin D pro Tag über die Nahrung, wenn die Eigensynthese fehlt. Das ist eine pragmatische Empfehlung für die durchschnittliche Wohnsituation in Mitteleuropa – mit dem klaren Kommentar, dass die meisten Menschen diesen Wert nicht erreichen.

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D2 versus D3: welche Form Studien klar bevorzugen

Vitamin D existiert in zwei Haupt-Formen, die im Körper unterschiedlich effektiv wirken.

Vitamin D2 (Ergocalciferol) wird aus Pilzen, Hefen und einigen Algen gewonnen. Es ist die billigere Variante und in vielen veganen Multi-Vitamin-Präparaten Standard.

Vitamin D3 (Cholecalciferol) wird klassisch aus Lammwolle (Lanolin) gewonnen, was es für vegane Verbraucher:innen ausschließt. Die vegane Variante kommt aus Flechten (Lichen) oder spezifischen Mikroalgen-Stämmen. Diese pflanzlich-mikrobielle Quelle ist seit etwa 2015 großflächig verfügbar.

Welche Form wirkt besser? Eine Meta-Analyse aus 2023 in Advances in Nutrition (van den Heuvel et al., Universität Amsterdam) hat 20 Studien ausgewertet und kommt zu einer klaren Antwort. Vitamin D3 steigert die Serum-25(OH)D-Konzentration deutlich stärker als Vitamin D2. Die gewichtete mittlere Differenz lag bei 10,39 nmol/L – 40 Prozent mehr Wirkung für D3 bei vergleichbarer Dosis. Auch bei täglicher Dosierung blieb dieser Vorteil bestehen.

Der Body-Mass-Index spielt eine wichtige Rolle: bei BMI über 25 verlor sowohl D2 als auch D3 an Wirksamkeit. Wer übergewichtig ist, braucht entsprechend höhere Dosen, um die Blutspiegel zu heben.

Die praktische Konsequenz: Wer vegane Vitamin-D-Supplemente kauft, sollte konkret nach D3 aus Flechten oder Mikroalgen suchen. Pilz-basiertes D2 ist die Notlösung, nicht der Standard. Der Preisunterschied liegt bei etwa 5–15 Euro pro Jahresvorrat – eine investierte Mehrausgabe, die sich an den Blutwerten messbar auszahlt.

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Welche Blutwerte handlungsrelevant sind

Der einzige diagnostisch relevante Marker ist 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D), gemessen in nmol/L oder ng/ml. Beide Einheiten sind im Umlauf, der Umrechnungsfaktor ist 2,5 (1 ng/ml = 2,5 nmol/L).

Blutröhrchen mit Beschriftung 25(OH)D im Labor, Vitamin-D-Bluttest-Vorbereitung
Der 25(OH)D-Bluttest sollte einmal jährlich im Februar oder März stattfinden, wenn die Winter-Tiefwerte ihren Tiefpunkt erreichen.

Die Schwellenwerte in der internationalen Fachliteratur sind nicht völlig einheitlich, aber konvergieren auf folgende Bereiche:

25(OH)D-Blutwerte 2026
Konsensus internationaler Fachgesellschaften

Welcher Vitamin-D-Wert was bedeutet

25-Hydroxy-Vitamin D ist der einzige diagnostisch relevante Marker. Werte in nmol/L (alternativ ng/ml, Faktor 2,5).

Unter 30 nmol/L (12 ng/ml)
klarer Mangel
30-50 nmol/L (12-20 ng/ml)
Insuffizienz
50-75 nmol/L (20-30 ng/ml)
Normalbereich konservativ
75-125 nmol/L (30-50 ng/ml)
optimaler Bereich
Über 250 nmol/L (100 ng/ml)
potenziell toxisch
Quelle: Institute of Medicine, Endocrine Society, TIV-Recherche 2026

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Unter 30 nmol/L (12 ng/ml) ist klarer Vitamin-D-Mangel mit hohem Risiko für Osteomalazie, Rachitis bei Kindern und allgemeine Knochengesundheits-Probleme.

30–50 nmol/L (12–20 ng/ml) ist Insuffizienz, die mittlerweile von vielen Endokrinologen als behandlungsbedürftig eingestuft wird. Symptome sind oft unspezifisch (Müdigkeit, gelegentliche Muskelschwäche), werden aber leicht übersehen.

50–75 nmol/L (20–30 ng/ml) ist der konservative Normalbereich nach Institute of Medicine. Die Endocrine Society sieht 75 nmol/L als untere Optimal-Grenze.

75–125 nmol/L (30–50 ng/ml) ist der von vielen Studien als optimal angesehene Bereich für Knochengesundheit und allgemeine Wirkung.

Über 250 nmol/L (100 ng/ml) wird als potenziell toxisch eingestuft und sollte vermieden werden – das passiert aber praktisch nur bei Über-Supplementierung mit hochdosierten Präparaten ohne Bluttest-Kontrolle.

Für vegan lebende Erwachsene empfiehlt sich ein Bluttest mindestens einmal jährlich, idealerweise im Februar oder März (wenn die Wintertief-Werte ihren Tiefpunkt erreichen). Die Kosten liegen bei 25–40 Euro als IGeL-Leistung beim Hausarzt.

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Welche Dosis wirklich nötig ist

Die DGE-Empfehlung von 800 IE pro Tag ist ein konservativer Wert für die Allgemeinbevölkerung. Studien zeigen, dass für die meisten Erwachsenen 1.000–2.000 IE pro Tag nötig sind, um den Blutspiegel verlässlich in den optimalen Bereich (75 nmol/L oder höher) zu bringen.

Eine Aufladungsphase bei nachgewiesenem Mangel: 4.000–5.000 IE pro Tag für 8–12 Wochen, danach Kontrolle des 25(OH)D-Werts und Reduktion auf die Erhaltungsdosis. Manche Endokrinologen verschreiben kurzzeitig 20.000 IE wöchentlich oder sogar 50.000 IE monatlich, das sollte aber medizinisch begleitet werden.

Für Schwangere und Stillende gilt der Standard-Bedarf, manche Empfehlungen sehen leicht erhöhte Werte (1.000–2.000 IE). Säuglinge in den ersten zwölf Lebensmonaten bekommen in Deutschland routinemäßig Vitamin-D-Tropfen (400–500 IE pro Tag), unabhängig von der Ernährungsform der Eltern.

Für Senior:innen ab 60 ist die Eigensynthese zusätzlich vermindert (etwa um 50 Prozent gegenüber jungen Erwachsenen). Empfehlung: 2.000–3.000 IE pro Tag als Erhaltungsdosis.

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Welche veganen Supplemente sich tatsächlich lohnen

Im deutschen Markt sind drei Marken-Kategorien für vegane Vitamin-D3-Präparate dominant.

Vitamin-D-Tropfen in einer kleinen Flasche, Premium-Cholecalciferol-Variante aus Flechten
Sunday Natural D3 K2 aus Flechten liefert 5.000 IE pro Tropfen – eine 50-ml-Flasche reicht etwa ein Jahr.

Nutri+ Vitamin D3 K2 Vegan Hochdosiert. Drei Gründe, warum es bei mir in der Winter-Routine liegt: Erstens die Cholecalciferol-Variante aus Flechten – das D3 ist pflanzlich, vegan-zertifiziert und entspricht damit der Form, die die van-den-Heuvel-Meta-Analyse 2023 als deutlich wirksamer einstuft als Pilz-basiertes D2. Zweitens die K2-Kombination als Menaquinone MK-7: Vitamin K2 leitet das durch D3 mobilisierte Calcium gezielt in die Knochen statt in die Arterien – die beiden Mikronährstoffe gehören biochemisch zusammen, sind aber in den meisten günstigen D3-Mono-Präparaten nicht kombiniert. Drittens das Preis-Leistungs-Verhältnis: hochdosierte Tropfen-Variante, eine Flasche reicht je nach Einnahme-Rhythmus mehrere Monate bis zu einem Jahr, deutsche Produktion, V-Label-zertifiziert, ohne unnötige Zusätze. Weniger Premium-Aufschlag als Sunday Natural, gleicher Wirkstoff-Kern.

Sunday Natural Vitamin D3 K2 ist die mainstream-tauglichste Premium-Variante. D3 aus Flechten (Lichen), kombiniert mit Vitamin K2 (das die Calcium-Verwertung optimiert). 5.000 IE pro Tropfen, etwa 25 Euro für eine 50-ml-Flasche (entspricht etwa einem Jahresvorrat bei täglicher Anwendung).

Edubily Vitamin D3 Vegan ist die Bio-Health-Schiene. 1.000 IE pro Tropfen, kompletter Bio-Anspruch, etwa 18 Euro pro 30-ml-Flasche.

Vegavero Vitamin D3 Vegan ist die preiswertere Marken-Variante. 2.000 IE pro Tropfen, etwa 15 Euro pro 50 ml. Solide Standard-Wahl für Budget-Bewusste.

Nicht empfehlenswert sind Tabletten-Multi-Vitamin-Kombis, die D2 (Ergocalciferol) verwenden – siehe die D2-vs-D3-Studienlage. Auch ungewöhnliche Darreichungsformen wie Vitamin-D-Sprays oder Vitamin-D-Pflaster haben weniger robuste Evidenz für die Wirksamkeit.

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Was die Wissenschaft sagt

Drei Studien, die den Vitamin-D-Stand 2025 markieren

Laut PubMed liefert eine italienische Querschnittsstudie von Nuti et al. (2025, Frontiers in Nutrition) bei 1.372 Erwachsenen die aktuell stärkste Quantifizierung des Vitamin-D-Risikos: vegane Ernährung erhöht das Risiko für sehr niedrige Vitamin-D-Aufnahme (unter 200 IE pro Tag) auf das fast Vierfache (Odds-Ratio 3,89). Eine Meta-Analyse von van den Heuvel et al. (2023, Advances in Nutrition) aus 20 Studien zeigt, dass Vitamin D3 (Cholecalciferol) die Serum-25(OH)D-Werte um 10,39 nmol/L stärker erhöht als Vitamin D2 (Ergocalciferol) bei vergleichbarer Dosis. Eine Vergleichsstudie an polnischen Kindern (Desmond et al., 2021, American Journal of Clinical Nutrition) belegt: vegan ernährte Kinder ohne Supplementierung hatten niedrigere 25(OH)D-Werte und geringeren Knochenmineralgehalt; mit Supplementierung wurden diese Defizite aufgelöst.

Nuti R et al. Front Nutr 2025; 12:1672798. DOI · van den Heuvel EGH et al. Adv Nutr 2023; 15(1):100133. DOI · Desmond MA et al. Am J Clin Nutr 2021; 113(6):1565-1577. DOI

Sonderfälle: Kinder, Senioren, Schwangerschaft

Eine groß angelegte Vergleichsstudie aus 2021 in The American Journal of Clinical Nutrition (Desmond et al., University College London) untersuchte 187 polnische Kinder zwischen 5 und 10 Jahren in drei Ernährungsgruppen (63 vegetarisch, 52 vegan, 72 omnivor). Die Vergleichsdaten zeigten klar: Vegan ernährte Kinder hatten ohne Supplementierung niedrigere 25(OH)D-Werte und einen geringeren Knochenmineralgehalt als die Omnivor-Vergleichsgruppe. Mit Supplementierung wurden diese Unterschiede aufgelöst.

Für vegan ernährte Kinder ist eine konsequente Vitamin-D-Supplementierung daher Pflicht, nicht Option. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sehen für alle Säuglinge (unabhängig von der Ernährungsform der Eltern) 400–500 IE pro Tag in den ersten 12 Lebensmonaten vor. Für vegan ernährte Kinder im Kleinkind-Alter sollte mit dem Kinderarzt ein individueller Supplementierungs-Plan erstellt werden, idealerweise mit jährlichem Bluttest.

In der Schwangerschaft ist die Vitamin-D-Versorgung kritisch für die fetale Knochenentwicklung. Empfehlenswert sind 1.000–2.000 IE pro Tag, mit dem behandelnden Gynäkologen abgesprochen. Auch in der Stillzeit ist die mütterliche Versorgung wichtig, weil sie über die Muttermilch ans Kind weitergegeben wird.

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Mein Take: Vitamin D im Alltag

Auf Bali muss ich mir um Vitamin D keine Sorgen machen. Direktes Sonnenlicht, niedriger Breitengrad, kurze Hosen-Saison das ganze Jahr – meine 25(OH)D-Werte liegen verlässlich bei 110–130 nmol/L, also klar im optimalen Bereich. Ich supplementiere dort nicht.

In Deutschland sieht die Realität anders aus. Zwischen Oktober und März läuft eine tägliche Dosis von 2.000 IE Cholecalciferol aus Flechten (Sunday Natural D3 K2-Tropfen), kombiniert mit dem mittlerweile zur Routine gewordenen Bluttest im März. Letzter Wert (Frühjahr 2026): 82 nmol/L – gerade über der unteren Schwelle für „optimal“, also weitermachen mit der gleichen Dosis. Im April-Mai wechsele ich auf Sonnen-Synthese (15-20 Minuten Außenaufenthalt mit unbedeckten Armen pro Tag reichen typischerweise).

Was ich nicht im Vorratsregal habe: D2-Präparate (sind klar unterlegen), hochdosierte Bolus-Wochen-Schemata ohne ärztliche Begleitung, oder Multi-Vitamin-Kombis, in denen die D-Dosis als „enthalten“ angegeben ist, aber nur 400 IE liefert.

Wer die Mikronährstoff-Säulen komplett abdecken will: unser B12-Deep-Dive deckt die wichtigste Säule der veganen Versorgung ab; der Eisen-Artikel die zweite kritische Mikronährstoff-Frage; der Eiweißbedarf-Artikel die Protein-Frage. Plus für die Master-Ebene: die Stolperfallen-Master-Liste der Lebensmittel-Etiketten.

Vitamin D ist 2026 das mit Abstand am besten erforschte vegane Mikronährstoff-Thema. Die Studien sagen: D3 aus Flechten, jährlicher Bluttest, Winter-Dosis 1.000–2.000 IE. Wer das macht, hat das Thema vom Tisch. Wer es ignoriert, riskiert Knochengesundheit und immunologische Funktionen – nicht sofort, aber über zehn, zwanzig Jahre garantiert.

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Häufige Fragen

D2 oder D3 für Veganer:innen?

D3 aus Flechten. D2 (Ergocalciferol) wird im Körper schneller abgebaut, erreicht niedrigere Blutspiegel pro IE und ist weniger effektiv beim Auffüllen eines Mangels.

Wie viel IE Vitamin D pro Tag?

Erhaltungsdosis 1000-2000 IE täglich Oktober bis März, Auffülldosis 4000-5000 IE bei Mangel für 8-12 Wochen. Maximal 4000 IE täglich als Dauerdosis ohne ärztliche Begleitung.

Brauche ich K2 zu D3?

Empfehlenswert, vor allem bei höheren D3-Dosen. K2 (MK-7) lenkt Calcium aus Blut und Weichgewebe in die Knochen. Empfehlung: 100-200 µg K2 pro 1000-2000 IE D3.

Reicht der Sommer für den Winter?

Bei sehr hellhäutigen Menschen mit täglich 30 Minuten Sonne im Sommer reichen die Speicher manchmal bis November. Realistisch in Deutschland: ab Oktober supplementieren, ab Mitte April reduzieren.

Wie oft soll ich Vitamin D testen?

Einmal pro Jahr im späten Winter (Februar/März, niedrigster Wert) und gegebenenfalls einmal im Spätsommer (höchster Wert) zur Verlaufskontrolle.

Was sind Symptome eines Vitamin-D-Mangels?

Müdigkeit, häufige Infekte, Muskelschwäche, Knochenschmerzen, depressive Verstimmung, brüchige Knochen bei langfristigem Mangel. Diagnose nur über Bluttest (25-OH-D).



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Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Welche Vitamin-D-Form sollten Veganer:innen nehmen?
Vitamin D3 (Cholecalciferol) aus Flechten, nicht D2 (Ergocalciferol) aus Pilzen. Die van-den-Heuvel-Meta-Analyse 2023 (20 Studien) zeigt: D3 erhöht den Serum-25(OH)D-Wert um 10,39 nmol/L stärker als D2 bei vergleichbarer Dosis (40 Prozent mehr Wirkung).
Was Vitamin D macht und warum 90 Prozent es selbst herstellen sollten?
Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin, sondern ein Prohormon. Es wird in der Haut unter UVB-Strahlung aus 7-Dehydrocholesterol gebildet, dann in der Leber zu 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D) hydroxyliert und in der Niere zu 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Calcitriol) aktiviert.
Welche Blutwerte handlungsrelevant sind?
Der einzige diagnostisch relevante Marker ist 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D), gemessen in nmol/L oder ng/ml. Beide Einheiten sind im Umlauf, der Umrechnungsfaktor ist 2,5 (1 ng/ml = 2,5 nmol/L).
Welche Dosis wirklich nötig ist?
Die DGE-Empfehlung von 800 IE pro Tag ist ein konservativer Wert für die Allgemeinbevölkerung. Studien zeigen, dass für die meisten Erwachsenen 1.000–2.000 IE pro Tag nötig sind, um den Blutspiegel verlässlich in den optimalen Bereich (75 nmol/L oder höher) zu bringen.
Welche veganen Supplemente sich tatsächlich lohnen?
Im deutschen Markt sind drei Marken-Kategorien für vegane Vitamin-D3-Präparate dominant. Sunday Natural D3 K2 aus Flechten liefert 5.000 IE pro Tropfen – eine 50-ml-Flasche reicht etwa ein Jahr. Nutri+ Vitamin D3 K2 Vegan Hochdosiert.
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