13 Initiativen, ein Ziel: ein Ernährungssystem mit weniger Tieren. Der Berliner Inkubator Kickstarting For Good hat seine Kohorte 2026 vorgestellt. Dabei sind Projekte, die KI-Gesetze für Nutztiere schreiben, Sojamilch in Kenia herstellen oder afrikanische Regierungen bei pflanzlicher Ernährungspolitik beraten. Hier stellen wir alle öffentlich bekannten Teams und ihre Ideen vor.
Kurz gesagt
- Was: Kickstarting For Good ist ein Inkubator in Berlin für Projekte, die das Ernährungssystem pflanzlicher machen wollen
- Das Programm: 18 Wochen, davon zwei Präsenzwochen in Berlin, Reise und Unterkunft werden bezahlt
- Die Auswahl: mehr als 1.200 Bewerbungen für 2026, 13 Initiativen sind öffentlich vorgestellt
- Das Geld: Absolvent*innen können laut Inkubator auf mehr als eine Million US-Dollar an Startfinanzierung hoffen
- Die Themen: Politik, Karrieren, Ernährung und der Aufbau der Bewegung
Inhalt6 Kapitel
Was Kickstarting For Good ist.
Kickstarting For Good, kurz K4G, sitzt in Berlin und unterstützt Gründer*innen und gemeinnützige Projekte, die das Ernährungssystem in Richtung pflanzlicher Lebensmittel verändern wollen. Das Programm dauert 18 Wochen und umfasst zwei intensive Präsenzwochen in Berlin. Reise und Unterkunft übernimmt der Inkubator. Wer möchte, kann mit einer eigenen Idee antreten oder eine der Ideen übernehmen, die K4G selbst als dringend nötig identifiziert hat.
Für 2026 gingen nach Angaben des Inkubators mehr als 1.200 Bewerbungen ein. Nach den ersten zehn Wochen prüft K4G in einem „Mission Readiness Review“, welche Teams genug Fortschritte gemacht haben, um bis zum Abschluss weiterzumachen. Wer es schafft, kann sich um Fördergelder bewerben, laut K4G insgesamt mehr als eine Million US-Dollar. Nicht alle Teilnehmenden sind öffentlich bekannt, weil manche Projekte vertraulich sind.
Die Kohorte 2026 im Überblick.
Die 13 Initiativen arbeiten in vier Bereichen: Politik, Karrierewege, Ernährung und der Aufbau von Strukturen für die Bewegung. Zu jeder Idee findest du einen Link auf die Projektseite bei Kickstarting For Good.
Was auffällt.
Kaum eines der Projekte entwickelt ein neues Produkt für den Supermarkt. Die meisten setzen dort an, wo über das Essen von Millionen Menschen entschieden wird: in Ministerien, Kantinen, Universitätsmensen, Einkaufsabteilungen und staatlichen Ernährungsprogrammen. Auffällig ist auch der Blick über Europa hinaus. Mit Kenia, Indien und mehreren afrikanischen Staaten sind Regionen dabei, in denen sich gerade entscheidet, ob die industrielle Tierhaltung so wächst wie bei uns.
Wie viel Geld in alternative Proteine fließt, haben wir zuletzt in unserem Artikel über Investitionen in alternative Proteine beschrieben. Und wie wenig Konzerne bisher für mehr pflanzliches Eiweiß tun, zeigt der Protein-Split-Report.
Tierethische Einordnung.
Die meisten Tiere, die für unser Essen sterben, sterben, weil Großküchen, Handel und Staaten es so organisieren. Wer die Einkaufsentscheidung einer Mensa oder die Ernährungspolitik eines Landes ändert, verändert das Leben von mehr Tieren, als es einzelne Kaufentscheidungen je könnten. Genau da setzt diese Kohorte an. Ob die Projekte halten, was sie versprechen, wird sich zeigen. Die Richtung stimmt.
Was du tun kannst.
- Die Projekte unterstützen. Über die Links bei jeder Initiative kommst du zu den Projektseiten und zu den Gründer*innen.
- Selbst bewerben. Wer eine eigene Idee für die Ernährungswende hat, kann sich bei Kickstarting For Good über den Newsletter auf dem Laufenden halten.
- Weiterlesen. Einen guten Einstieg in die Frage, wie sich Ernährungssysteme verändern lassen, bieten Bücher zur Ernährungswende.
Häufige Fragen.
Was ist Kickstarting For Good?
Ein Inkubator mit Sitz in Berlin, der Gründer*innen und gemeinnützige Projekte unterstützt, die das Ernährungssystem pflanzlicher machen wollen.
Wie läuft das Programm ab?
Es dauert 18 Wochen, mit zwei Präsenzwochen in Berlin. Nach zehn Wochen entscheidet eine Prüfung, welche Teams bis zum Abschluss weitermachen.
Wie viele Initiativen sind 2026 dabei?
Öffentlich vorgestellt sind 13. Einige weitere Projekte nennt der Inkubator aus Gründen der Vertraulichkeit nicht.
Quellen ●
Kickstarting For Good: Kohorte 2026 und Projektseiten der Initiativen, Programmangaben. Beschreibungen aus dem Englischen übersetzt und zusammengefasst. Fotos: Kickstarting For Good. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Du willst unsere Meldungen in den Google-Top-Stories weiter oben sehen? Füge This Is Vegan bei Google als bevorzugte Quelle hinzu.


