Die Marke Endori bekommt ein neues Zuhause: Ab 2027 übernimmt die Rügenwalder Mühle Entwicklung, Produktion und Vertrieb der Veggie-Marke. Das bisherige Sortiment mit veganem Hack und Chicken-Sticks verschwindet nach und nach aus den Supermärkten. Stattdessen sollen unter dem Namen Endori „Functional Veggies“ aus Gemüse und Hülsenfrüchten kommen. Beide Firmen gehören zum Zuckerkonzern Pfeifer & Langen.
Kurz gesagt
- Was passiert: Rügenwalder Mühle führt die Marke Endori ab 2027 im Handel weiter
- Was verschwindet: das bisherige Endori-Sortiment mit Fleischalternativen, etwa veganem Hack und Chicken-Sticks
- Was kommt: vier gekühlte „Functional Veggies“ aus Gemüse und Hülsenfrüchten, etwa Spinatbällchen
- Was bleibt: Die Firma Endori Food produziert weiter für Gastronomie und andere Marken
- Wem es gehört: Rügenwalder und Endori gehören zur Holding Nature’s Richness von Pfeifer & Langen
Inhalt6 Kapitel
Was sich ändert.
Der Kölner Konzern Pfeifer & Langen, bekannt für Diamant Zucker und funny-frisch, bündelt sein Geschäft mit neuen Lebensmitteln in der Holding Nature’s Richness. Dazu gehören die Rügenwalder Mühle, an der Pfeifer & Langen seit 2024 die Mehrheit hält, und Endori aus dem fränkischen Stegaurach. Bisher brachten beide Firmen eigene Fleischalternativen in den Handel. Laut Lebensmittel Zeitung ordnet der Konzern das jetzt neu: Ab dem kommenden Jahr kümmert sich die Rügenwalder Mühle auch um Entwicklung, Produktion und Vertrieb der Marke Endori.
Für Kund*innen heißt das: Die klassischen Fleischalternativen von Endori verschwinden. Aktuell gibt es von der Marke noch eine Handvoll Produkte, darunter veganes Hack und pflanzliche Chicken-Sticks, bisher etwa bei Edeka, Rewe und Tegut. Aus der Tiefkühltruhe bei Rewe sind sie schon in diesem Jahr verschwunden. Das Sortiment wird nach und nach durch die neue Range ersetzt.
Was „Functional Veggies“ sein sollen.
Die neue Endori soll sich klar von Rügenwalder abgrenzen. Statt Fleisch nachzuahmen, setzt sie auf Produkte aus Gemüse und Hülsenfrüchten, etwa Spinatbällchen und Gemüse-Sticks. Auf den Packungen sollen Hinweise wie „+Omega3“ oder „+Magnesium“ stehen. Ab 2027 kommen vier gekühlte Produkte in den Handel. Ob alle vier vegan sind, ist bisher nicht bekannt. Sobald es Zutatenlisten gibt, prüfen wir das.
Rügenwalder will dafür laut Geschäftsführer Jörg Pfirrmann in Maschinen, Produktentwicklung, Design und Markenaufbau investieren, für die Marke im Handel „deutlich mehr als in den vergangenen Jahren“. Eine Summe nennt er nicht.

Endori Food konzentriert sich auf Großküchen.
Die Firma Endori Food GmbH & Co. KG bleibt bestehen. Sie produziert weiter für die Gastronomie und als Lohnhersteller für andere Marken und Handelsmarken. Dieses Geschäft wächst laut Geschäftsführer Axel de With seit 2025 zweistellig, im Foodservice stieg der Absatz im vergangenen Jahr um 70 Prozent. Seit Anfang 2025 vertreibt Endori auch die Großgebinde der Rügenwalder Mühle für Kantinen und Restaurants. Die Zahl der Beschäftigten ist nach Angaben einer Sprecherin von 120 auf 160 gestiegen. Wie sich die Marke Endori im Handel zuletzt entwickelt hat, sagen die Firmen nicht. Zu den zehn größten Marken gehörte sie 2025 laut Marktforschung nicht.
Rügenwalder bleibt Marktführer.
Bei Fleischalternativen im Handel liegt die Rügenwalder Mühle laut Circana mit einem Umsatzanteil von 35,2 Prozent weit vorn, dahinter folgen Like und Billie Green. Der Markt insgesamt wuchs laut Nielsen in den zwölf Monaten bis August 2026 um 10,6 Prozent auf rund 736 Millionen Euro. Wie stark Rügenwalder inzwischen auf Pflanzliches setzt, haben wir in unserem Artikel über 70 Prozent vegetarischen und veganen Absatz beschrieben. Zuletzt kamen die veganen Mühlen Chunks dazu.
Tierethische Einordnung.
Endori galt lange als eigenständige Marke. Tatsächlich gehört sie seit Jahren zum selben Konzern wie die Rügenwalder Mühle, die neben ihren Alternativen weiter Wurst und Fleisch verkauft. Das hatten auch wir in unserer Übersicht Wem gehört dein Tofu? falsch eingeordnet und jetzt korrigiert. Wer beim Einkauf darauf achtet, dass sein Geld nicht an Firmen mit Tiergeschäft geht, sollte das wissen. Tofu von unabhängigen Herstellern wie Taifun ist eine Alternative.
Gleichzeitig ist die Entscheidung ein Zeichen dafür, wie sich der Markt sortiert: Fleischersatz bündelt sich bei wenigen großen Marken, kleinere suchen andere Nischen. Ob „Functional Veggies“ mit aufgedruckten Nährstoffen Tieren etwas bringen, hängt davon ab, ob sie tierische Produkte vom Teller verdrängen oder nur eine weitere Beilage sind.
Häufige Fragen.
Gibt es Endori-Produkte noch im Supermarkt?
Ja, noch. Das bisherige Sortiment mit veganem Hack und Chicken-Sticks wird nach und nach durch neue Produkte ersetzt, die ab 2027 kommen sollen.
Wem gehört Endori?
Endori gehört zur Holding Nature’s Richness des Konzerns Pfeifer & Langen. Zur selben Gruppe gehört die Rügenwalder Mühle.
Sind die neuen Endori-Produkte vegan?
Das ist noch nicht bekannt. Es handelt sich um Produkte aus Gemüse und Hülsenfrüchten, Zutatenlisten liegen bisher nicht vor.
Quellen ●
Bericht der Lebensmittel Zeitung vom Oktober 2026 mit Angaben von Rügenwalder und Endori, Lebensmittel Praxis zur Übernahme durch Pfeifer & Langen. Fotos: Rügenwalder Mühle. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
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