Es gibt Orte, an denen ein Schwein einfach nur ein Schwein sein darf. Kein Maststall, kein Schlachttermin, kein Preisschild. Diese Orte heißen Lebenshöfe, und sie sind das vielleicht ehrlichste Argument der ganzen veganen Bewegung: Man muss nichts erklären, man muss nur hinsehen. Genau deshalb haben wir ihnen jetzt eine eigene Plattform gebaut. Der Lebenshof Atlas ist ab sofort live.
Inhalt8 Kapitel
- 01Was der Lebenshof Atlas ist
- 02Spenden, die wirklich ankommen
- 03Sichtbarkeit ist das, was Höfen am meisten fehlt
- 04Sanctuary Life: Wir nehmen dich mit auf die Höfe
- 05Höfe vernetzen, statt jeden allein kämpfen zu lassen
- 06Jeden Monat rückt ein Hof ins Rampenlicht
- 07Du betreibst einen Lebenshof?
- 08So hilfst du in zwei Minuten
Was der Lebenshof Atlas ist
Eine große Karte, darauf verifizierte Lebenshöfe und Sanctuaries aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem Elsass. Zum Start sind 118 Höfe dabei, von Hof Butenland an der Nordseeküste über den Erdlingshof im Bayerischen Wald bis zum Gnadenhof Papillon bei Basel, den ich selbst besucht habe und dessen Gründer Olivier Bieli bei uns im Podcast zu Gast war.
Jeder Hof bekommt ein eigenes Profil: wo er liegt, welche Tiere dort leben, ob man besuchen kann, dazu Fotos, Videos, Social-Media-Links und die wichtigsten Wege zu helfen. Filter nach Land, Tierart, Besuchsmöglichkeit und Patenschaften sortieren die Karte in Sekunden.
Spenden, die wirklich ankommen
Der wichtigste Button auf jedem Profil führt direkt zur Spendenseite des Hofs. Ohne Zwischenschritt, ohne Formular bei uns, ohne Gebühr. This Is Vegan verdient an diesen Spenden nichts und behält nichts ein, jeder Euro landet beim Hof. Das unterscheidet den Atlas von Spendenplattformen mit Gebührenmodell, und es ist der Grund, warum wir das Projekt überhaupt glaubwürdig betreiben können.
Wer mehr will als eine einmalige Spende, findet auf den Profilen auch die Patenschaftsseiten. Eine Patenschaft ist planbares Einkommen für einen Hof, und viele Höfe laden ihre Patinnen und Paten regelmäßig zu Besuchstagen ein. Näher kommt man den Tieren nirgends.
Sichtbarkeit ist das, was Höfen am meisten fehlt
Die meisten Lebenshöfe werden von kleinen Vereinen getragen, oft komplett ehrenamtlich. Für Futter, Tierarzt und Zäune reicht die Kraft, für Suchmaschinenoptimierung und Reichweite selten. Gleichzeitig suchen jeden Monat viele Menschen nach einem Lebenshof in ihrer Nähe und landen bei veralteten Vereinslisten.
Diese Lücke schließt der Atlas. Wir bringen unsere Reichweite mit, die Höfe bringen das mit, was zählt: echte Tiere mit echten Geschichten. Auf den Profilen siehst du außerdem auf einen Blick, mit welchen Höfen wir schon gearbeitet haben. Ein Mikrofon-Badge heißt, der Hof war im Podcast zu Gast. Eine Filmklappe steht für eine Sanctuary-Life-Folge, eine Kamera für eine Reportage wie unseren Besuch auf dem Gnadenhof Papillon.
Sanctuary Life: Wir nehmen dich mit auf die Höfe
Lebenshöfe sind seit Jahren fester Teil unserer Arbeit. Für unser YouTube-Format Sanctuary Life besuchen wir Lebenshöfe und Sanctuaries auf der ganzen Welt, laufen mit über die Weiden, sprechen mit den Menschen dahinter und zeigen den Alltag zwischen Futterküche und Tierarztbesuch. Auch das Titelbild dieses Artikels stammt von so einem Besuch: auf dem Gnadenhof Papillon, gemeinsam mit Rapper Pikayzo.
Die komplette Playlist zum Reinschauen:
Alle Folgen gibt es auch direkt auf YouTube. Höfe mit eigener Folge erkennst du im Atlas an der Filmklappe auf dem Profil.
Höfe vernetzen, statt jeden allein kämpfen zu lassen
Lebenshöfe stehen alle vor denselben Fragen: Wohin mit einer beschlagnahmten Herde? Wer kennt einen Tierarzt, der Puten behandelt? Wie finanziert man einen Stallneubau? Bisher läuft dieser Austausch verstreut über private Kontakte. Der Atlas macht die Szene als Ganzes sichtbar und legt damit die Grundlage, dass Höfe einander finden, Tiere vermitteln und Wissen teilen. Hoffeste und Besuchstage wandern automatisch in unseren Event-Kalender, damit sie mehr Menschen erreichen als die eigene Vereinsblase.
Jeden Monat rückt ein Hof ins Rampenlicht
Im Atlas kannst du einmal im Monat für deinen Lieblingshof abstimmen. Der Hof mit den meisten Stimmen wird im Folgemonat ganz oben gefeatured, als Hof des Monats. Kleine Geste, echter Effekt: Sichtbarkeit ist für diese Orte bares Geld.
Du betreibst einen Lebenshof?
Dann gehört dein Hof in den Atlas, kostenlos. Auf jedem Profil gibt es außerdem die Funktion „Profil übernehmen”: Name und E-Mail angeben, wir prüfen die Anfrage, danach kommen die Zugangsdaten automatisch per Mail und du pflegst Fotos, Texte und Links selbst. Für neue Einträge schreib uns einfach an info@this-is-vegan.com.
So hilfst du in zwei Minuten
Schau in den Atlas, such dir einen Hof in deiner Nähe und gib ihm deine Stimme. Wenn du magst, plane einen Besuch oder übernimm eine Patenschaft. Und wenn du über neue Höfe, Reportagen und den Hof des Monats auf dem Laufenden bleiben willst: Unser Newsletter liefert genau das, einmal pro Woche, kostenlos.