Beauty

Bienengift und Kaviar in Kosmetik: Luxus-Wirkstoffe mit dünner Studienlage

Bienengiftsalbe bei dm, Kaviarcreme im Luxusregal: Wie Bee Venom und Caviar Extract gewonnen werden, was die Studien hergeben, wie du beide auf der Packung erkennst und drei vegane, tierversuchsfreie Seren als Gegenentwurf.

Honigbienen sitzen und krabbeln am hölzernen Flugloch eines Bienenstocks
Flugloch eines Bienenstocks. Symbolbild. Foto: Adobe Stock / #639926117

Bei dm und Rossmann steht sie inzwischen im Regal: eine „Bienengiftsalbe“ der Marke bedrop, laut Hersteller in 800 Rossmann-Filialen und seit Oktober 2025 in drei Vierteln der dm-Märkte (Händlerangaben von bedrop). Auf TikTok läuft Bienengift als „natürliches Botox“ (Parlor Beauty). Wer mehr ausgeben will, findet bei Flaconi die Bee-Venom-Linie der Londoner Marke Rodial, und am oberen Ende des Luxusregals wartet La Prairie mit einer ganzen Serie namens Skin Caviar. Die britische Königin Camilla hat der Kosmetikerin Deborah Mitchell, bekannt für Bienengift-Gesichtsbehandlungen, Ende 2024 sogar einen königlichen Hoflieferantentitel verliehen (laut People).

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Zwei Wirkstoffe, ein Versprechen: Luxus aus der Natur. In beiden Fällen bezahlt ein Tier dafür. Bei der Biene mit Stromstößen, beim Stör mit dem Leben.

Hier liest du, wie beide Stoffe gewonnen werden, was die Studien zeigen und wie du sie in der Zutatenliste findest. Am Ende stehen drei vegane, tierversuchsfreie Seren.

Inhalt10 Kapitel
  1. 01Bienengift: Stromstoß am Flugloch
  2. 02Kaviarextrakt: Rogen vom Stör
  3. 03So erkennst du Bienengift und Kaviar auf der Packung
  4. 04Was die Studien zeigen, und was nicht
  5. 05Wer auf Bienenstiche allergisch reagiert, lässt die Finger davon
  6. 06Was die Störe dafür bezahlen
  7. 07Bienen und Störe empfinden, in der Werbung kommen sie nicht vor
  8. 08Vegane Alternativen mit ehrlicher Studienlage
  9. 09Drei vegane, tierversuchsfreie Seren statt Gift und Rogen
  10. 10Unser Fazit

Bienengift: Stromstoß am Flugloch.

Bienengift ist das Sekret, das Honigbienen (Apis mellifera) beim Stechen abgeben. Den Hauptteil macht das Peptid Melittin aus. Für die Kosmetik wird es mit einem Sammelgerät gewonnen, das vor das Flugloch oder in den Stock gelegt wird: gespannte Drähte über einer Glasplatte, durch die kurze Stromimpulse laufen. Die Bienen reagieren mit Abwehr und stechen in das Glas. Das Gift trocknet dort an und wird abgekratzt. Genau so beschreiben es auch die Forschenden, deren Serum in der meistzitierten Faltenstudie steckt (Han et al. 2015).

Die Branche betont, dass die Bienen dabei überleben. Der Stachel bleibt im glatten Glas nicht hängen. Das internationale Methodenhandbuch zur Bienengiftforschung (de Graaf et al. 2020, Journal of Apicultural Research) hält aber auch fest: Liegt das Gerät im Stock, gerät das ganze Volk unter Stress, die Arbeit stoppt, die Temperatur steigt auf gefährliche Werte. Die Stromimpulse müssen extrem kurz sein, um bleibende Schäden zu vermeiden. Wird täglich über Stunden gesammelt, sinkt der Honigertrag um rund zehn Prozent. Eine indische Feldstudie maß einen Tag nach dem Sammeln knapp zehn Prozent mehr Abwehrverhalten im Volk (Sidana et al. 2025).

Belastbare Zahlen dazu, wie viele Bienen beim Sammeln sterben, haben wir nicht gefunden. Pro Volk und Sitzung kommen je nach Methode zwischen 10 und 250 Milligramm Gift zusammen (Journal of Apicultural Research 2025). Tausende Tiere werden dafür wieder und wieder in den Verteidigungsmodus geschockt.

Imker in Handschuhen zieht eine Wabe voller Bienen aus einer Holzbeute

Kaviarextrakt: Rogen vom Stör.

„Caviar Extract“ ist laut der EU-Datenbank für Kosmetik-Inhaltsstoffe CosIng ein Extrakt aus den Eiern von Stören, also Fischen der Familie Acipenseridae. Kaviar entsteht fast immer so: Das Weibchen wird betäubt, mit einem Schnitt durch die Kiemen getötet, ausgeblutet, dann werden die Rogensäcke entnommen. Beim Sibirischen Stör ist das nach etwa vier Jahren in der Zucht der Fall, beim Russischen nach etwa fünf (mare).

Und der Kaviar ohne Töten? Das Alfred-Wegener-Institut hat ein Verfahren entwickelt, bei dem reife Eier aus lebenden Weibchen abgestreift werden. Die Firma, die es kommerziell nutzte, arbeitete laut taz mit Hormonen, die in Deutschland nicht zugelassen sind, und ging pleite (taz). Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass die Tiere diese Prozedur viele Male über sich ergehen lassen müssen (du und das tier). Der Tierschutzbund ist hier Partei, das Argument bleibt trotzdem stehen.

Was in einer Kaviarcreme genau steckt, weiß nicht einmal die Branche so genau. Eine Proteomanalyse von 14 Kaviarproben fand neben Eiproteinen regelmäßig Bestandteile der Eierstockflüssigkeit, darunter Immunglobuline und Gerinnungsfaktoren, und je nach Störart große Unterschiede. Die Forschenden fordern genauere Definitionen und eine bessere Sicherheitsbewertung (Grunow et al. 2026, Cosmetics). Einer der Autoren arbeitet für ein Unternehmen, das Kaviar aus Zellkultur entwickeln will. Das sollte man wissen.

Stör schwimmt im blauen Wasser eines Aquariums, Kopf mit Barteln im Vordergrund

So erkennst du Bienengift und Kaviar auf der Packung.

Auf der Vorderseite steht meist „Bee Venom“ oder „Caviar“ in großen Buchstaben, weil es sich gut verkauft. In der INCI-Liste auf der Rückseite heißen die Stoffe:

  • Bee Venom für Bienengift
  • Caviar Extract für Kaviarextrakt, manchmal ergänzt um die Störart

Ein Blick auf die Position lohnt sich. In der Bienengiftsalbe von bedrop, beworben mit „hochdosiertem Bienengift“, steht Bee Venom an 23. Stelle, hinter dem Duftstoff Limonen (Zutatenliste bei bedrop). Im Luxusregal ist es ähnlich: In der Skin Caviar Luxe Cream von La Prairie steht Caviar Extract laut der bei INCIDecoder hinterlegten Liste an 21. Stelle, und weiter unten taucht dort Sodium DNA auf, die meist aus Fischsperma gewonnen wird. Wie du das erkennst, steht in unserem Artikel zu PDRN in der Hautpflege.

Wo Bienengift draufsteht, stecken oft weitere Bienenprodukte drin. Achte deshalb auch auf diese Namen:

  • Cera Alba oder Cera Flava: Bienenwachs, steht auch in der bedrop-Salbe
  • Propolis Extract oder Propolis Cera: Kittharz, mit dem Bienen ihren Stock abdichten
  • Royal Jelly oder Royal Jelly Extract: Gelée Royale, der Futtersaft für Königinnen
  • Mel oder Mel Extract: Honig

Warum Honig und Wachs nicht vegan sind, obwohl dabei keine Biene getötet werden muss, erklären wir in unserem Honig-Artikel. Und welche Tierbestandteile sich sonst noch in Pflegeprodukten verstecken, von Lanolin bis Karmin, steht hier.

Was die Studien zeigen, und was nicht.

Wir haben über PubMed nach Studien gesucht, in denen Bienengift- oder Kaviarkosmetik an Menschen getestet wurde. Die Ausbeute ist dünn.

Bienengift. Die meisten Humanstudien stammen aus einer Arbeitsgruppe um die Agrarbiologin Sang Mi Han in Südkorea:

  • Falten, 2015: 22 Frauen trugen zwölf Wochen lang ein Bienengift-Serum auf. Faltenfläche, Faltenzahl und Faltentiefe gingen zurück. Eine Vergleichsgruppe gab es nicht. Unter den Autoren sind Mitarbeitende eines koreanischen Pharmaherstellers und der neuseeländischen Marke Manuka Doctor, die Bienengift-Kosmetik verkauft (Han et al. 2015).
  • Unreine Haut, 2013: 12 Personen, zwei Wochen, Kosmetik mit oder ohne Bienengift, randomisiert und doppelblind. In der Bienengift-Gruppe gab es weniger Hautveränderungen (Han et al. 2013). Zwölf Menschen, zwei Wochen, das ist ein Vorversuch.
  • Unreine Haut, 2016: 30 Personen, sechs Wochen, ohne Vergleichsgruppe, wieder mit Co-Autorinnen von Manuka Doctor (Han et al. 2016).
  • Kombi-Serum, 2025: 40 Frauen, acht Wochen, ohne Vergleichsgruppe, finanziert von Manuka Health. Das Serum enthielt neben Bienengift auch Manukahonig und Gelée Royale, welcher Stoff was bewirkt, lässt sich also gar nicht sagen. Die Bewertung durch Hautärzte fiel gemischt aus, die Teilnehmerinnen selbst waren zufrieden (O’Gorman et al. 2025, Cureus).

Der Rest sind Zellkulturen und Mäuse. Das Prickeln, das auf TikTok als sofortige Straffung gezeigt wird, belegt keine Wirkung. Es passt genauso gut zu einer leichten Hautreizung.

Kaviar. Hier gibt es praktisch nichts. Die einzige randomisierte, placebokontrollierte Studie am Menschen, die wir gefunden haben, testete Kaviarextrakt als Kapsel zum Schlucken: 45 Teilnehmende, 15 pro Gruppe, acht Wochen. Gemessen wurden etwas mehr Feuchtigkeit und Elastizität. Zwei der Autoren arbeiten beim koreanischen Kaviarproduzenten Almas Caviar (Na et al. 2023, Nutrients). Für Kaviar in der Creme fanden wir nur eine Studie ohne Vergleichsgruppe, in der ein ganzes Pflegeset mit Retinol und Peptiden getestet wurde (Farris et al. 2021). Was davon der Kaviar beitrug, bleibt offen.

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Wer auf Bienenstiche allergisch reagiert, lässt die Finger davon.

Das ist kein Randthema. Laut dem Allergieinformationsdienst von Helmholtz Munich sind bis zu 25 Prozent der Erwachsenen gegen Bienen- oder Wespengift sensibilisiert, 0,8 bis 5 Prozent der gestochenen Erwachsenen reagieren mit Beschwerden am ganzen Körper, und in Deutschland werden jährlich etwa 20 Todesfälle nach Stichen gemeldet (Allergieinformationsdienst).

Wie riskant Bienengift auf der Haut für Allergikerinnen und Allergiker ist, hat kaum jemand untersucht. Die Hersteller selbst ziehen die Grenze: bedrop schreibt, die Salbe sei bei einer Allergie gegen Bienenstiche oder Bienenprodukte nicht geeignet, und die Studie von 2025 hat Menschen mit Bienenallergie gar nicht erst aufgenommen. Wenn du auf Stiche reagierst oder unsicher bist, sprich vorher mit deiner Hausarztpraxis oder einer Allergologin.

Was die Störe dafür bezahlen.

Störe sind die am stärksten bedrohte Tiergruppe der Welt. Bei der Neubewertung durch die Weltnaturschutzunion IUCN im Juli 2022 galten alle 26 noch lebenden Arten als gefährdet, 17 davon als vom Aussterben bedroht, und der Chinesische Schwertstör wurde für ausgestorben erklärt (Leibniz-Institut für Gewässerökologie). Alle Störarten stehen seit 1998 im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES, die meisten in Anhang II, einige in Anhang I (CITES). Kaviar darf deshalb nur mit Herkunftsetikett gehandelt werden.

Legal gehandelter Kaviar stammt heute aus Aquakultur, laut IGB rund 500 Tonnen pro Jahr. Die wilden Bestände schützt das nur zum Teil: Wilderei gibt es weiter, und Staudämme versperren den Fischen die Laichwanderung. In der Zucht selbst ist das Ende für ein Weibchen ohnehin vorgesehen. Es wird aufgezogen, per Ultraschall kontrolliert und getötet, sobald der Rogen reif ist.

Runde, mit grünen Netzen abgedeckte Fischbecken in einer Halle einer Aquakulturanlage

Ob die Kaviarcreme im Luxusregal aus einer Zucht in China, Italien oder Deutschland stammt, schreiben die Marken nicht auf die Packung. Für den Stör ist das egal.

Bienen und Störe empfinden, in der Werbung kommen sie nicht vor.

Die Debatte um Bienengift und Kaviar dreht sich um Falten, Poren und Glow. Die Tiere tauchen höchstens als Deko auf, als goldene Biene auf dem Tiegel.

Dabei ist die Forschung ziemlich deutlich. Honigbienen, die geschüttelt wurden wie bei einem Angriff auf den Stock, bewerteten danach unklare Reize pessimistischer als ihre ungestörten Artgenossinnen. Das Muster kennt man von gestressten Säugetieren (Bateson et al. 2011, Current Biology). Hummeln zeigen umgekehrt Zustände, die positiven Gefühlen ähneln (Solvi et al. 2016, Science). Bei Fischen sind Schmerzrezeptoren seit Langem nachgewiesen (Sneddon et al. 2003). Die New York Declaration on Animal Consciousness von 2024 hält fest, dass es für Fische und Insekten eine realistische Möglichkeit bewussten Erlebens gibt. Das EU-Recht nennt Tiere in Artikel 13 AEUV fühlende Wesen, und das deutsche Tierschutzgesetz verbietet in Paragraf 1, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen.

Ein Bienenvolk unter Strom zu setzen, damit eine Creme prickelt, ist kein vernünftiger Grund. Einen Stör für ein paar Milligramm Extrakt in einer Luxuscreme zu töten, erst recht nicht. Und das hinge auch dann nicht an der Studienlage, wenn irgendwann eine große Studie eine Wirkung findet. Warum wir Bienen und Fische so leicht übersehen, hat einen Namen: Speziesismus. Wie viele Tiere in Deutschland insgesamt für Konsum sterben, haben wir hier zusammengerechnet, und auch Kollagen und Gelatine in Beauty-Produkten stammen aus der Schlachtung (so erkennst du Gelatine).

Vegane Alternativen mit ehrlicher Studienlage.

Eine Wunderzutat gibt es auch auf der veganen Seite nicht. Es gibt aber Wirkstoffe, die deutlich besser untersucht sind als Gift und Rogen.

Peptide. Das synthetische Peptid Palmitoyl-Pentapeptid wurde an 93 Frauen zwölf Wochen lang getestet, eine Gesichtshälfte mit, die andere ohne Wirkstoff, doppelblind. Feine Linien gingen auf der Peptid-Seite messbar stärker zurück (Robinson et al. 2005). Bezahlt hat Procter & Gamble, das gehört dazu.

Niacinamid. Vitamin B3 ist einer der am besten untersuchten Pflegewirkstoffe überhaupt. In einer randomisierten Doppelblindstudie mit 76 Menschen mit entzündlicher Akne schnitt ein Gel mit 4 Prozent Niacinamid nach acht Wochen ähnlich ab wie ein Gel mit dem Antibiotikum Clindamycin (Shalita et al. 1995). Akne gehört trotzdem in hautärztliche Hände, ein Serum ersetzt keine Behandlung.

Bakuchiol. Der Pflanzenstoff hat eine ordentliche Vergleichsstudie mit Retinol im Rücken, die wir im PDRN-Artikel beschrieben haben.

Algenextrakte. Die naheliegende Antwort auf „Luxus aus dem Meer“. Ehrlich gesagt sind die Belege ähnlich dünn wie beim Kaviar, viel Zellkultur, wenig am Menschen. Der Unterschied: Für Algen stirbt kein Tier.

Ein Detail noch zu Squalan: Der Feuchtigkeitsstoff kann aus Olive oder Zuckerrohr stammen, aber auch aus Haifischleber. Die INCI-Liste verrät das nicht. Achte auf eine Vegan-Kennzeichnung.

Frau mit Handtuch im Haar trägt vor einem Spiegel Creme im Gesicht auf

Drei vegane, tierversuchsfreie Seren statt Gift und Rogen.

Die Auswahl ist eine Marktübersicht, getestet haben wir die Seren nicht. Aufgenommen haben wir Marken, deren Sortiment laut Hersteller komplett vegan ist und die auf einer unabhängigen Tierversuchsfrei-Liste stehen. Die Zutatenlisten haben wir am 29. September 2026 auf den Herstellerseiten auf tierische Bestandteile durchgesehen. Die Links führen zu Händlern oder Herstellern, wir verdienen daran nichts.

Biossance: Squalane + Copper Peptide Rapid Plumping Serum

Dunkelgrüne Glasflasche mit Pipette: Squalane + Copper Peptide Rapid Plumping Serum von Biossance

Der Luxus-Pick, und die passende Antwort auf die Squalan-Frage: Biossance gewinnt sein Squalan aus Zuckerrohr statt aus Haifischleber. Im Serum stecken Kupferpeptid (Copper Tripeptide-1), zwei weitere Peptide, Hyaluronsäure, Ectoin und ein Extrakt der Rotalge Corallina officinalis. Die Marke ist laut PETA-Liste vegan und tierversuchsfrei und trägt nach Angaben von Cruelty-Free Kitty das Leaping-Bunny-Siegel. Ein Haken: Biossance gehört seit Ende 2023 zum britischen Handelskonzern THG, dessen eigene Haltung zu Tierversuchen nicht geklärt ist. 50 ml, parfümfrei.

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Rosental Organics: Niacinamide Serum

Weiße Pipettenflasche Niacinamide Serum von Rosental Organics

Die deutsche Marke kombiniert 5 Prozent Niacinamid mit Azelainsäure, dazu Rosenblütenwasser. Die Zutatenliste ist kurz und frei von tierischen Bestandteilen. Rosental erklärt alle Produkte für vegan und steht auf der Tierversuchsfrei-Liste von PETA. Duft kommt aus Rosmarinöl, wer darauf empfindlich reagiert, testet erst an einer kleinen Stelle. 30 ml.

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Pai Skincare: Peptides 5% Smoothing Booster

Kleine Braunglasflasche mit Pipette: Peptides 5% Smoothing Booster von Pai Skincare

Der Einstieg im mittleren Preissegment. Die unabhängige britische Marke ist bei der Vegan Society registriert, trägt das Leaping-Bunny-Siegel und ist als B Corp zertifiziert. Der Booster kombiniert das Peptid Hexapeptide-11 mit einem Peptid aus Erbsen, die Zutatenliste hat gerade einmal zwölf Positionen. 10 ml, ohne Duftstoffe.

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Unser Fazit.

Bienengift und Kaviar verkaufen vor allem eine Geschichte: königliche Kundschaft, seltene Rohstoffe, Natur als Luxus. Die Studien dahinter sind klein, kurz, oft ohne Vergleichsgruppe und häufig von Firmen bezahlt, die das Produkt verkaufen. Für Kaviar auf der Haut gibt es praktisch nichts. Sicher ist nur, was die Tiere dafür hergeben. Wer seiner Haut etwas Gutes tun will, liest die INCI-Liste, lässt Bee Venom und Caviar Extract im Regal und greift zu Wirkstoffen, die besser untersucht sind und für die niemand stechen oder sterben muss.

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Mehr aus unserer Serie „Tier im Kosmetikregal“: PDRN aus Lachssperma, Schneckenschleim, Rindertalg-Creme und Karmin und Squalan.

So haben wir recherchiert

Studien haben wir über PubMed im Original geprüft, Studiengröße, Dauer, Finanzierung und Limitationen stehen im Text. Angaben zur Gewinnung von Bienengift stammen aus dem Methodenhandbuch des Journal of Apicultural Research und aus Feldstudien, die Zahlen zu Stören von der IUCN-Neubewertung 2022 (über das Leibniz-Institut für Gewässerökologie) und von CITES. Die Angaben des Deutschen Tierschutzbunds haben wir als Position einer Tierschutzorganisation gekennzeichnet. Vegan-Status und Tierversuchsfreiheit der Produkte haben wir am 29. September 2026 auf den Herstellerseiten und auf den Listen von PETA, Leaping Bunny und Cruelty-Free Kitty geprüft. Die Produkte haben wir nicht selbst getestet, dies ist eine Marktübersicht. Preise können sich ändern. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder dermatologische Beratung, bei Hautbeschwerden oder einer bekannten Insektengiftallergie wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Offen: Wie viele Bienen beim Giftsammeln sterben, ist nicht systematisch untersucht. Aus welcher Zucht der Kaviarextrakt einzelner Marken stammt, legen die Hersteller nicht offen.

Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Was die Studien zeigen, und was nicht.?
Wir haben über PubMed nach Studien gesucht, in denen Bienengift- oder Kaviarkosmetik an Menschen getestet wurde. Die Ausbeute ist dünn. Bienengift. Die meisten Humanstudien stammen aus einer Arbeitsgruppe um die Agrarbiologin Sang Mi Han in Südkorea: Falten, 2015: 22 Frauen trugen zwölf Wochen lang ein Bienengift-Serum auf. Faltenfläche, Faltenzahl und Faltentiefe gingen zurück.
Wer auf Bienenstiche allergisch reagiert, lässt die Finger davon.?
Das ist kein Randthema. Laut dem Allergieinformationsdienst von Helmholtz Munich sind bis zu 25 Prozent der Erwachsenen gegen Bienen- oder Wespengift sensibilisiert, 0,8 bis 5 Prozent der gestochenen Erwachsenen reagieren mit Beschwerden am ganzen Körper, und in Deutschland werden jährlich etwa 20 Todesfälle nach Stichen gemeldet (Allergieinformationsdienst).
Was die Störe dafür bezahlen.?
Störe sind die am stärksten bedrohte Tiergruppe der Welt. Bei der Neubewertung durch die Weltnaturschutzunion IUCN im Juli 2022 galten alle 26 noch lebenden Arten als gefährdet, 17 davon als vom Aussterben bedroht, und der Chinesische Schwertstör wurde für ausgestorben erklärt (Leibniz-Institut für Gewässerökologie).