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David Gaedt Interview: Zehn Jahre Good News Magazin

Mit 18 startete David Gaedt nach einem Grillabend eine Facebook-Seite für gute Nachrichten.

Das David Gaedt Interview fängt mit einem Geständnis von Yannick an: Die letzten Folgen des Plantbased Podcasts waren ziemlich düster. Folge 105 sollte anders werden, und dafür gibt es in Deutschland kaum einen passenderen Gast als den Mann, der seit zehn Jahren beruflich gute Nachrichten sammelt.

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David Gaedt war 18 und hatte gerade Abi, als er im Juni 2016 beim Grillen nebenbei eine gute Nachricht erzählte. Ein Freund rief: „Endlich mal was Positives!“ Am nächsten Tag gab es die Facebook-Seite Good News. Heute ist daraus das Good News Magazin geworden, mit Printausgabe, Abo, Podcast und 15 Menschen, die dafür bezahlt werden.

Im Gespräch geht es um den Winter, in dem alles an 1.000 neuen Abos hing, und um vegane Würstchen am Vatertag. Und um einen Satz, den man in einem veganen Podcast selten hört: David sagt offen, dass er nicht zu 100 Prozent vegan lebt. Hier ist das Gespräch in der Lesefassung.

David Gaedt, Gründer des Good News Magazins, im gestreiften Hemd vor heller Wand

Wer ist David Gaedt? ●

  • Gründer des Good News Magazins mit Sitz in Berlin, dort zuständig für Finanzen, Marketing und Vertrieb
  • Startete Good News im Juni 2016 als Facebook-Seite, kurz nach dem Abitur
  • Baute das Projekt ab 2020 mit Florian Vitello und Lucia Oiro zum Magazin mit Website, Abo und Printausgabe aus
  • Bachelor in Sportmanagement, Master in BWL
  • Co-Autor des Buchs Good News. Wie wir lernen, uns gegen die Flut schlechter Nachrichten zu wehren
  • Hertha-Fan, früher selbst Fußballer, nach zwei Kreuzbandrissen heute bei Pilates
  • Isst nach eigener Schätzung zu rund 90 Prozent vegan, den Rest vegetarisch
  • Website: goodnews-magazin.de, Instagram: @goodnewsmagazin
Inhalt10 Kapitel
  1. 01Die ganze Folge mit David Gaedt anschauen
  2. 02Hertha, zwei Kreuzbandrisse und ein verschobenes Studium
  3. 03Juni 2016: ein Grillabend, eine gute Nachricht, eine Facebook-Seite
  4. 0415 Menschen auf der Gehaltsliste, fünf bis sechs volle Stellen
  5. 05Winter 2023: 1.000 neue Abos oder Schluss
  6. 06„Wer über Probleme redet, schafft Probleme“
  7. 0730 Tage Good News Challenge: plus 0,93 Punkte
  8. 08Vegane Würstchen am Vatertag und die fehlenden zehn Prozent
  9. 09Eine Minute Good News vor der Tagesschau
  10. 10Die zehn Prozent aus Sicht der Tiere

Die ganze Folge mit David Gaedt anschauen

Das komplette Gespräch gibt es als Video, gut 70 Minuten lang. Der Player lädt erst, wenn du YouTube-Inhalte zulässt, vorher wird hier nichts von YouTube geladen.

Hertha, zwei Kreuzbandrisse und ein verschobenes Studium

Berlin, Pilates, spanische Wurzeln. Wer ist David, wenn er nicht gerade an Good News denkt?

David: Das hat sich ziemlich gewandelt. Vor zehn Jahren war mein Leben grob gesagt Fußball. Selbst spielen und ins Stadion gehen, zu Hertha. Dann hatte ich zwei Kreuzbandrisse und musste umdenken. Jetzt mache ich Pilates und über Urban Sports verschiedene andere Sachen.

Ansonsten Freunde treffen, die klassische Antwort. Ich will mit Leuten aber etwas erleben, statt nur beim Kaffee Updates auszutauschen. Einmal im Jahr fahren wir mit zehn, 15 Leuten zusammen weg.

Der erste Riss kam, kurz bevor ich meinen Bachelor in Sportmanagement anfangen wollte. Da sind gleich mehrere Pläne kaputtgegangen. Ich habe dann zehn Wochen auf einer Farm in England gearbeitet, bin mit meiner Freundin durch Asien gereist und habe ein Jahr später angefangen zu studieren. Good News lief da schon.

Juni 2016: ein Grillabend, eine gute Nachricht, eine Facebook-Seite

Du bist 18, das Abi ist durch, du grillst mit Kumpels und erzählst nebenbei eine gute Nachricht. Was ist dann passiert?

David: Wir haben zu einem EM-Spiel gegrillt, und ich habe ohne Hintergedanken eine gute Nachricht erzählt, die mir über den Weg gelaufen war. Ein Kumpel hat richtig aufgeschrien: Endlich mal was Positives! Ich habe lange darüber nachgedacht, warum ihn das so überrascht hat. Am nächsten Tag habe ich die Facebook-Seite Good News gestartet. Facebook war damals noch das Medium, Instagram kam kurz danach.

Dazu gehört, dass mein Vater viele Unternehmen gegründet hat. Von ihm habe ich mitbekommen: Es ist oft gar nicht so wichtig, wie man anfängt. Wichtig ist, dass man anfängt. Das Wie kommt Stück für Stück. Wenn man klein ist und einen niemand kennt, werden einem viele Fehler verziehen.

„Es ist oft gar nicht so wichtig, wie man anfängt. Wichtig ist, dass man anfängt.“ ●

Gab es noch andere Auslöser?

David: Viele kleine. Einer ist ein bisschen cheesy: Als Kind wird man ja gefragt, was man später machen will. Ich habe gesagt, irgendwas, das Menschen und Tieren erstens nicht schadet und zweitens guttut. Und wenn meine Eltern die Tagesschau geschaut haben, habe ich gefragt: Warum guckt ihr euch immer nur Hass, Krieg und Gewalt an?

David Gaedt und ein Teamkollege zwischen Kartons mit Printausgaben des Good News Magazins

15 Menschen auf der Gehaltsliste, fünf bis sechs volle Stellen

Heute bekommen 15 Leute von dir Gehalt, insgesamt machen 90 Menschen mit. Was würde der 18-jährige David am Grill dazu sagen?

David: Wahrscheinlich so etwas wie: Was, damit kann man Geld verdienen? Und etwas ehrlicher: dass ich auch mal stolz auf mich sein darf. Ich habe ein ziemlich ausgeprägtes Impostor-Syndrom. Im eigenen Kosmos sieht man immer nur das nächste Problem. Erst wenn man rauszoomt, sieht man, was in zehn Jahren passiert ist.

Zur Klarheit: Die 15 sind nicht alles Vollzeitstellen. Viele arbeiten frei und flexibel für uns. Ich würde sagen, es sind fünf, sechs Vollzeit-Äquivalente.

Womit verdient ihr Geld? Erklär es so, dass meine Mutter es versteht.

David: Deine Mutter hatte bestimmt mal eine gedruckte Tageszeitung zu Hause. Da gibt es Werbeanzeigen. Dieses Modell haben wir auf unser Printmagazin, das Online-Magazin und Social Media übertragen, mit nachhaltigen und sozialen Unternehmen als Partnern. Dazu kommen ganz klassisch Abos, Print oder digital oder beides. Und als drittes Standbein Kooperationen mit Stiftungen und Unternehmen, für die wir Kommunikation übernehmen, weil wir uns mit konstruktiver Berichterstattung inzwischen gut auskennen.

Im Team gibt es Redaktion, Social Media, Layout und ein Team für Kooperationen, Vertrieb und Kampagnen. Mein Tag besteht aus Meetings und Mails. Ich sorge zum Beispiel dafür, dass wir seit ein paar Jahren mit UNICEF kooperieren. Ich verstehe nicht, warum so viele Medien nur ihr eigenes Süppchen kochen. Kooperation statt Konfrontation.

Das Team des Good News Magazins steht und kniet für ein Gruppenfoto auf einer Wiese

David Gaedt im Gespräch mit einem Teamkollegen an einem Gartentisch

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Winter 2023: 1.000 neue Abos oder Schluss

Im Winter 2023 brauchtet ihr 1.000 neue Abos und habt eine Kampagne aufgesetzt. Wie kam es dazu, und was ging in dir vor?

David: Ich hatte Good News ein paar Jahre allein gemacht und wollte etwas Größeres aufbauen. Dafür brauchte ich Leute mit Ahnung von Journalismus. Dann habe ich Florian und Lucia getroffen, und es hat sofort gefunkt. Wir sind komplett ohne Fremdkapital gewachsen. Gesund, aber langsam. Die beiden hatten nebenher andere Jobs, ich bekam BAföG und wohnte günstig.

Irgendwann stand die Frage im Raum: Was brauchen wir, damit es weitergeht? Also haben wir eine Alles-oder-nichts-Kampagne gemacht und klar gesagt: Wenn wir 1.000 neue Abos nicht erreichen, müssen wir schauen, ob und wie es weitergeht.

Was, wenn es floppt? Kann ich Good News wirklich aufgeben? Am Ende blieb nur ein Gedanke: Es muss funktionieren. Nachmittags im Coworking-Space habe ich auf Veröffentlichen gedrückt. In den ersten zehn, 15 Minuten kamen drei, vier Abos. In den ersten Tagen ein paar Dutzend, dann ein Loch, und an den letzten ein, zwei Tagen waren es teilweise 80 bis 100 am Tag. Wir lagen knapp unter den 1.000, hatten aber auch ein Ziel in Euro, und das haben wir erreicht.

„Wer über Probleme redet, schafft Probleme“

Du bist ein sehr optimistischer Mensch. Wo ziehst du die Grenze zu toxischer Positivität und zum Schönfärben?

David: Erst mal persönlich. Wenn Freunde von einem Schicksalsschlag erzählen, muss ich nicht antworten: Aber guck mal, du hast doch ein Dach über dem Kopf. Auch Millionäre haben Schmerzen, Sorgen und Ängste. Oft hilft nur zuhören. Man kann auch fragen: Willst du gerade eine Lösung oder einfach nur meckern?

Bei gesellschaftlich relevanten Themen sehe ich das anders. Da muss man irgendwann mit Lösungen kommen und darf nicht alles tausendfach zerreden. Es gibt diesen einfachen Satz: Wer über Probleme redet, schafft Probleme. Wer über Lösungen redet, schafft Lösungen. Worauf wir unseren Fokus legen, das wächst.

„Wer über Probleme redet, schafft Probleme. Wer über Lösungen redet, schafft Lösungen.“ ●

Und die Medien?

David: Aus dem Alter, in dem ich ständig Medienbashing betreibe, bin ich raus. Medien müssen Geld verdienen, über Reichweite, Anzeigen, Abos. Und es ist nun mal so, dass auf negative Nachrichten und Gossip geklickt wird. Deswegen sind wir alle ein bisschen selbst schuld daran, dass so viele Nachrichten negativ sind.

David Gaedt am Lagerfeuer bei der Teamfreizeit des Good News Magazins

30 Tage Good News Challenge: plus 0,93 Punkte

Ihr arbeitet an einer App. Wie weit seid ihr, und was gibt es sonst Neues?

David: Wir sind an einer App dran, die Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung nutzt. Social Media kann süchtig machen, das kenne ich von mir selbst. Wir wollen Belohnungen einbauen, fürs Artikellesen, für eine Podcastfolge oder ein Quiz. Es soll Spaß machen, ohne abhängig zu machen.

Und wir haben eine Good News Challenge für bewussteren Medienkonsum gemacht, die Ergebnisse habe ich gestern bekommen. 30 Tage lang haben sich Menschen mit ihrem Medienkonsum beschäftigt. Alle drei Tage gab es Hintergründe und Fragen, dazu immer wieder gute Nachrichten. Vorher und nachher haben wir ein Stimmungsbarometer abgefragt, auf einer Skala bis fünf.

Am stärksten gestiegen ist die Aussage, dass der eigene Medienkonsum gesünder ist: plus 0,93 Punkte. „Mein eigenes Handeln macht einen Unterschied“ plus 0,89. Hoffnung und Zuversicht durch Nachrichten plus 0,85. Durch die Bank ist alles besser geworden. Da geht mir das Herz auf, weil ich mich im Alltag manchmal frage, ob das überhaupt wirkt.

Das war ein erster Test und ist nicht repräsentativ. Wir wollen daraus in den nächsten Monaten eine richtige Studie machen.

Team des Good News Magazins vor seinem Stand mit Wimpelkette bei einer Veranstaltung

Vegane Würstchen am Vatertag und die fehlenden zehn Prozent

Vatertag, du legst Veggie-Würstchen auf den Grill, und jemand ruft: Wem gehört dieses vegane Zeug? Was hast du gemacht?

David: Das war ein großer Garten, 20, 30 Leute, einige davon Fußballfreunde. Der Grillmeister hat in die Runde gerufen, und es kamen Kommentare wie: Kannst du gleich wegschmeißen, die Scheiße. Ich habe gesagt, das sind meine, und sie genüsslich gegessen.

Lustig ist, wie sich das dreht. Ein paar Jahre später hat ein Kumpel nach dem Steineschleppen für seine Terrasse gegrillt, und es gab einige vegane Sachen. Auch für Leute, die damals gerufen hatten, man solle es wegschmeißen. Die haben dann vegane Schnitzel gegessen. Manchmal muss man einfach zu seinen Überzeugungen stehen. Und ich finde: Es ist wichtiger, dass eine Million Menschen unperfekt mitmachen, als dass tausend perfekt sind.

Du hast gesagt, du lebst zu etwa 90 Prozent vegan, der Rest ist vegetarisch. Was muss ich tun, damit wir die letzten zehn Prozent noch hinkriegen?

David: Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich möchte hier ehrlich sein, ich bin nicht perfekt. Vielleicht sind es nur Ausreden. Vielleicht liegt es daran, dass ich überall im Leben den Mittelweg wähle.

Ich hatte eine Phase, da habe ich komplett vegan gelebt, komplett auf Plastik verzichtet und keine neuen Klamotten gekauft. Das hat mich kaputt gemacht. In meinem Kopf war zu viel Druck, alles perfekt zu machen. Wenn man alles perfekt machen will, macht man sich nur Vorwürfe, warum man hier und da noch nicht perfekt ist. Dass ich nicht 100 Prozent vegan bin, ist wahrscheinlich auch Selbstschutz.

„In meinem Kopf war zu viel Druck, alles perfekt zu machen.“ ●

Fehlt dir ein bestimmtes Produkt?

David: Ich liebe es, alle veganen Produkte auszuprobieren. Morgens esse ich Sauerteigbrot mit Hummus, Avocado und veganer Wurst. Aber Käse ist noch so eine Sache. Ich habe gerade einen veganen Trüffelkäse, den finde ich ganz okay. Wenn du eine Empfehlung für richtig guten hast, sag Bescheid. Ich bin auf einem guten Weg, würde ich sagen.

David Gaedt und Yannick Haldenwanger im Splitscreen der Aufnahme zum Plantbased Podcast

Mitglieder des Good News Teams spielen an einem Holztisch Karten

Eine Minute Good News vor der Tagesschau

Dein Traum ist eine Minute Good News direkt vor der Tagesschau. Was wäre die erste Meldung?

David: Ich würde eher Schlaglichter zeigen als die eine große Nachricht. Mir geht es darum, sichtbar zu machen: Es bewegt sich etwas, Menschen arbeiten konstruktiv miteinander. Ich kann dieses ständige Meckern nicht mehr hören. Gleichzeitig erwische ich mich dabei, dass ich über die Meckerer meckere.

Was soll in fünf Jahren in einer guten Nachricht über dich stehen?

David: Dass ich gesund und zufrieden bin und weiter einen tollen Freundes- und Familienkreis habe. Und dass mehr Menschen verstehen, dass man auch bei Medien auf gesunde Kost achten sollte. Das Handy weglegen, Bücher lesen, das Gehirn nicht nur auf zehn Sekunden trainieren. Beim Essen wissen die meisten, was ihnen guttut. Wenn das bei Medien auch so wäre, würde ich das in fünf Jahren gern lesen.

Was möchtest du der Community zum Schluss mitgeben?

David: Hört einander zu und pauschalisiert nicht von Anfang an. Alle Menschen haben Probleme und versuchen, in dieser komplizierten Welt gut zu leben. Ein konstruktives Miteinander statt eines destruktiven Gegeneinanders, das ist mein Herzenswunsch.

„Ein konstruktives Miteinander statt eines destruktiven Gegeneinanders, das ist mein Herzenswunsch.“ ●

Kartons mit Printausgaben des Good News Magazins in einem Lager

Das Buch zum Magazin ●

Buchcover Good News: Wie wir lernen, uns gegen die Flut schlechter Nachrichten zu wehren

Good News. Wie wir lernen, uns gegen die Flut schlechter Nachrichten zu wehren

Geschrieben hat es vor allem Florian Vitello, David Gaedt und Lucia Oiro sind Co-Autor und Co-Autorin. Auf 240 Seiten erklärt das Buch, was Dauerkrisen in den Nachrichten mit dem Gehirn machen, wie erlernte Hilflosigkeit entsteht und was konstruktiver Journalismus anders macht. Dazu kommt eine Anleitung für gesündere Medienkost: welche Nachrichten man braucht und welche nicht.

David nennt es im Podcast die „Bibel“ des Good News Magazins. Erschienen ist es 2022 bei Komplett-Media.

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*Affiliate-Link: Kaufst du darüber, bekommen wir eine kleine Provision, der Preis bleibt für dich gleich. David selbst rät im Gespräch zur Buchhandlung um die Ecke, dort lässt sich das Buch genauso bestellen.

Die zehn Prozent aus Sicht der Tiere

Eine redaktionelle Anmerkung, weil sie bei This Is Vegan dazugehört. David hat im Gespräch etwas getan, das viele Gäste vermeiden: Er hat ungefragt gesagt, dass er nicht komplett vegan lebt, und er hat erklärt, warum. Das rechnen wir ihm hoch an. Wer sich mit Perfektionsdruck schon einmal selbst zerlegt hat, erkennt sich darin wieder.

Trotzdem bleibt unsere Haltung dieselbe. Als offene Baustelle nennt David Käse, und für Käse braucht es Milch. Eine Kuh gibt sie, weil sie ein Kalb geboren hat, das ihr meist kurz nach der Geburt weggenommen wird. 2025 wurden in Deutschland rund 746 Millionen Landtiere geschlachtet, Fische nicht mitgezählt (Destatis). Für das einzelne Tier macht es keinen Unterschied, ob es zu den 90 oder zu den zehn Prozent eines Speiseplans gehört.

Davids Punkt mit dem Druck nehmen wir ernst. Vegan leben heißt für uns, Tieren so wenig wie möglich zu schaden. Fehlerfrei muss dafür niemand sein. Wer bei 90 Prozent steht, ist den größten Teil des Weges schon gegangen. Für den Rest haben wir einen Einstieg aufgeschrieben: Wie werde ich Veganer? Und die Käse-Empfehlungen schicken wir David nach Berlin.

So ist dieses Interview entstanden ●

Yannick Haldenwanger hat das Gespräch mit David Gaedt am 24. September 2026 remote über Riverside aufgenommen. Yannick saß im Studio, David war zugeschaltet. Für die Lesefassung haben wir das Gespräch gekürzt und sprachlich geglättet, ohne Aussagen zu verändern. Die Zahlen zu Team, Abos und Challenge sind Davids Angaben aus dem Gespräch, der Steckbrief stützt sich zusätzlich auf goodnews-magazin.de (Stand Oktober 2026). Die komplette Folge findest du oben im Player sowie auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts. Fotos: Good News Magazin, vom Gast bereitgestellt.

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