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Graue Katze sitzt neben einem weissen automatischen Futterautomaten, der Vorratsbehaelter ist gefuellt, der Napf leer
Der Behälter ist voll, der Napf leer: Genau so sieht ein Cloud-Ausfall aus. Foto: Adobe Stock
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38 Stunden lang waren die Server von Petlibro gestört, und in Wohnungen auf mehreren Kontinenten blieben Futterautomaten stumm. Der Hersteller sagt, die gespeicherten Fütterungszeiten seien lokal weitergelaufen. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer berichten das Gegenteil. Der Fall zeigt, wie viel Vertrauen wir Geräten geben, die zwischen einem Tier und seiner Mahlzeit stehen.

Was passiert ist

Petlibro verkauft vernetzte Geräte für Hunde und Katzen: Futterautomaten, Trinkbrunnen, selbstreinigende Katzentoiletten. Alles läuft über eine App, alles hängt an der Cloud des Herstellers.

Am Dienstag, 11. August 2026, um 5 Uhr pazifischer Zeit, also 14 Uhr bei uns, brach diese Cloud zusammen. Nach Angaben des Unternehmens waren der App-Zugriff, die Verbindung zu den Geräten, die Fernsteuerung und die Ersteinrichtung betroffen. Behoben war die Störung erst am Mittwochabend um 19 Uhr pazifischer Zeit, bei uns also am Donnerstagmorgen um 4 Uhr. Macht 38 Stunden.

Brennendes Serverrack in einem Rechenzentrum, Funken fliegen
Symbolbild. Was genau bei Petlibro ausfiel, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt. Foto: Adobe Stock

Der Widerspruch, um den es geht

Auf seiner Statusseite schreibt Petlibro, dass Fütterungspläne und andere Einstellungen, die vor der Störung auf dem Gerät gespeichert waren, lokal weitergelaufen seien, solange das Gerät nicht zurückgesetzt wurde. Wer während des Ausfalls etwas geändert habe, müsse damit rechnen, dass diese Änderung verloren ging.

In Foren und sozialen Netzwerken liest sich das anders. Dort berichten Halterinnen und Halter von Automaten, die einfach nichts ausgaben, von Geräten, die offline blieben und sich nicht neu verbinden ließen, und von Tieren, die auf eine Mahlzeit warteten, die nie kam. Betroffen waren nach diesen Berichten Granary- und RFID-Futterautomaten, Dockstream-Trinkbrunnen und die Luma-Katzentoilette.

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Beide Darstellungen stehen nebeneinander, und keine davon lässt sich von außen unabhängig überprüfen. Was sich sagen lässt: Ein Gerät, das seine Grundfunktion nur mit fremden Servern erfüllt, hat einen Fehlerpunkt, den die Besitzerin nicht kontrollieren kann.

Getigerte Katze leckt sich erwartungsvoll die Schnauze vor hellblauem Hintergrund
Ein Tier kann die Wohnungstür nicht öffnen. Es kann nur warten. Foto: Adobe Stock

Warum uns das etwas angeht

Ein Futterautomat ist kein Lichtschalter. Wenn die smarte Lampe streikt, ist der Abend dunkel. Wenn der Futterautomat streikt, während jemand auf Dienstreise ist, hungert ein Lebewesen, das die Wohnungstür nicht öffnen kann.

Besonders eng wird es bei Tieren, deren Fütterung ohnehin genau getaktet ist. Katzen mit Diabetes brauchen ihre Mahlzeiten in festen Abständen. Junge Tiere fressen mehrere kleine Portionen am Tag. Und wer sein Tier auf eine bestimmte Ernährungsform umgestellt hat, achtet meist besonders genau auf Menge und Zeitpunkt.

Was du jetzt konkret tun kannst

  • Prüf, ob dein Automat ohne Internet füttert. Zieh den Router ab, warte auf die nächste programmierte Fütterung und sieh nach, ob sie kommt. Das ist der einzige Test, der zählt.
  • Halt eine Portion offen zugänglich, wenn du länger weg bist. Bei Trockenfutter ist ein zusätzlicher Napf die simpelste Absicherung.
  • Gib jemandem einen Schlüssel. Nachbarin, Freund, Tiersitterin. Ein Mensch, der nachsehen kann, schlägt jede Push-Benachrichtigung.
  • Verlass dich nicht auf die App-Meldung. Bei einem Cloudausfall fällt auch die Benachrichtigung aus, dass etwas nicht funktioniert hat. Du erfährst vom Problem also womöglich gar nicht.
  • Zwei Geräte sind besser als eines, wenn du oft und lange weg bist. Am besten von zwei verschiedenen Herstellern, damit nicht beide gleichzeitig ausfallen.
Heller Labrador hält einen leeren Edelstahl-Futternapf im Maul und blickt in die Kamera
Die simpelste Absicherung gegen jeden Serverausfall ist ein Mensch mit Schlüssel. Foto: Adobe Stock

Die größere Frage

Der Fall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Geschichten ein. Vernetzte Geräte werden verkauft, als wären sie Haushaltsgegenstände, aber sie funktionieren wie Abonnements: Sie brauchen einen laufenden Dienst im Hintergrund, und dieser Dienst gehört jemand anderem.

Bei einem Lautsprecher ist das ärgerlich. Bei einem Gerät, das die Ernährung eines Tieres steuert, ist es eine Frage der Verantwortung. Wer solche Automaten verkauft, sollte die Grundfunktion vollständig auf dem Gerät ablegen und das auch nachweisbar machen. Bis das Standard ist, bleibt die Absicherung Sache der Halterinnen und Halter.

Wer sich ohnehin gerade mit der Fütterung seines Tieres beschäftigt: Wir haben den Wissenschafts-Guide zur veganen Hundeernährung, den Faktencheck zur Katze und die Liste, was Hunde essen dürfen und was nicht.

Woher die Angaben stammen

Beginn, Ende und Umfang der Störung sowie die Aussage zu lokal gespeicherten Zeitplänen stammen von der offiziellen Statusseite von Petlibro, abgerufen am 14. August 2026. Die Dauer von 38 Stunden haben wir aus den dort genannten Zeitpunkten selbst berechnet. Die Nutzerberichte über ausgefallene Fütterungen stammen aus Foren und sozialen Netzwerken und ließen sich nicht unabhängig überprüfen, deshalb stehen sie hier als Berichte und nicht als Tatsache. Gegengelesen haben wir die Darstellungen von derstandard.de, winfuture.de und blogspan.net.

Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Was passiert ist?
Petlibro verkauft vernetzte Geräte für Hunde und Katzen: Futterautomaten, Trinkbrunnen, selbstreinigende Katzentoiletten. Alles läuft über eine App, alles hängt an der Cloud des Herstellers. Am Dienstag, 11. August 2026, um 5 Uhr pazifischer Zeit, also 14 Uhr bei uns, brach diese Cloud zusammen.
Warum uns das etwas angeht?
Ein Futterautomat ist kein Lichtschalter. Wenn die smarte Lampe streikt, ist der Abend dunkel. Wenn der Futterautomat streikt, während jemand auf Dienstreise ist, hungert ein Lebewesen, das die Wohnungstür nicht öffnen kann. Besonders eng wird es bei Tieren, deren Fütterung ohnehin genau getaktet ist. Katzen mit Diabetes brauchen ihre Mahlzeiten in festen Abständen.
Was du jetzt konkret tun kannst?
Prüf, ob dein Automat ohne Internet füttert. Zieh den Router ab, warte auf die nächste programmierte Fütterung und sieh nach, ob sie kommt. Das ist der einzige Test, der zählt. Halt eine Portion offen zugänglich, wenn du länger weg bist. Bei Trockenfutter ist ein zusätzlicher Napf die simpelste Absicherung. Gib jemandem einen Schlüssel. Nachbarin, Freund, Tiersitterin.
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Schon zu Gast waren u. a. Sarah Connor, Hannes Jaenicke, Paul Watson, Patrik Baboumian, Bibi Heinicke, Atze Schröder, Kerstin Ott, Dr. Zoe Mayer, Maya Leinenbach und Femke Den Haas und viele weitere.

Seit 2019 · This Is Vegan · unabhängig, vegan, manchmal unbequem


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