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Hand hält eine Lebensmittelverpackung und liest die Zutatenliste im Supermarkt
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Die meisten E-Nummern sind vegan, aber eine Handvoll ist tierisch und eine weitere Gruppe kann tierisch sein, ohne dass das Etikett es verrät. Sicher tierisch sind zum Beispiel E120 (Karmin aus Schildläusen), E441 (Gelatine) und E904 (Schellack). Kritisch, weil die Herkunft offen bleibt, sind unter anderem E471, E322 und E627. Diese Liste sortiert alle wichtigen Zusatzstoffe nach Ampel, damit du im Supermarkt in Sekunden Bescheid weißt.

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Wenn du eine konkrete Nummer nachschlagen willst, statt die ganze Liste zu lesen: Unser E-Nummern-Checker gibt dir zu jeder Nummer direkt die Einstufung aus. Tippen, Ergebnis, fertig.

Kurz zum Prinzip. E-Nummern sind einfach europaweit standardisierte Codes für zugelassene Zusatzstoffe. Die Nummer sagt nichts darüber aus, ob ein Stoff pflanzlich oder tierisch ist. Genau da liegt der Haken: Ein und dieselbe Nummer kann je nach Hersteller aus Raps oder aus Rinderfett stammen.

Bunte Gummibärchen und Schokoladenstücke auf einem hellen Teller

Süßwaren sind die Kategorie mit den meisten Stolperfallen.

Rot: Diese E-Nummern sind sicher tierisch

Diese Zusatzstoffe stammen praktisch immer von Tieren. Wenn eine davon in der Zutatenliste steht, ist das Produkt nicht vegan. Einzelne Nummern schlägst du am schnellsten im E-Nummern-Checker nach, dort sind 113 Zusatzstoffe hinterlegt.

E-Nummer Name Herkunft Funktion
E120 Karmin, Cochenille, Karminsäure Schildläuse Roter Farbstoff
E441 Gelatine Knochen und Häute von Schwein/Rind Gelier- und Verdickungsmittel
E901 Bienenwachs von Bienen produziert Überzugs- und Trennmittel
E904 Schellack Ausscheidung der Lackschildlaus Überzugsmittel (Glanz)
E913 Wollwachs, Lanolin Fett aus Schafwolle Überzugs- und Trennmittel
E966 Lactit aus Milchzucker (Lactose) Süßungsmittel
E1105 Lysozym aus Hühnerei Konservierungsmittel

Quelle für die Einstufungen: PETA Deutschland. E120 ist der Klassiker, der viele überrascht: Der leuchtend rote Farbstoff steckt in Süßigkeiten, Getränken, Wurstimitaten und Kosmetik und wird aus getrockneten Schildläusen gewonnen. E966 (Lactit) und E1105 (Lysozym) sind heimtückischer, weil sie kaum jemand auf dem Schirm hat: Ersteres kommt aus Milchzucker, Letzteres aus Eiklar.

Infografik: E-Nummern-Ampel mit tierischen, unsicheren und veganen Zusatzstoffen

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Die E-Nummern-Ampel zum Merken und Mitnehmen. Diese Grafik darfst du gerne speichern und teilen. Wenn du sie weiterverwendest, verlinke bitte auf diesen Artikel.

Gelb: Potenziell tierisch, Herkunft nicht erkennbar

Das ist die schwierige Gruppe. Diese Stoffe können aus pflanzlichen oder aus tierischen Quellen stammen, und das Etikett macht meist keinen Unterschied. Ob vegan oder nicht, hängt am Hersteller.

E-Nummer Name Kann stammen aus Funktion
E322 Lecithin meist Soja (vegan), selten Eigelb Emulgator
E471 Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren Pflanzenöl oder Tierfett Emulgator
E472a-f Ester der Mono-/Diglyceride Pflanzenöl oder Tierfett Emulgator
E570 Fettsäuren pflanzlich, mineralisch, synthetisch, tierisch nicht ausgeschlossen Trenn-/Überzugsmittel
E585 Eisen-II-Lactat (Eisenlactat) kann tierisch sein Farbstabilisator
E627 Dinatriumguanylat Fisch, Fleisch oder Fermentation Geschmacksverstärker
E631 Dinatriuminosinat Fisch, Fleisch oder Fermentation Geschmacksverstärker
E640 Glycin und sein Natriumsalz kann tierisch sein Geschmacksverstärker

Zu E570, E585, E627, E631 und E640: Bei all diesen Stoffen lässt sich eine tierische Herkunft in der Produktion nicht ausschließen, die Angabe fehlt aber auf dem Etikett (PETA, VeganBlatt). E627 und E631 tauchen fast immer als Duo in Chips und herzhaften Snacks auf. Beide werden heute oft fermentativ aus Zucker oder Tapiokastärke hergestellt und sind dann vegan, aber eben nicht immer (Openfoodfacts).

E471 ist der mit Abstand häufigste Wackelkandidat. Er steckt in Backwaren, Margarine, Eis und unzähligen Fertigprodukten und wird überwiegend aus pflanzlichen Ölen gewonnen, gelegentlich aber aus tierischen Fetten. Am Etikett erkennst du den Unterschied nicht.

Bei E322 (Lecithin) ist die Lage entspannter: Das allermeiste kommt aus Soja oder Sonnenblume und ist vegan. Steht ausdrücklich “Sojalecithin” oder “Sonnenblumenlecithin” da, bist du auf der sicheren Seite.

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Der einfachste Weg um die Liste herum

Produkte mit V-Label oder Veganblume ersparen dir die Etiketten-Detektivarbeit komplett. Bei KoRo ist der Großteil des Sortiments entsprechend gekennzeichnet, was Vorratskäufe deutlich entspannter macht.

Grün: Diese E-Nummern sind sicher vegan

Zur Entwarnung, denn die Liste der unkritischen Zusatzstoffe ist lang. Ein paar der häufigsten, die dich nicht beunruhigen müssen:

E-Nummer Name Herkunft
E100 Kurkumin Kurkumawurzel
E160a Carotin Pflanzen, Algen
E300 Ascorbinsäure (Vitamin C) synthetisch/pflanzlich
E330 Zitronensäure Fermentation
E406 Agar-Agar Rotalgen
E410 Johannisbrotkernmehl Johannisbrotbaum
E440 Pektin Obst (Äpfel, Zitrus)

Diese und viele weitere Nummern im Bereich der pflanzlichen Farb-, Gelier- und Säuerungsmittel sind für vegan lebende Menschen kein Problem.

Warum das Ganze überhaupt so undurchsichtig ist? Weil das Lebensmittelrecht Hersteller nicht verpflichtet, die Herkunft eines Zusatzstoffs anzugeben. Ob das Mono-Diglycerid aus Palmöl oder aus Schweineschmalz kommt, ist rechtlich egal, deklariert wird beides als E471. Solange sich das nicht ändert, bleibt die gelbe Gruppe eine Vertrauensfrage an den Hersteller. Genau deshalb sind Vegan-Siegel Gold wert: Sie nehmen dir die Recherche ab.

Infografik: in vier Schritten ein Etikett auf tierische Zusatzstoffe prüfen

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Die Etiketten-Prüfung in vier Schritten. Diese Grafik darfst du gerne speichern und teilen. Wenn du sie weiterverwendest, verlinke bitte auf diesen Artikel.

So prüfst du die Zutatenliste in der Praxis

Die Ampel im Kopf zu haben ist die halbe Miete. Der Rest ist Routine am Regal. So gehst du vor:

  1. Scanne nach den roten Nummern. E120, E441, E901, E904, E913, E966 und E1105. Findest du eine, leg das Produkt zurück.
  2. Bei gelben Nummern kurz stutzen. Steht E471, E570, E627, E631 oder E640 drauf, ist das Produkt nicht automatisch tierisch, aber ungeklärt. Achte auf ein Vegan-Siegel auf der Packung. Fehlt es, hilft im Zweifel eine kurze Nachfrage beim Hersteller.
  3. Vegan-Siegel schlägt E-Nummer. Trägt ein Produkt die Veganblume oder das V-Label, sind die Zutaten geprüft. Dann musst du die gelben Nummern nicht mehr einzeln durchgehen.
  4. Nummer unklar? Nachschlagen. Genau dafür gibt es unseren E-Nummern-Checker: Nummer eingeben, Einstufung ablesen. Praktisch, wenn du direkt vor dem Regal stehst.

Ein Sonderfall verdient eigene Aufmerksamkeit: Gelatine läuft dir selten als E441 über den Weg, sondern meist ausgeschrieben als “Gelatine” oder versteckt in Formulierungen wie “Trägerstoff” bei Vitaminen und in Klärhilfen bei Säften und Wein. Wie du sie zuverlässig entlarvst und was du stattdessen nimmst, steht in unserem Ratgeber zum Gelatine erkennen und ersetzen.

Noch ein ehrlicher Hinweis zur Einordnung. Die kritischen tierischen E-Nummern sind selten. In den allermeisten verarbeiteten Produkten geht es nur um die gelbe Gruppe, und dort um Emulgatoren wie E471. Wer auf Siegel achtet und die sieben roten Nummern kennt, fischt die meisten Fallen problemlos raus.

Illustration einer Lupe über einem Süßigkeitenglas im Doodle-Stil

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Wie man Etiketten liest und welche Zusatzstoffe wirklich relevant sind, ordnen Fachleute im Plantbased Podcast ein.

Häufige Fragen zu E-Nummern und veganer Ernährung

Welche E-Nummern sind nicht vegan?

Sicher tierisch sind E120 (Karmin), E441 (Gelatine), E901 (Bienenwachs), E904 (Schellack), E913 (Wollwachs), E966 (Lactit) und E1105 (Lysozym). Potenziell tierisch, weil die Herkunft offen bleibt, sind unter anderem E471, E322, E570, E585, E627, E631 und E640 (PETA).

Welche E-Nummern sind vegan?

Die meisten. Sicher vegan sind zum Beispiel E100 (Kurkumin), E160a (Carotin), E300 (Vitamin C), E330 (Zitronensäure), E406 (Agar-Agar), E410 (Johannisbrotkernmehl) und E440 (Pektin). Die E-Nummer allein sagt aber nichts über die Herkunft aus, weshalb sich bei unklaren Nummern ein Blick in den E-Nummern-Checker lohnt.

Ist E471 vegan?

E471 (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren) kann pflanzlich oder tierisch sein. Meist wird der Emulgator aus Pflanzenölen hergestellt, gelegentlich aus tierischen Fetten. Am Etikett ist der Unterschied nicht erkennbar. Sicherheit gibt nur ein Vegan-Siegel oder eine Herstelleranfrage.

Ist Lecithin (E322) vegan?

In der Regel ja. Das meiste Lecithin stammt aus Soja oder Sonnenblume und ist vegan. Theoretisch kann es aus Eigelb gewonnen werden, das ist bei Lebensmitteln aber die Ausnahme. Steht “Sojalecithin” oder “Sonnenblumenlecithin” auf der Packung, ist es eindeutig pflanzlich.

Sind E627 und E631 vegan?

Nicht sicher. Die beiden Geschmacksverstärker in Chips und Snacks können aus Fisch oder Fleisch stammen, werden heute aber oft fermentativ aus Zucker oder Tapiokastärke gewonnen und sind dann vegan (Openfoodfacts). Ohne Vegan-Siegel oder Herstellerangabe bleibt die Herkunft offen.

Lupe liegt neben einer schlichten Lebensmittelverpackung auf einem Küchentisch

Die Herkunft eines Zusatzstoffs steht nirgends. Genau das macht die gelbe Gruppe so zäh.

Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Welche E-Nummern sind nicht vegan?
Sicher tierisch sind E120 (Karmin), E441 (Gelatine), E901 (Bienenwachs), E904 (Schellack), E913 (Wollwachs), E966 (Lactit) und E1105 (Lysozym). Potenziell tierisch, weil die Herkunft offen bleibt, sind unter anderem E471, E322, E570, E585, E627, E631 und E640 (PETA).
Welche E-Nummern sind vegan?
Die meisten. Sicher vegan sind zum Beispiel E100 (Kurkumin), E160a (Carotin), E300 (Vitamin C), E330 (Zitronensäure), E406 (Agar-Agar), E410 (Johannisbrotkernmehl) und E440 (Pektin). Die E-Nummer allein sagt aber nichts über die Herkunft aus, weshalb sich bei unklaren Nummern ein Blick in den E-Nummern-Checker lohnt.
Ist E471 vegan?
E471 (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren) kann pflanzlich oder tierisch sein. Meist wird der Emulgator aus Pflanzenölen hergestellt, gelegentlich aus tierischen Fetten. Am Etikett ist der Unterschied nicht erkennbar. Sicherheit gibt nur ein Vegan-Siegel oder eine Herstelleranfrage.
Ist Lecithin (E322) vegan?
In der Regel ja. Das meiste Lecithin stammt aus Soja oder Sonnenblume und ist vegan. Theoretisch kann es aus Eigelb gewonnen werden, das ist bei Lebensmitteln aber die Ausnahme. Steht “Sojalecithin” oder “Sonnenblumenlecithin” auf der Packung, ist es eindeutig pflanzlich.
Sind E627 und E631 vegan?
Nicht sicher. Die beiden Geschmacksverstärker in Chips und Snacks können aus Fisch oder Fleisch stammen, werden heute aber oft fermentativ aus Zucker oder Tapiokastärke gewonnen und sind dann vegan (Openfoodfacts). Ohne Vegan-Siegel oder Herstellerangabe bleibt die Herkunft offen. Die Herkunft eines Zusatzstoffs steht nirgends. Genau das macht die gelbe Gruppe so zäh.
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Schon zu Gast waren u. a. Sarah Connor, Hannes Jaenicke, Paul Watson, Patrik Baboumian, Bibi Heinicke, Atze Schröder, Kerstin Ott, Dr. Zoe Mayer, Maya Leinenbach und Femke Den Haas und viele weitere.

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