Kichererbsen-Curry mit Kokosmilch und Spinat: das 30-Minuten-Rezept aus zwei Dosen

Kichererbsen-Curry ist das Rezept, das in unserer Küche läuft, wenn der Kühlschrank leer ist und der Vorratsschrank nicht. Zwei Dosen Kichererbsen, eine Dose Tomaten, eine Dose Kokosmilch, Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und die Gewürze, die ohnehin im Regal stehen. Dazu eine Handvoll Spinat, frisch oder aus dem Tiefkühler, und in 30 Minuten steht ein Curry für vier auf dem Tisch, das am nächsten Tag noch besser schmeckt. Wer wissen will, was in Kichererbsen steckt und wie man sie selbst kocht, liest unseren Kichererbsen-Guide.
Warum dieses Curry funktioniert
Der Unterschied zu einem müden Dosengericht liegt in der Reihenfolge. Die Gewürze werden kurz im Öl geröstet, bevor Flüssigkeit dazukommt, das holt das Aroma raus. Das Tomatenmark kommt vor den Tomaten in den Topf und wird mitgeröstet. Und ganz am Ende bekommt das Curry Säure und Frische: Limettensaft und Koriander, erst dann ist es rund. Die Kichererbsen aus der Dose sind bereits gekocht; sie ziehen in der Sauce nur noch durch, deshalb reicht die kurze Garzeit. Tomaten dürfen hier von Anfang an rein, weil nichts mehr weich werden muss.
Zutaten für 4 Portionen
- 2 Dosen Kichererbsen (je 400 g, abgetropft etwa 480 g) oder 500 g selbst gekochte
- 1 große Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 1 Stück Ingwer (etwa 3 cm)
- 2 EL Rapsöl oder Kokosöl
- 1 EL Currypulver
- 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 1 TL Koriander, gemahlen
- 1/2 TL Kurkuma
- 1/2 TL Chiliflocken (nach Geschmack)
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Dose stückige Tomaten (400 g)
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml)
- 150 g Blattspinat (frisch oder tiefgekühlt)
- 1 TL Salz, schwarzer Pfeffer
- 1 TL Garam Masala (optional, zum Schluss)
- Saft einer halben Limette
- 1/2 Bund frischer Koriander (oder Petersilie)
Dazu: Basmatireis oder Fladenbrot. Bei gekauftem Naan lohnt der Blick auf die Zutaten, viele enthalten Joghurt oder Ghee.

Zubereitung
- Vorbereiten. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken oder reiben. Kichererbsen in ein Sieb gießen und abspülen. Reis nach Packung aufsetzen.
- Zwiebel anschwitzen. Öl in einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Zwiebel bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten glasig dünsten, Knoblauch und Ingwer zugeben und eine Minute mitdünsten.
- Gewürze rösten. Currypulver, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Chiliflocken in den Topf geben und 30 Sekunden unter Rühren rösten, bis es duftet. Tomatenmark zugeben und eine weitere Minute rösten.
- Sauce ansetzen. Stückige Tomaten und Kokosmilch einrühren, Salz zugeben. Aufkochen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
- Kichererbsen durchziehen lassen. Kichererbsen zugeben und 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln. Wer das Curry cremiger mag, zerdrückt ein paar Kichererbsen mit dem Löffel am Topfrand.
- Spinat und Finish. Spinat unterrühren und zusammenfallen lassen (tiefgekühlten Spinat 2 bis 3 Minuten länger). Garam Masala und Limettensaft einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Servieren. Mit gehacktem Koriander auf Reis oder mit Fladenbrot servieren.
Varianten
- Mit Kürbis. 400 g Hokkaido in Würfeln nach dem Anschwitzen zugeben und mit der Sauce 15 Minuten köcheln, bevor die Kichererbsen dazukommen. Der Kürbis braucht die längere Zeit, die Kichererbsen nicht.
- Mit Süßkartoffel. Wie Kürbis, gewürfelt und 15 Minuten in der Sauce garen. Passt gut mit etwas mehr Chili.
- Mit Blumenkohl. Röschen mit den Tomaten zugeben, 10 Minuten köcheln, dann Kichererbsen. Mehr Gemüse, mehr Biss.
- Schärfer und indischer. Eine frische grüne Chili mit dem Ingwer anschwitzen, am Ende einen Teelöffel Garam Masala mehr. Wer ein klassisches Chana Masala will, lässt die Kokosmilch weg und nimmt stattdessen 100 ml Wasser, das Curry wird dann tomatiger und schärfer.
- Aus selbst gekochten Kichererbsen. 200 g getrocknete Kichererbsen ergeben eingeweicht und gekocht etwa 500 g. Wie das geht, steht im Kichererbsen-Guide.

Vorbereiten, Aufbewahren, Einfrieren
Das Curry hält im Kühlschrank drei bis vier Tage und schmeckt am zweiten Tag intensiver. Beim Aufwärmen einen Schuss Wasser zugeben, weil die Kichererbsen Flüssigkeit aufnehmen. Einfrieren funktioniert gut, in Portionen bis zu drei Monate; den Spinat kannst du beim Aufwärmen auch frisch dazugeben, dann bleibt er grün. Für Meal-Prep das Curry ohne Koriander und Limette einfrieren und beides erst beim Servieren zugeben.
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Häufige Fragen
Welche Kokosmilch ist die richtige?
Die aus der Dose mit mindestens 60 Prozent Kokosnussanteil, nicht der Kokosdrink aus dem Tetrapak. Der Drink ist zu dünn, das Curry wird wässrig. Light-Kokosmilch geht, macht das Curry aber weniger cremig.
Kann ich das Curry ohne Kokosmilch machen?
Ja. 100 ml Wasser oder Gemüsebrühe statt Kokosmilch ergibt ein tomatenbetontes Chana Masala. Für Cremigkeit ohne Kokos: 2 EL Cashewmus oder ein Löffel Mandelmus zum Schluss einrühren.
Kann ich tiefgekühlten Spinat nehmen?
Ja, direkt gefroren in den Topf, 2 bis 3 Minuten länger köcheln. Blattspinat ist besser als Rahmspinat, der ist meist nicht vegan.
Wie viel Eiweiß hat eine Portion?
Eine Portion enthält rund 120 g abgetropfte Kichererbsen, das entspricht etwa 11 g Eiweiß (USDA: 8,9 g pro 100 g gekocht), dazu ein kleiner Beitrag aus Kokosmilch und Spinat. Mit Reis wird daraus ein vollwertiges Hauptgericht.
So haben wir das Rezept entwickelt
Das Rezept folgt dem Aufbau eines nordindischen Kichererbsen-Currys mit Kokosmilch: Gewürze und Tomatenmark rösten, Sauce reduzieren, gekochte Kichererbsen durchziehen lassen, Säure und Kräuter zum Schluss. Die Eiweißangabe stammt aus der USDA-Datenbank (Eintrag 173757), die Hinweise zu Kochzeit und Säure bei Hülsenfrüchten vom Bundeszentrum für Ernährung. Die Fotos sind Symbolbilder von Adobe Stock. Wenn du das Rezept nachkochst und etwas anders machst, schreib uns, wir nehmen Verbesserungen auf.
FAQ - Das fragen andere
Warum dieses Curry funktioniert?
Welche Kokosmilch ist die richtige?
Kann ich das Curry ohne Kokosmilch machen?
Kann ich tiefgekühlten Spinat nehmen?
Wie viel Eiweiß hat eine Portion?
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