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Verschiedene Hülsenfrüchte auf Holzlöffeln: rote Linsen, Mungbohnen, Kichererbsen, Kidneybohnen und weiße Bohnen
Hülsenfrüchte in ihrer ganzen Bandbreite: Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Bohnen. Foto: Adobe Stock, Symbolbild
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Hülsenfrüchte sind der Teil der veganen Küche, über den am wenigsten geredet wird und der am meisten trägt. Linsen, Kichererbsen und Bohnen liefern Eiweiß, Ballaststoffe und Eisen, kosten fast nichts und halten im Vorratsschrank jahrelang. Dieser Guide beantwortet die Fragen, die du wirklich hast: Was zählt alles dazu, was steckt in 100 g drin, wie lange muss was kochen, wie kriegst du die Blähungen in den Griff, und was hat das mit Tieren und Klima zu tun.

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Die Kurzfassung

  • Hülsenfrüchte sind die Samen von Schmetterlingsblütlern: Linsen, Erbsen, Kichererbsen, alle Bohnen, Sojabohnen, Lupinen. Erdnüsse gehören botanisch auch dazu.
  • Gekocht liefern sie zwischen 8,7 und 9,7 g Eiweiß pro 100 g, dazu 6 bis 9 g Ballaststoffe (Werte: USDA-Datenbank, Tabelle unten).
  • Rote und gelbe Linsen brauchen kein Einweichen und sind in 5 bis 15 Minuten gar. Kichererbsen und Bohnen weichst du 8 bis 12 Stunden ein und kochst sie 60 bis 90 Minuten (BZfE).
  • Rohe Bohnen sind giftig. Das Lektin Phasin wird erst durch Kochen zerstört, schonendes Dämpfen reicht nicht (BfR).
  • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt seit 2024 „mindestens einmal in der Woche Hülsenfrüchte”.
  • Pro 100 g Eiweiß verursachen Erbsen 0,4 kg CO2-Äquivalente, Rindfleisch 50 kg (Poore und Nemecek, Science 2018).

Was gehört alles zu den Hülsenfrüchten?

Botanisch sind Hülsenfrüchte die Samen der Leguminosen, also der Pflanzenfamilie, deren Früchte in einer Hülse wachsen. In der Küche zählt dazu:

  • Linsen: Tellerlinsen (die klassischen braunen), rote und gelbe Linsen (geschält, zerfallen beim Kochen), Berglinsen, Belugalinsen und Puy-Linsen (bleiben bissfest).
  • Kichererbsen: die Basis für Hummus, Falafel und Currys. Kichererbsenmehl ist der Klassiker für vegane Omeletts, unser Kichererbsen-Omelett-Rezept zeigt, wie.
  • Bohnen: Kidneybohnen, schwarze Bohnen, weiße Bohnen (Cannellini, Riesenbohnen), Pintobohnen, Wachtelbohnen, Adzukibohnen, Mungbohnen, dicke Bohnen (Ackerbohnen), grüne Bohnen als unreif geerntete Hülse.
  • Erbsen: getrocknete Schälerbsen für Erbsensuppe, grüne Erbsen frisch oder tiefgekühlt. Erbsenprotein ist die häufigste Basis für vegane Proteinpulver, mehr dazu in unserem Erbsenprotein-Artikel.
  • Sojabohnen: als Tofu, Tempeh, Edamame, Sojadrink. Wer Soja meidet, findet in unserem Guide „Vegan ohne Soja” Alternativen.
  • Lupinen: Süßlupinen aus heimischem Anbau, als Lupinenmehl, Lupinenjoghurt oder Lupinenfilet.
  • Erdnüsse: botanisch eine Hülsenfrucht, kulinarisch eine Nuss.

Weiße Bohnen, rote Linsen, Kidneybohnen und Mungbohnen nebeneinander auf hellem Untergrund

Nährwerte: Was in 100 g gekochten Hülsenfrüchten steckt

Die Zahlen stammen aus der Datenbank des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA FoodData Central, SR Legacy), jeweils für gekochte Ware ohne Salz. Gekocht heißt: Die Bohne hat Wasser aufgenommen, deshalb liegen die Werte pro 100 g deutlich unter denen für trockene Ware.

Hülsenfrucht (gekocht, 100 g) kcal Eiweiß Ballaststoffe Eisen Folat Magnesium
Linsen 116 9,0 g 7,9 g 3,3 mg 181 µg 36 mg
Kichererbsen 164 8,9 g 7,6 g 2,9 mg 172 µg 48 mg
Kidneybohnen 127 8,7 g 7,4 g 2,9 mg 130 µg 45 mg
Schwarze Bohnen 132 8,9 g 8,7 g 2,1 mg 149 µg 70 mg
Weiße Bohnen 139 9,7 g 6,3 g 3,7 mg 81 µg 63 mg
Infografik: Eiweiß pro 100 g in fünf gekochten Hülsenfrüchten, weiße Bohnen 9,7 g bis Kidneybohnen 8,7 g
Eiweiß in Hülsenfrüchten pro 100 g gekocht. Quelle: USDA. Grafik: This Is Vegan. Teilen erwünscht, mit Link auf diesen Artikel.
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Was die Tabelle zeigt: Die Unterschiede zwischen den Sorten sind klein. Wer Linsen mag, muss keine Kidneybohnen essen, um „mehr” zu bekommen. Linsen haben den Vorteil, dass sie ohne Einweichen auskommen und in einer halben Stunde auf dem Tisch stehen.

Ein Hinweis zum Eisen: Pflanzliches Eisen nimmt der Körper schlechter auf als Eisen aus Tierprodukten. Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme. Ein Spritzer Zitrone über das Linsengericht oder Paprika im Chili sind deshalb mehr als Geschmack.

Wenn du Hülsenfrüchte gezielt für den Sport einsetzt: Als Ergänzung zum Essen liefert ein Proteinpulver aus Erbsen und Reis ein vollständiges Aminosäureprofil. Welche Pulver unser Team in Deutschland verglichen hat, steht im Test veganer Proteinpulver.

Wie oft? Die DGE-Empfehlung seit 2024

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Empfehlungen im April 2024 neu gefasst. Hülsenfrüchte stehen darin zum ersten Mal mit einer eigenen Häufigkeit: „mindestens einmal in der Woche Hülsenfrüchte”, dazu „täglich eine kleine Handvoll Nüsse”. Eine Obergrenze nennt die DGE nicht. Für eine vegane Küche ist einmal pro Woche ohnehin die Untergrenze, weil Hülsenfrüchte hier die Rolle übernehmen, die im Mischkost-Alltag Fleisch, Wurst und Käse haben.

Einweichen und Kochzeiten: die Tabelle zum Ausdrucken

Die Zeiten stammen vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Im Schnellkochtopf verkürzt sich die Kochzeit um ein Viertel bis ein Drittel.

Hülsenfrucht Einweichen Kochzeit
Rote und gelbe Linsen (geschält) nicht nötig 5 bis 15 Minuten
Berg-, Beluga-, Puy-Linsen nicht nötig 20 bis 30 Minuten
Tellerlinsen optional, verkürzt die Kochzeit 15 bis 30 Minuten
Schälerbsen nicht nötig rund 30 Minuten
Ungeschälte Erbsen 8 bis 12 Stunden 60 bis 120 Minuten
Kichererbsen 8 bis 12 Stunden 60 bis 90 Minuten
Bohnen (Kidney, schwarz, weiß) 8 bis 12 Stunden 60 bis 90 Minuten

Drei Regeln, die das BZfE dazu gibt und die wir aus eigener Küche bestätigen können:

  1. Einweichwasser wegschütten und in frischem Wasser kochen. Das Einweichwasser enthält einen Teil der Stoffe, die für Blähungen sorgen.
  2. Salz darf von Anfang an rein. Es verlängert die Kochzeit nicht, im Gegenteil, es lockert die Zellstruktur.
  3. Säure erst zum Schluss. Essig, Zitrone und Tomaten verhindern das Weichwerden. Ins Chili kommen die Tomaten deshalb erst, wenn die Bohnen gar sind.

Getrocknete Kichererbsen in einer dunklen Schale auf einem Holztisch

Warum rohe Bohnen giftig sind

Das ist der Abschnitt, den du nicht überspringen solltest. Rohe Bohnen, auch grüne Bohnen aus dem Garten, enthalten das Lektin Phasin. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu im Juli 2021 eine eigene Warnung veröffentlicht: Schon der Verzehr weniger roher Samen führt häufig zu Bauchschmerzen und Übelkeit, in schweren Fällen zu blutigem Durchfall, Fieber und Blutdruckabfall. Die Beschwerden beginnen meist zwei bis drei Stunden nach dem Essen. Kinder sind wegen ihres geringen Körpergewichts besonders gefährdet.

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Phasin wird nur durch ausreichende Hitze zerstört. Das BfR schreibt ausdrücklich, dass schonende Garmethoden wie sanftes Dünsten oder Dämpfen für Bohnen nicht geeignet sind. Also: Bohnen immer richtig kochen, Kichererbsen und Linsen ebenfalls. Bohnen aus der Dose sind bereits gekocht und können direkt gegessen werden, kurz abspülen reicht.

Für Sprossen gilt dasselbe Prinzip: Bohnenkeimlinge aus Kidney- oder Gartenbohnen gehören nicht roh in den Salat. Mungbohnensprossen und Linsensprossen sind die Ausnahme, die im Handel als Rohkost verkauft wird.

Blähungen: Was hilft, was nicht

Hülsenfrüchte enthalten Oligosaccharide, die der Dünndarm nicht spaltet. Im Dickdarm übernehmen das Bakterien, und dabei entsteht Gas. Das ist normal und bei den meisten Menschen eine Frage der Gewöhnung. Was das BZfE empfiehlt und was sich in der Praxis bewährt:

  • Einweichen und das Wasser wegschütten. Der wichtigste Schritt.
  • Langsam steigern. Wer von null auf eine Bohnenpfanne am Tag springt, hat es sich selbst zuzuschreiben. Zwei- bis dreimal pro Woche kleine Portionen, dann steigern.
  • Rote Linsen zuerst. Geschälte Linsen sind für viele die verträglichste Sorte.
  • Dosenware abspülen. Die Flüssigkeit in der Dose enthält einen Teil der blähenden Stoffe.
  • Kümmel, Fenchel, Bohnenkraut. Traditionelle Gewürze in Bohnengerichten. Ob sie messbar wirken, ist wissenschaftlich schlecht belegt; sie schmecken auf jeden Fall.

Ausführlicher, inklusive der Frage, wann Blähungen ärztlich abgeklärt gehören, in unserem Artikel Vegan und Blähungen.

Dose oder trocken?

Beides hat seinen Platz. Trockene Ware ist billiger, kompakter und lässt dich den Biss steuern. Wer viel kocht, kauft Kichererbsen und Tellerlinsen im Kilobeutel, das ist pro Portion die günstigste Eiweißquelle im Supermarkt. Die Dose spart die Einweichnacht und ist die ehrliche Antwort auf einen Dienstagabend um 19 Uhr. Worauf du bei der Dose achten kannst: Flüssigkeit abgießen und die Bohnen abspülen, das reduziert Natrium und Blähstoffe. Gläser statt Dosen, wenn du BPA-frei bevorzugst. Kichererbsenwasser (Aquafaba) aus dem Glas ist übrigens die Basis für vegane Mousse au Chocolat und Baiser, wegschütten wäre Verschwendung.

Holzschüssel mit einer Mischung aus getrockneten Bohnen, Linsen und Kichererbsen von oben fotografiert

Tiere, Klima, Fläche: Warum Hülsenfrüchte der direkte Ersatz sind

Das ist der Punkt, an dem ein veganes Magazin nicht neutral bleibt. Hülsenfrüchte sind das Lebensmittel, das Tiere am direktesten vom Teller nimmt. Wo ein Linseneintopf steht, stand vorher ein Eintopf mit Wurst. Wo Kichererbsen im Curry sind, war vorher Hähnchen. Der Austausch funktioniert eins zu eins, mit derselben Sättigung und ohne dass ein Tier dafür geboren, gemästet und getötet wird.

Dazu kommen die Zahlen. Joseph Poore und Thomas Nemecek haben 2018 in Science die bis heute größte Auswertung von Lebensmittel-Ökobilanzen veröffentlicht (38.700 Betriebe in 119 Ländern). Pro 100 g Eiweiß ergeben sich daraus:

Eiweißquelle Treibhausgase pro 100 g Eiweiß Fläche pro 100 g Eiweiß
Rindfleisch (Mutterkuhhaltung) 49,9 kg CO2-Äquivalente 164 m²
Lamm 19,9 kg 185 m²
Käse 10,8 kg 40 m²
Schweinefleisch 7,6 kg 11 m²
Geflügel 5,7 kg 7 m²
Eier 4,2 kg 6 m²
Tofu 2,0 kg 2 m²
Andere Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen) 0,8 kg 7 m²
Erbsen 0,4 kg 3 m²
Infografik: CO2-Äquivalente pro 100 g Eiweiß, Rindfleisch 49,9 kg bis Erbsen 0,4 kg, dazu Flächenbedarf
Treibhausgase und Fläche pro 100 g Eiweiß. Quelle: Poore und Nemecek 2018. Grafik: This Is Vegan. Teilen erwünscht, mit Link auf diesen Artikel.
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Die Autor:innen betonen selbst, dass die Spannbreite innerhalb jeder Kategorie groß ist: Das beste Rindfleisch im Datensatz liegt weit unter dem Durchschnitt, das schlechteste weit darüber. Was sich in keiner Variante ändert, ist die Reihenfolge. Selbst das klimafreundlichste Rindfleisch verursacht ein Vielfaches der Emissionen von Linsen. Und die Fläche, die Weiden und Futteranbau brauchen, ist der Grund, warum die Ernährungswende ohne Hülsenfrüchte nicht funktioniert.

Was in dieser Rechnung nicht auftaucht, weil man es nicht in Kilogramm messen kann: Das Tier. Eine Kuh, die für 100 g Eiweiß nicht gehalten wird, ist keine Kuh, die im Schlachthof endet. Das ist der Kern, warum wir Hülsenfrüchte nicht als „Alternative” bezeichnen, sondern als das Original.

Rezepte und Ratgeber zum Weiterlesen

Gekochte braune Linsen in einer kleinen Schale mit einem Zweig Petersilie

Häufige Fragen zu Hülsenfrüchten

Was gehört alles zu den Hülsenfrüchten?

Linsen, Erbsen, Kichererbsen, alle Bohnenarten (Kidney, schwarze, weiße, Pinto, Adzuki, Mung, dicke Bohnen, grüne Bohnen), Sojabohnen und Lupinen. Erdnüsse zählen botanisch dazu, werden aber wie Nüsse verwendet.

Welche Hülsenfrucht hat am meisten Eiweiß?

Gekocht liegen alle nah beieinander: weiße Bohnen 9,7 g, Linsen 9,0 g, Kichererbsen und schwarze Bohnen je 8,9 g, Kidneybohnen 8,7 g pro 100 g (USDA). Sojabohnen und daraus gemachter Tofu liegen je nach Produkt darüber. Die Wahl kannst du nach Geschmack und Kochzeit treffen.

Kann man Hülsenfrüchte aus der Dose direkt essen?

Ja. Dosen- und Glasware ist bereits gekocht. Abgießen, abspülen, fertig. Nur trockene Bohnen müssen eingeweicht und gekocht werden.

Kann man jeden Tag Hülsenfrüchte essen?

Die DGE nennt ein Minimum („mindestens einmal in der Woche”) und keine Obergrenze. In vielen Küchen der Welt, von Indien bis Mexiko, stehen Hülsenfrüchte täglich auf dem Tisch. Wer sie neu in den Alltag holt, steigert die Menge am besten langsam, damit sich die Verdauung umstellen kann.

Wann sollte man keine Hülsenfrüchte essen?

Roh nie, wegen des Phasins. Bei bestehenden Erkrankungen des Verdauungstrakts oder bei einer Ernährungstherapie gehört die Frage in die ärztliche Beratung, nicht in einen Magazinartikel.

Muss man Linsen einweichen?

Rote, gelbe, Berg-, Beluga- und Puy-Linsen brauchen kein Einweichen. Tellerlinsen kannst du einweichen, dann sind sie in 20 bis 30 Minuten gar, ohne Einweichen dauert es etwas länger.

Wie wir recherchiert haben

Nährwerte: USDA FoodData Central, SR Legacy, Einträge 172421 (Linsen), 173757 (Kichererbsen), 175194 (Kidneybohnen), 173735 (schwarze Bohnen), 175203 (weiße Bohnen), jeweils gekocht ohne Salz, abgerufen am 7. September 2026. Einweich- und Kochzeiten: Bundeszentrum für Ernährung, „Hülsenfrüchte: Vom Einkauf in die Küche”. Phasin: BfR-Presseinformation „Bohnen nur gegart genießen” vom 19. Juli 2021 sowie BfR-Stellungnahme 03/2024 zu Lektinen. DGE-Empfehlung: Infoblatt „Die DGE-Empfehlungen”, Stand 30. April 2024. Klima- und Flächendaten: Poore und Nemecek, „Reducing food's environmental impacts through producers and consumers”, Science 360 (2018), 987 bis 992, Werte pro 100 g Eiweiß nach der Aufbereitung von Our World in Data. Die Ökobilanzwerte sind globale Mittelwerte mit großer Spannbreite; deutsche Betriebe können darüber oder darunter liegen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung.

Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Was gehört alles zu den Hülsenfrüchten?
Botanisch sind Hülsenfrüchte die Samen der Leguminosen, also der Pflanzenfamilie, deren Früchte in einer Hülse wachsen. In der Küche zählt dazu: Linsen: Tellerlinsen (die klassischen braunen), rote und gelbe Linsen (geschält, zerfallen beim Kochen), Berglinsen, Belugalinsen und Puy-Linsen (bleiben bissfest). Kichererbsen: die Basis für Hummus, Falafel und Currys.
Wie oft? Die DGE-Empfehlung seit 2024?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Empfehlungen im April 2024 neu gefasst. Hülsenfrüchte stehen darin zum ersten Mal mit einer eigenen Häufigkeit: „mindestens einmal in der Woche Hülsenfrüchte”, dazu „täglich eine kleine Handvoll Nüsse”. Eine Obergrenze nennt die DGE nicht.
Warum rohe Bohnen giftig sind?
Das ist der Abschnitt, den du nicht überspringen solltest. Rohe Bohnen, auch grüne Bohnen aus dem Garten, enthalten das Lektin Phasin. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu im Juli 2021 eine eigene Warnung veröffentlicht: Schon der Verzehr weniger roher Samen führt häufig zu Bauchschmerzen und Übelkeit, in schweren Fällen zu blutigem Durchfall, Fieber und Blutdruckabfall.
Dose oder trocken?
Beides hat seinen Platz. Trockene Ware ist billiger, kompakter und lässt dich den Biss steuern. Wer viel kocht, kauft Kichererbsen und Tellerlinsen im Kilobeutel, das ist pro Portion die günstigste Eiweißquelle im Supermarkt. Die Dose spart die Einweichnacht und ist die ehrliche Antwort auf einen Dienstagabend um 19 Uhr.
Was gehört alles zu den Hülsenfrüchten?
Linsen, Erbsen, Kichererbsen, alle Bohnenarten (Kidney, schwarze, weiße, Pinto, Adzuki, Mung, dicke Bohnen, grüne Bohnen), Sojabohnen und Lupinen. Erdnüsse zählen botanisch dazu, werden aber wie Nüsse verwendet.
Welche Hülsenfrucht hat am meisten Eiweiß?
Gekocht liegen alle nah beieinander: weiße Bohnen 9,7 g, Linsen 9,0 g, Kichererbsen und schwarze Bohnen je 8,9 g, Kidneybohnen 8,7 g pro 100 g (USDA). Sojabohnen und daraus gemachter Tofu liegen je nach Produkt darüber. Die Wahl kannst du nach Geschmack und Kochzeit treffen.
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