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Mandelmilch im Glas, umgeben von ganzen Mandeln auf Jute und Holz
Mandelmilch im Glas. Symbolbild. Foto: Adobe Stock

Mandelmilch ist ein Pflanzendrink aus gemahlenen Mandeln und Wasser, der mild nussig schmeckt und ungesüßt nur rund 14 bis 22 kcal pro 100 ml hat. Viel Mandel steckt allerdings nicht drin: Die gängigen Drinks im Supermarkt bestehen zu 2 bis 3 Prozent aus Mandeln, der Rest ist Wasser. Entsprechend wenig Eiweiß liefert sie. Beim Klima steht Mandelmilch gut da, beim Wasser ist sie die Sorte mit der schwierigsten Bilanz.

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Kurz gesagt

  • Mandelanteil: meist 2 bis 3 Prozent. Selbstgemacht bestimmst du ihn selbst.
  • Nährwerte: sehr kalorienarm, aber nur 0,5 bis 0,9 g Eiweiß pro 100 ml. Kuhmilch hat rund 3,5 g.
  • Anreicherung: Konventionelle Drinks enthalten oft Calcium und Vitamine, Bio-Drinks nicht. Jod ist die Ausnahme.
  • Umwelt: pro Liter die niedrigsten CO2-Emissionen aller Milchsorten, aber 371 Liter Wasser, fast achtmal so viel wie Hafer. Das Problem ist die Bewässerung in Kalifornien.
  • Verwendung: stark in Müsli, Smoothies und feinem Gebäck, im Kaffee eher schwierig.

Was ist Mandelmilch?

Mandelmilch ist so alt wie die europäische Küche selbst. Im mittelalterlichen Europa war sie in Klöstern und an Fürstenhöfen verbreitet, weil sie sich an Fastentagen statt Kuhmilch verwenden ließ. Heute steht sie als Mandeldrink im Supermarkt, denn den Namen „Milch“ dürfen in der EU nur Produkte von Tieren tragen. Wir bleiben hier beim Alltagsnamen.

Welche Rolle Mandel neben Hafer, Soja und den anderen Sorten spielt, zeigt unser Überblick zu pflanzlicher Milch. In diesem Guide geht es um Mandelmilch im Detail: was drin ist, was sie kann, und wie es um das Wasser steht.

So wird Mandelmilch hergestellt.

Industriell gibt es zwei Wege. Entweder werden eingeweichte Mandeln mit Wasser vermahlen und die festen Bestandteile abgetrennt, oder der Hersteller verrührt fertige Mandelpaste mit Wasser. Der dmBio Mandel Drink zum Beispiel besteht aus Wasser, 3 Prozent Bio-Mandelpaste und Meersalz. Beim Alpro Mandeldrink Ohne Zucker liegt der Mandelanteil bei 2,3 Prozent.

Anschließend kommen je nach Produkt Calcium, Vitamine, Verdickungsmittel und bei gesüßten Sorten Zucker dazu. Homogenisiert und ultrahocherhitzt hält der Drink ungeöffnet monatelang ohne Kühlung.

Der niedrige Mandelanteil hat einen einfachen Grund: Mandeln sind teuer. Er erklärt aber auch die Nährwerte. Eine Handvoll Mandeln ist ein eiweiß- und fettreicher Snack, ein Glas Mandeldrink ist zu 97 Prozent Wasser.

Ist Mandelmilch gesund? Nährwerte im Vergleich.

Mandelmilch ist ein leichter Drink, aber kein Nährstoffersatz für Kuhmilch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) befürwortet Pflanzendrinks in ihrem Positionspapier vom September 2024 für alle, die wenig oder keine Kuhmilch trinken. Ohne Anreicherung sind sie ernährungsphysiologisch aber nicht mit Milch gleichzusetzen. Die DGE rät daher zu Drinks mit Calcium und Jod, bei veganer Ernährung zusätzlich mit Vitamin B2 und B12, und zu Produkten ohne Zuckerzusatz.

je 100 ml Vollmilch 3,5 %* Alpro Mandeldrink Ohne Zucker Alpro Mandeldrink Geröstete Mandel dmBio Mandel Drink
Mandelanteil nicht enthalten 2,3 % 2,3 % 3 % (Mandelpaste)
Energie 62 kcal 14 kcal 23 kcal 22 kcal
Fett 3,5 g 1,1 g 1,1 g 1,9 g
Kohlenhydrate 4,0 g 0,0 g 2,7 g unter 0,5 g
davon Zucker 3,9 g (Laktose) 0,0 g 2,4 g unter 0,5 g
Eiweiß 3,6 g 0,5 g 0,5 g 0,9 g
Calcium 117 mg 120 mg 120 mg nicht enthalten
Jod 14 µg zugesetzt nicht enthalten nicht enthalten
Vitamin B12 0,37 µg zugesetzt zugesetzt nicht enthalten
* Vollmilch 3,5 % laut Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0, Max Rubner-Institut 2025), Werte je 100 g. Pflanzendrinks: Herstellerangaben je 100 ml, abgerufen am 26.09.2026. „zugesetzt“ heißt: laut Zutatenliste enthalten, Menge nicht ausgewiesen.

Eiweiß: fast keins

Mit 0,5 bis 0,9 g Eiweiß pro 100 ml ist Mandelmilch unter den gängigen Pflanzendrinks am schwächsten. Das Netzwerk Gesund ins Leben weist ausdrücklich darauf hin, dass Mandeldrinks kaum Eiweiß enthalten. Für Erwachsene mit abwechslungsreicher Ernährung ist das kein Problem, das Eiweiß kommt dann aus Hülsenfrüchten, Tofu oder Getreide. Unsere Liste der veganen Proteinquellen hilft beim Planen. Wer den Drink selbst als Eiweißquelle braucht, fährt mit Sojamilch oder Erbsenmilch besser.

Kalorien und Zucker

Ungesüßt kommt Mandelmilch auf 14 bis 22 kcal pro 100 ml, Vollmilch auf 62. Die Sorten ohne Zucker enthalten praktisch keinen. Achte auf den Namen: Beim Alpro Mandeldrink Geröstete Mandel steht Zucker in der Zutatenliste, 2,4 g pro 100 ml. Auch der Alpro Barista Mandel ist gesüßt.

Calcium, Jod und Vitamine

Mandeln bringen von Natur aus Calcium mit, bei 2 bis 3 Prozent Mandelanteil kommt im Drink aber wenig davon an. Konventionelle Drinks wie die von Alpro sind deshalb auf 120 mg Calcium pro 100 ml eingestellt, das entspricht etwa Kuhmilch mit 117 mg. Dazu kommen meist Vitamin B12, D und E.

Jod ist die Ausnahme. Alpro führt beim Mandeldrink Ohne Zucker Kaliumiodid in der Zutatenliste, eine Menge nennt die Nährwerttabelle nicht. Die anderen Mandeldrinks, die wir geprüft haben, enthalten kein Jod. Da Kuhmilch in Deutschland eine wichtige Jodquelle ist, gehört beim Umstieg Jodsalz in die Küche.

Angereichert oder Bio?

Bio-Mandeldrinks sind nicht angereichert. Die EU-Öko-Verordnung erlaubt Vitamine und Mineralstoffe nur dort, wo sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Auch Calcium aus der Kalkalge Lithothamnium, lange ein beliebter Weg, werten die Kontrollbehörden seit einer Klarstellung der EU-Kommission Ende 2023 als unzulässige Anreicherung. Ein Bio-Drink wie der dmBio Mandel Drink liefert deshalb weder nennenswert Calcium noch B12 noch Jod.

Unsere Einordnung: Trinkst du Mandelmilch vor allem im Müsli und in Smoothies, ist eine angereicherte, ungesüßte Variante die bessere Wahl. Bio ist sinnvoll, wenn du Calcium, B12 und Jod anders sicher abdeckst und Wert auf Anbau und Herkunft legst. Der dmBio Mandel Drink wird aus Mandeln aus Spanien gemacht.

Mandelmilch und Umwelt: das Wasserproblem.

Blühende Mandelbäume in einer Plantage mit Weg zwischen den Baumreihen
Mandelplantage in voller Blüte. Symbolbild. Foto: Adobe Stock

Hier wird es ehrlich unbequem. Beim Klima liegt Mandelmilch vorne. Beim Wasser nicht. Die Werte aus der Metaanalyse von Poore und Nemecek (Science, 2018), aufbereitet von Our World in Data:

pro Liter CO2-Äquivalent Fläche Süßwasser
Kuhmilch 3,15 kg 8,95 m² 628 l
Reisdrink 1,18 kg 0,34 m² 270 l
Sojadrink 0,98 kg 0,66 m² 28 l
Haferdrink 0,90 kg 0,76 m² 48 l
Mandeldrink 0,70 kg 0,50 m² 371 l
Quelle: Poore und Nemecek (2018), Science, aufbereitet von Our World in Data. Globale Durchschnittswerte, Erbsendrinks sind im Datensatz nicht enthalten.

Mandelmilch verursacht pro Liter die geringsten Treibhausgase und braucht wenig Fläche. Dafür fließen rund 371 Liter Süßwasser in einen Liter Drink, fast achtmal so viel wie bei Hafer und dreizehnmal so viel wie bei Soja. Kuhmilch liegt mit 628 Litern trotzdem noch deutlich darüber.

Der Grund liegt in Kalifornien. Nach Angaben des Almond Board of California kommen rund 80 Prozent der weltweiten Mandeln aus dem US-Bundesstaat, der in den vergangenen Jahren wiederholt unter schweren Dürren litt. Die Mandelbäume dort werden künstlich bewässert. Wie viel Wasser eine Mandel braucht, ist umstritten. Der Branchenverband nennt rund eine Gallone, also knapp 4 Liter pro Mandel, und verweist auf Mikrobewässerung und Einsparungen seit den 1990er-Jahren. Eine Studie von Fulton und Kolleginnen in Ecological Indicators kommt auf durchschnittlich 10.240 Liter pro Kilo Mandelkerne, das sind etwa 12 Liter pro Mandel, mit großen Unterschieden zwischen den Anbauregionen.

Heißt das, du solltest keine Mandelmilch trinken? Nicht zwingend. Die Menge an Mandeln pro Liter Drink ist klein, und Kuhmilch schneidet in allen Kategorien schlechter ab. Wenn dir Wasser wichtig ist, sind Hafer und Soja die sparsameren Sorten. Wenn du bei Mandel bleiben willst, achte auf Mandeln aus Europa, etwa aus Spanien oder Italien. Auch dort wird oft bewässert, aber die Wege sind kürzer und die Herkunft nachvollziehbarer.

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Ein zweiter Vorwurf betrifft die Bienen, die für die Bestäubung der kalifornischen Plantagen in riesigen Zahlen herangekarrt werden. Was an dieser Kritik dran ist und wie sie sich zur Tierhaltung verhält, klären wir im Faktencheck Soja, Avocado, Mandelmilch.

Geschmack und Verwendung: Wo Mandelmilch glänzt.

Mandelmilch schmeckt dezent nussig, leicht marzipanartig bei gerösteten Sorten, und ist dünner als Hafer- oder Sojadrink. Damit ist sie ideal für:

  • Müsli, Overnight Oats und Porridge: Die Nussnote passt zu Beeren, Zimt und Apfel.
  • Smoothies: wenig Kalorien, runder Geschmack, besonders mit Banane oder Kakao.
  • Feines Gebäck: Rührkuchen, Muffins, Waffeln und Crêpes profitieren vom Mandelaroma.
  • Chai und Kakao: Gewürze und Schokolade harmonieren mit der Nussnote.

Im Kaffee ist Mandelmilch schwieriger. Normale Mandeldrinks flocken im heißen Kaffee leicht aus und schäumen kaum. Barista-Varianten wie der Alpro Barista Mandel sind dafür gemacht, enthalten aber Zucker und laut Zutatenliste keine Vitamine. Für herzhafte Soßen und Béchamel ist Mandelmilch zu dünn und zu wenig neutral, hier sind Soja und Hafer die besseren Partner. Mehr Tipps zum Backen ohne Tierprodukte findest du in unserem Guide Vegan backen für Anfänger.

Mandelmilch selber machen: Rezept.

Selbstgemachte Mandelmilch schmeckt deutlich nussiger als die meisten Drinks aus dem Tetrapak, weil du den Mandelanteil selbst bestimmst. Günstig ist sie allerdings nicht: Mandeln kosten ein Vielfaches von Haferflocken.

Zutaten für etwa 800 ml:

  • 100 g ganze Mandeln (mit oder ohne Haut, blanchiert wird die Milch heller)
  • 800 ml kaltes Wasser, dazu Wasser zum Einweichen
  • 1 Prise Salz
  • optional 1 bis 2 Datteln, ein Stück Vanilleschote oder etwas Zimt

So geht’s:

  • Mandeln 8 bis 12 Stunden in Wasser einweichen, danach abgießen und gründlich abspülen. Das Einweichwasser nicht verwenden.
  • Mandeln mit 800 ml frischem Wasser und dem Salz etwa eine Minute auf höchster Stufe mixen.
  • Durch einen Nussmilchbeutel abseihen und die Masse gut ausdrücken. Anders als beim Hafer darfst du hier kräftig pressen.
  • In eine Glasflasche füllen, kühl lagern und innerhalb von zwei bis drei Tagen aufbrauchen.

Aus dem Trester werden Energiebällchen, Kekse oder ein Crumble-Topping. Getrocknet im Ofen bei niedriger Temperatur hält er sich als Mandelmehl-Ersatz ein paar Wochen.

Zum Abseihen brauchst du einen Nussmilchbeutel, für feinere Milch hilft ein kräftiger Standmixer. Wer regelmäßig Nussmilch macht, kann sich das Abseihen mit einem Pflanzenmilchbereiter sparen. Wie sich so ein Gerät im Alltag schlägt, steht in unserem Mylky-Test, den Mylky gibt es direkt beim Hersteller. Wichtig: Wie jede selbstgemachte Pflanzenmilch ist auch diese nicht angereichert.

Preis: Pflanzendrinks zahlen den vollen Steuersatz.

Auch beim Preis von Mandeldrinks spielt die Mehrwertsteuer mit. Kuhmilch wird als Grundnahrungsmittel mit 7 Prozent besteuert, Pflanzendrinks zählen als Getränke und tragen 19 Prozent. Die Hintergründe erklären wir im Artikel zur Mehrwertsteuer auf tierische Lebensmittel.

Mandelmilch kaufen: Marken im Überblick.

Eine Marktübersicht nach Herstellerangaben, abgerufen im September 2026, kein Geschmackstest.

  • Alpro Mandeldrink Ohne Zucker: 14 kcal, 0 g Zucker, 120 mg Calcium, Vitamin B12, D und E, dazu Kaliumiodid. Unter den Mandeldrinks die Variante, die den DGE-Empfehlungen am nächsten kommt. Vitamin B2 steht nicht in der Zutatenliste. Alpro Mandel Ohne Zucker bei Amazon
  • Alpro Mandeldrink Geröstete Mandel: runder im Geschmack, aber mit 2,4 g Zucker pro 100 ml gesüßt. Alpro Geröstete Mandel bei Amazon
  • Alpro Barista Mandel: für den Kaffee, mit Zucker und Fruktose, Calcium, aber ohne Vitamine. Alpro Barista Mandel bei Amazon
  • dmBio Mandel Drink: Wasser, 3 Prozent Bio-Mandelpaste aus spanischen Mandeln und Meersalz. Kurze Zutatenliste, nicht angereichert.

Wer Mandelmilch lieber selbst macht oder mit Mandelmus schnell anrührt, findet weißes Mandelmus bei Amazon. Ein gehäufter Esslöffel auf 250 ml Wasser, kurz gemixt, ergibt ein Glas Mandelmilch.

Tierethik: Warum Mandelmilch statt Kuhmilch.

Über den Wasserverbrauch von Mandeln wird viel gestritten. Über das, was hinter einem Liter Kuhmilch passiert, deutlich weniger. Dabei ist der Ablauf in der Milchwirtschaft gut dokumentiert. Eine Kuh gibt Milch, weil sie ein Kalb bekommen hat. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft beschreibt, dass Kälber in der Regel wenige Stunden nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt werden.

Rund 3,6 Millionen Milchkühe standen im Mai 2026 in deutschen Ställen, so das Statistische Bundesamt. Ihre männlichen Kälber geben nie Milch und haben in diesem System keinen Platz. Sie werden nach wenigen Wochen an Mastbetriebe verkauft, teils ins Ausland, und nach einigen Monaten geschlachtet.

Die Kühe selbst sind auf Hochleistung gezüchtet: 9.445 Kilogramm Milch pro Tier und Jahr meldet die BLE für 2024. Nach gut drei Jahren Milchproduktion scheiden Holstein-Kühe laut Zuchtdaten im Schnitt aus dem Betrieb aus, mit etwa fünfeinhalb Jahren.

Mandelmilch ist ökologisch nicht perfekt, das haben wir weiter oben offen beschrieben. Für einen Liter muss aber kein Kalb von seiner Mutter getrennt werden.

Häufige Fragen zu Mandelmilch.

Ist Mandelmilch gesund?

Ungesüßt und angereichert ist Mandelmilch ein leichter, kalorienarmer Drink. Sie liefert aber kaum Eiweiß, und nur wenige Produkte enthalten Jod. Als Hauptgetränk für Kinder ist sie deshalb nicht geeignet, für Erwachsene mit ausgewogener Ernährung ist sie eine gute Option.

Wie viele Mandeln sind in Mandelmilch?

Bei Supermarktdrinks meist 2 bis 3 Prozent, also 20 bis 30 g Mandeln oder Mandelpaste pro Liter. Selbstgemacht nimmst du 100 g Mandeln auf 800 ml Wasser, das ist ein Vielfaches.

Ist Mandelmilch schlecht für die Umwelt?

Beim Klima nicht, beim Wasser ist sie die anspruchsvollste Pflanzendrink-Sorte, weil der Großteil der Mandeln in Kalifornien künstlich bewässert wird. Kuhmilch verbraucht nach den Daten von Poore und Nemecek trotzdem noch mehr Wasser, deutlich mehr Fläche und mehr als viermal so viel CO2 pro Liter.

Darf ich Mandelmilch bei einer Nussallergie trinken?

Nein, Mandeln gehören zu den Schalenfrüchten und zählen zu den 14 Hauptallergenen der EU. Bei einer Nussallergie sind Hafer-, Erbsen- oder Reisdrinks die Alternative, bei Soja- und Glutenunverträglichkeit prüfst du die Zutatenliste.

Kann man Mandelmilch aufschäumen?

Normale Mandeldrinks schäumen kaum. Mit Barista-Varianten klappt es, der Schaum ist aber meist weniger stabil als bei Hafer oder Soja.

Wie lange hält Mandelmilch?

Ungeöffnet mehrere Monate, nach dem Öffnen gekühlt meist drei bis fünf Tage. Selbstgemachte Mandelmilch solltest du innerhalb von zwei bis drei Tagen trinken.

Weitere Pflanzendrinks

  • Hafermilch: der Allrounder für Kaffee, Müsli und Backen
  • Sojamilch: der Eiweiß-Champion unter den Pflanzendrinks
  • Erbsenmilch: neutral, eiweißreich und frei von Soja und Nüssen
  • Pflanzliche Milch: alle Sorten im Überblick, sortiert nach Einsatzgebiet

Methodik und Transparenz

Dieser Guide ist eine Marktübersicht, kein Produkttest. Verkostet haben wir die genannten Drinks für diesen Artikel nicht. Nährwerte und Zutaten stammen von den Seiten der Hersteller und Händler, Stand 26.09.2026. Rezepturen ändern sich, im Zweifel gilt die Angabe auf der Packung. Aussagen zur Gesundheit ersetzen keine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung.

Quellen

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Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Was ist Mandelmilch?
Mandelmilch ist so alt wie die europäische Küche selbst. Im mittelalterlichen Europa war sie in Klöstern und an Fürstenhöfen verbreitet, weil sie sich an Fastentagen statt Kuhmilch verwenden ließ. Heute steht sie als Mandeldrink im Supermarkt, denn den Namen „Milch“ dürfen in der EU nur Produkte von Tieren tragen. Wir bleiben hier beim Alltagsnamen.
Ist Mandelmilch gesund? Nährwerte im Vergleich.?
Mandelmilch ist ein leichter Drink, aber kein Nährstoffersatz für Kuhmilch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) befürwortet Pflanzendrinks in ihrem Positionspapier vom September 2024 für alle, die wenig oder keine Kuhmilch trinken. Ohne Anreicherung sind sie ernährungsphysiologisch aber nicht mit Milch gleichzusetzen.
Angereichert oder Bio?
Bio-Mandeldrinks sind nicht angereichert. Die EU-Öko-Verordnung erlaubt Vitamine und Mineralstoffe nur dort, wo sie gesetzlich vorgeschrieben sind. Auch Calcium aus der Kalkalge Lithothamnium, lange ein beliebter Weg, werten die Kontrollbehörden seit einer Klarstellung der EU-Kommission Ende 2023 als unzulässige Anreicherung.
Ist Mandelmilch gesund?
Ungesüßt und angereichert ist Mandelmilch ein leichter, kalorienarmer Drink. Sie liefert aber kaum Eiweiß, und nur wenige Produkte enthalten Jod. Als Hauptgetränk für Kinder ist sie deshalb nicht geeignet, für Erwachsene mit ausgewogener Ernährung ist sie eine gute Option.
Wie viele Mandeln sind in Mandelmilch?
Bei Supermarktdrinks meist 2 bis 3 Prozent, also 20 bis 30 g Mandeln oder Mandelpaste pro Liter. Selbstgemacht nimmst du 100 g Mandeln auf 800 ml Wasser, das ist ein Vielfaches.
Ist Mandelmilch schlecht für die Umwelt?
Beim Klima nicht, beim Wasser ist sie die anspruchsvollste Pflanzendrink-Sorte, weil der Großteil der Mandeln in Kalifornien künstlich bewässert wird. Kuhmilch verbraucht nach den Daten von Poore und Nemecek trotzdem noch mehr Wasser, deutlich mehr Fläche und mehr als viermal so viel CO2 pro Liter.
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