Politik & Wirtschaft

Fleischkonsum Deutschland: Statistik pro Kopf & Entwicklung (Stand 2026)

Der Pro-Kopf-Verzehr lag 2025 bei 54,9 kg. Alle aktuellen BLE-Zahlen zum Fleischkonsum in Deutschland: nach Tierart, Entwicklung seit 2010 und Vergleich mit der DGE-Empfehlung.

Blick auf eine Fleischtheke im Supermarkt aus Kundenperspektive

Der Fleischkonsum in Deutschland lag 2025 bei 54,9 Kilogramm pro Kopf: So viel Fleisch hat jede Person im Schnitt tatsächlich gegessen, 1,4 Kilogramm mehr als 2024. Am meisten davon war Schweinefleisch (28,3 kg), gefolgt von Geflügel (14,7 kg, ein Rekordwert) sowie Rind- und Kalbfleisch (9,7 kg). Damit steigt der Verzehr das dritte Jahr in Folge, bleibt aber klar unter dem Niveau von 2011, als es noch 63,8 Kilogramm waren.

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Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus der Versorgungsbilanz Fleisch der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 7. April 2026 (Werte für 2025 vorläufig), aus der neu berechneten Zeitreihe 2010 bis 2025 und aus der amtlichen Schlachtstatistik des Statistischen Bundesamts. Stand: 26.09.2026.

Inhalt9 Kapitel
  1. 01Fleischkonsum pro Kopf 2025
  2. 02Fleischkonsum in Deutschland: Entwicklung seit 2010
  3. 03Fleischkonsum nach Fleischart: Schwein, Geflügel, Rind
  4. 04Fleischkonsum im Vergleich zur DGE-Empfehlung
  5. 05Fleischkonsum im Vergleich: EU und weltweit
  6. 06Warum sinkt der Fleischkonsum?
  7. 07Wie viele Vegetarier und Veganer gibt es in Deutschland?
  8. 08Ausblick: Wohin geht der Fleischkonsum?
  9. 09Häufige Fragen zum Fleischkonsum in Deutschland

Fleischkonsum pro Kopf 2025.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei Kennzahlen, die oft durcheinandergehen. Der Verzehr ist das, was tatsächlich auf dem Teller landet und gegessen wird. Der Verbrauch ist höher, weil er auch Knochen, Tierfutter, industrielle Verwertung und Verluste einrechnet. Der Verzehr macht laut BLE nur rund 72 Prozent des Verbrauchs aus. Was der eigene Verzicht konkret bewirkt, zeigt dir unser Impact-Rechner.

Fleischart Verzehr pro Kopf 2025 (kg) Anteil am Verzehr Veränderung zu 2024 Verbrauch pro Kopf 2025 (kg)
Schweinefleisch 28,3 ca. 52 % +0,1 kg 35,6
Geflügelfleisch 14,7 ca. 27 % +0,9 kg 22,3
Rind- und Kalbfleisch 9,7 ca. 18 % +0,3 kg 12,2
Sonstiges (Schaf, Ziege, Wild, Innereien u. a.) 2,2 ca. 4 % +0,1 kg 6,2
Fleisch insgesamt 54,9 100 % +1,4 kg 76,3

Quelle: BLE / BZL, Versorgungsbilanz Fleisch 2025 (vorläufig, Datenstand 07.04.2026). Rundungsdifferenzen möglich.

Die wichtigsten Eckdaten für 2025 im Überblick:

  • Pro-Kopf-Verzehr: 54,9 kg (2024: 53,5 kg)
  • Pro-Kopf-Verbrauch: 76,3 kg (2024: 73,0 kg)
  • Gesamter Fleischverzehr: rund 4,6 Millionen Tonnen, 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr
  • Gesamter Fleischverbrauch: 6,37 Millionen Tonnen, ein Plus von 4,5 Prozent
  • Fleischerzeugung im Inland: 7,3 Millionen Tonnen, 0,3 Prozent weniger als 2024
  • Einfuhren: fast 11 Prozent mehr, rund 3,6 Millionen Tonnen
  • Selbstversorgungsgrad: 114,6 Prozent (minus 4,5 Punkte). Bei Schweinefleisch knapp 139 Prozent, bei Geflügel 91,3 Prozent und bei Rind- und Kalbfleisch erstmals unter 100 Prozent

Deutschland produziert unterm Strich also weiter mehr Fleisch, als hier verbraucht wird. Weil der Verbrauch 2025 aber stärker wuchs als die Erzeugung, kam mehr Fleisch aus dem Ausland, vor allem Rind, Geflügel und Schaf.

Fleischkonsum in Deutschland: Entwicklung seit 2010.

Wer nur auf das letzte Jahr schaut, sieht einen Anstieg. Im längeren Rückblick sieht es anders aus: Von 63,8 Kilogramm im Jahr 2011 fiel der Verzehr bis 2022 auf 52,8 Kilogramm, den tiefsten Wert der vergleichbaren Reihe. Seitdem geht es leicht nach oben. Gegenüber 2011 liegt der Verzehr 2025 aber immer noch 8,9 Kilogramm oder rund 14 Prozent niedriger.

Infografik: Fleischverzehr pro Kopf in Deutschland 2010 bis 2025, Tiefstwert 52,8 kg im Jahr 2022, 54,9 kg im Jahr 2025
Grafik: This Is Vegan, Daten: BLE

Der Pro-Kopf-Verzehr von 2010 bis 2025 nach einheitlicher Methode. Diese Grafik darfst du gerne speichern und teilen. Wenn du sie weiterverwendest, verlinke bitte auf diesen Artikel.

Jahr Fleischverzehr pro Kopf (kg) Fleischverbrauch pro Kopf (kg)
2010 62,9 86,2
2011 63,8 87,2
2012 61,5 83,9
2013 61,1 83,2
2014 61,6 83,9
2015 61,3 83,5
2016 60,6 82,7
2017 61,1 83,3
2018 61,4 83,8
2019 59,1 80,9
2020 57,8 78,9
2021 57,2 77,6
2022 52,8 71,7
2023 52,9 71,9
2024 53,5 73,0
2025 (vorläufig) 54,9 76,3

Quelle: BLE / BZL, Versorgung mit Fleisch in Deutschland 2010 bis 2025 (Neuberechnung).

Methodenhinweis: Warum ältere Zahlen abweichen

Die BLE hat die Versorgungsbilanz Fleisch umgestellt. Grundlage ist seit 2022 eine Massenstromanalyse mit neuen Koeffizienten für Knochenanteil, Haushaltsverluste und Heimtierfutter. Die Reihe wurde rückwirkend bis 2010 neu berechnet. Für dieselben Jahre liegen die neuen Werte je nach Jahr 0,1 bis 1,1 Kilogramm über den alten Angaben, für 2011 etwa bei 63,8 statt 62,8 Kilogramm. Vergleiche ergeben deshalb nur innerhalb einer Reihe Sinn. Die Tabelle oben nutzt durchgehend die neue Methode.

Für die Jahre davor gibt es nur die alte Reihe. Nach dieser lag der Verzehr 1991 bei 63,9 Kilogramm und bewegte sich bis 2018 meist zwischen 60 und 64 Kilogramm, bevor er bis 2022 auf 52,0 Kilogramm fiel. Aus dieser alten Reihe stammt auch der Wert von 51,6 Kilogramm für 2023, den wir seinerzeit in unserer Meldung von 2023 eingeordnet haben, als der Verzehr das niedrigste Niveau seit 1989 erreichte. Nach der neuen Methode kommt 2023 auf 52,9 Kilogramm.

Für den Anstieg seit 2023 nennt die BLE vor allem Geflügel: Es wird beliebter und hat sich 2025 weniger verteuert als andere Fleischsorten. Beim Rind stieg der Verzehr trotz höherer Verbraucherpreise leicht. Ein Rückfall auf die Werte von vor zehn Jahren ist das bisher nicht.

Fleischkonsum nach Fleischart: Schwein, Geflügel, Rind.

Nicht jede Fleischart entwickelt sich gleich. Schweinefleisch verliert seit Jahren, Geflügel gewinnt. So hat sich der Verzehr pro Kopf seit 2010 verschoben, alle Werte nach der neuen Methode:

Fleischart 2010 (kg) 2020 (kg) 2025 (kg)
Schweinefleisch 39,0 30,8 28,3
Geflügelfleisch 11,5 13,7 14,7
Rind- und Kalbfleisch 9,6 10,8 9,7

Quelle: BLE, Versorgungsbilanz Fleisch 2025 und Neuberechnung 2010 bis 2025.

Infografik: Fleischverzehr pro Kopf 2025 nach Tierart, Schwein 28,3 kg, Geflügel 14,7 kg, Rind und Kalb 9,7 kg, im Vergleich zur DGE-Obergrenze von 300 g pro Woche
Grafik: This Is Vegan, Daten: BLE

Welches Fleisch Deutschland isst, und wie viel das pro Woche ist. Diese Grafik darfst du gerne speichern und teilen. Wenn du sie weiterverwendest, verlinke bitte auf diesen Artikel.

Schweinefleisch bleibt mit Abstand die Nummer eins, aber es ist ein schrumpfender König: Seit 2010 hat der Verzehr pro Kopf um mehr als zehn Kilogramm abgenommen. Geflügel dagegen erreichte 2025 mit 14,7 Kilogramm ein Allzeithoch, fast ein Kilo mehr als im Vorjahr. Getragen wird das vor allem von Hühnerfleisch, das allein auf 11,4 Kilogramm pro Kopf kommt. Hähnchen und Pute gelten vielen als günstiger und vermeintlich gesünder. Rind- und Kalbfleisch legte trotz hoher Preise leicht zu, bleibt aber die kleinste der drei großen Gruppen.

Wie viele Tiere stehen hinter diesen Kilos?

Dieser Verschiebungstrend hat eine unbequeme Kehrseite. Weil ein Huhn viel weniger Fleisch liefert als ein Schwein oder Rind, bedeutet mehr Geflügelkonsum: deutlich mehr getötete Tiere pro Kilo Fleisch. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2025 in deutschen Schlachtbetrieben 44,9 Millionen Schweine, 2,8 Millionen Rinder und 697,3 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Im 1. Halbjahr 2026 waren es 22,2 Millionen Schweine und 343,2 Millionen Stück Geflügel. Diese Zahlen umfassen auch Fleisch, das exportiert wird. Wie viele Tiere es insgesamt sind, haben wir aufgeschlüsselt in unserem Ratgeber dazu, wie viele Tiere in Deutschland und weltweit geschlachtet werden.

Wer sich tiefer mit der Frage beschäftigen will, wie Fleisch produziert wird und warum wir es trotzdem essen, findet in Jonathan Safran Foers Buch „Tiere essen“ (Affiliate-Link) eine gut lesbare Recherche aus der Tierhaltung.

Marktstand mit Kisten voller frischem Gemüse

Der Rückgang beim Fleisch fällt zeitlich mit dem Wachstum pflanzlicher Sortimente zusammen.

Fleischkonsum im Vergleich zur DGE-Empfehlung.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt in ihren Empfehlungen für Fleisch und Wurst eine Obergrenze: nicht mehr als 300 Gramm pro Woche. Aufs Jahr gerechnet sind das rund 15,6 Kilogramm.

Der rechnerische Verzehr von 54,9 Kilogramm entspricht gut 1.050 Gramm pro Woche, also etwa dem 3,5-Fachen dieser Obergrenze. Dabei ist der Wert ein Durchschnitt über die gesamte Bevölkerung, inklusive aller Menschen, die gar kein Fleisch essen. Wer Fleisch isst, liegt im Schnitt also noch darüber.

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Fleischkonsum im Vergleich: EU und weltweit.

Deutschland liegt beim Fleischkonsum im oberen Mittelfeld, aber nicht an der Spitze. Rechnet man den Verbrauch inklusive Knochen und Verarbeitung, kommt Deutschland laut Our World in Data auf rund 70 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2023. Die BLE weist für 2025 nach eigener Methode einen Verbrauch von 76,3 Kilogramm pro Kopf aus. Die beiden Werte sind unterschiedlich berechnet und nicht direkt vergleichbar.

Zur Einordnung:

  • Weltweiter Durchschnitt: rund 45 kg pro Kopf und Jahr (FAO, 2023)
  • EU-Schnitt: die Pro-Kopf-Zahlen ähneln denen Deutschlands, mit demselben Trend weg vom Rind und hin zum Geflügel
  • Spitzenreiter: Länder wie die USA, Argentinien und Australien liegen bei über 100 kg pro Kopf

Der globale Durchschnitt liegt also bei knapp zwei Dritteln des deutschen Verbrauchs, was vor allem an einkommensschwächeren Ländern mit geringem Konsum liegt. Für die EU projiziert die EU-Kommission bis 2035 einen leicht sinkenden Fleischkonsum, mit weiter steigendem Geflügel- und sinkendem Rind- und Schweineanteil.

Supermarktregal mit pflanzlichen Alternativprodukten

Was vor zehn Jahren ein Regalmeter war, ist heute eine eigene Abteilung.

Warum sinkt der Fleischkonsum?

Der langfristige Rückgang hat mehrere Treiber, die zusammenwirken. Gesundheit ist einer: Immer mehr Menschen essen bewusst weniger rotes Fleisch. Tierwohl und Klima sind zwei weitere, gerade bei Jüngeren. Und der Preis wirkt in beide Richtungen, wie die letzten Jahre zeigen.

Dazu kommt eine wachsende Gruppe, die ganz aussteigt oder stark reduziert. Genau das schlägt sich in den Konsumzahlen nieder.

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Wie viele Vegetarier und Veganer gibt es in Deutschland?

Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA 2025) ernähren sich rund 8,5 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch oder verzichten weitgehend auf Fleisch, das entspricht etwa 11,9 Prozent. Die Zahl der Veganerinnen und Veganer liegt bei rund 1,7 Millionen.

Auffällig ist, wer diese Gruppe prägt: überdurchschnittlich jung, überdurchschnittlich weiblich, oft in Städten und mit höherem Bildungsgrad. Der Trend zeigt seit Jahren nach oben, auch wenn die absoluten Zahlen gemessen an der Gesamtbevölkerung noch klein sind. Für alle, die selbst reduzieren oder umsteigen wollen, haben wir einen 30-Tage-Plan für den veganen Start zusammengestellt.

Der klimatische Effekt dieser Umstellung ist erheblich, das haben wir in der CO2-Bilanz von Fleisch mit Zahlen unterlegt: Eine pflanzliche Ernährung verursacht rund drei Viertel weniger Treibhausgase als eine fleischreiche.

Ausblick: Wohin geht der Fleischkonsum?

Der Anstieg seit 2023 geht vor allem auf Geflügel zurück, das sich zuletzt weniger verteuert hat als andere Sorten. Ob daraus eine dauerhafte Trendwende wird, ist offen. Die strukturellen Kräfte, jüngere Generationen, wachsendes Bewusstsein für Klima und Tierwohl, ein immer breiteres Angebot an pflanzlichen Alternativen, deuten weiter nach unten. Die EU-Projektionen gehen für den gesamten Kontinent ebenfalls von einem leichten Rückgang aus.

Realistisch bleibt Fleisch auf absehbare Zeit Teil der deutschen Ernährung. Aber die Richtung ist gesetzt: weniger, dafür bewusster, und mit einer stetig wachsenden Gruppe, die ganz darauf verzichtet.

Illustration eines Tellers mit fallendem Balkendiagramm im Doodle-Stil

Wie sich der Markt für Fleisch und pflanzliche Alternativen entwickelt, ist auch im Plantbased Podcast immer wieder Thema.

Hinter jeder dieser Zahlen stehen Tiere. Wir machen ihr Leid sichtbar und arbeiten für eine Welt mit weniger davon. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende.

Häufige Fragen zum Fleischkonsum in Deutschland.

Wie viel Fleisch isst ein Deutscher pro Jahr?

2025 lag der Pro-Kopf-Verzehr bei 54,9 Kilogramm, also das, was tatsächlich gegessen wird. Der Verbrauch inklusive Knochen, Tierfutter und Verlusten lag laut BLE bei 76,3 Kilogramm pro Kopf. Beide Werte sind seit 2011 gesunken, zuletzt aber wieder leicht gestiegen.

Wie viel Fleisch isst ein Deutscher pro Woche?

Rechnerisch gut ein Kilogramm, genauer rund 1.056 Gramm (54,9 Kilogramm geteilt durch 52 Wochen). Die DGE nennt für Fleisch und Wurst eine Obergrenze von 300 Gramm pro Woche.

Wie hat sich der Fleischkonsum in Deutschland entwickelt?

Nach der neu berechneten Reihe der BLE fiel der Verzehr von 63,8 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2011 auf 52,8 Kilogramm im Jahr 2022, den tiefsten Wert der Reihe. Seitdem steigt er leicht, 2025 auf 54,9 Kilogramm. Ältere Angaben nach der alten Methode, etwa 51,6 Kilogramm für 2023, sind damit nicht direkt vergleichbar.

Welche Fleischart essen die Deutschen am meisten?

Schweinefleisch führt mit 28,3 Kilogramm pro Kopf und rund 52 Prozent des Gesamtverzehrs. Geflügel folgt mit 14,7 Kilogramm auf einem Allzeithoch, Rind- und Kalbfleisch liegt bei 9,7 Kilogramm.

Was ist der Unterschied zwischen Fleischverbrauch und Fleischverzehr?

Der Verbrauch umfasst alle Teile des Schlachtkörpers, auch Knochen, Blut, Tierfutter, industrielle Verwertung und Verluste. Der Verzehr ist der Teil, den Menschen tatsächlich essen. 2025 waren das 54,9 von 76,3 Kilogramm pro Kopf, also rund 72 Prozent.

Wie viele Menschen in Deutschland essen kein Fleisch?

Laut Allensbach (AWA 2025) ernähren sich rund 8,5 Millionen Menschen vegetarisch oder weitgehend fleischfrei, etwa 11,9 Prozent der Bevölkerung. Davon leben rund 1,7 Millionen vegan.

Isst Deutschland mehr oder weniger Fleisch als der Rest der Welt?

Mehr. Der weltweite Durchschnitt liegt bei rund 45 Kilogramm pro Kopf und Jahr, Deutschland kommt im Verbrauch laut Our World in Data auf etwa 70 Kilogramm, nach BLE-Methode sogar auf 76,3 Kilogramm. Spitzenreiter wie die USA und Argentinien liegen bei über 100 Kilogramm.

Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Wie viele Tiere stehen hinter diesen Kilos?
Dieser Verschiebungstrend hat eine unbequeme Kehrseite. Weil ein Huhn viel weniger Fleisch liefert als ein Schwein oder Rind, bedeutet mehr Geflügelkonsum: deutlich mehr getötete Tiere pro Kilo Fleisch. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2025 in deutschen Schlachtbetrieben 44,9 Millionen Schweine, 2,8 Millionen Rinder und 697,3 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Im 1.
Warum sinkt der Fleischkonsum?
Der langfristige Rückgang hat mehrere Treiber, die zusammenwirken. Gesundheit ist einer: Immer mehr Menschen essen bewusst weniger rotes Fleisch. Tierwohl und Klima sind zwei weitere, gerade bei Jüngeren. Und der Preis wirkt in beide Richtungen, wie die letzten Jahre zeigen. Dazu kommt eine wachsende Gruppe, die ganz aussteigt oder stark reduziert.
Wie viele Vegetarier und Veganer gibt es in Deutschland?
Laut der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA 2025) ernähren sich rund 8,5 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch oder verzichten weitgehend auf Fleisch, das entspricht etwa 11,9 Prozent. Die Zahl der Veganerinnen und Veganer liegt bei rund 1,7 Millionen.
Ausblick: Wohin geht der Fleischkonsum?
Der Anstieg seit 2023 geht vor allem auf Geflügel zurück, das sich zuletzt weniger verteuert hat als andere Sorten. Ob daraus eine dauerhafte Trendwende wird, ist offen. Die strukturellen Kräfte, jüngere Generationen, wachsendes Bewusstsein für Klima und Tierwohl, ein immer breiteres Angebot an pflanzlichen Alternativen, deuten weiter nach unten.
Wie viel Fleisch isst ein Deutscher pro Jahr?
2025 lag der Pro-Kopf-Verzehr bei 54,9 Kilogramm, also das, was tatsächlich gegessen wird. Der Verbrauch inklusive Knochen, Tierfutter und Verlusten lag laut BLE bei 76,3 Kilogramm pro Kopf. Beide Werte sind seit 2011 gesunken, zuletzt aber wieder leicht gestiegen.
Wie viel Fleisch isst ein Deutscher pro Woche?
Rechnerisch gut ein Kilogramm, genauer rund 1.056 Gramm (54,9 Kilogramm geteilt durch 52 Wochen). Die DGE nennt für Fleisch und Wurst eine Obergrenze von 300 Gramm pro Woche.

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