Vegane Hundeleckerlies selber machen: 4 einfache Rezepte

Ich habe irgendwann angefangen, die Zutatenlisten gekaufter Leckerlies wirklich zu lesen. Das war ein Fehler, wenn man danach noch ruhig schlafen will: Zucker weit oben, dazu undefinierte tierische Nebenerzeugnisse und Konservierungsstoffe, deren Namen ich mir nicht merken konnte. Seitdem backe ich selbst, und ehrlich, es ist lächerlich einfach. Die meisten dieser Rezepte brauchen drei Zutaten und einen Ofen.
Hier kommen vier Grundrezepte plus die Backmatten-Methode, mit der ich in einem Rutsch dutzende gleich große Mini-Drops fürs Training hinbekomme.
Ein kurzer Insider-Punkt zur Größe
Wenn du mit Leckerlies trainierst, ist die Portionsgröße fast wichtiger als das Rezept. Hundetrainer:innen arbeiten mit erbsengroßen Happen, und das aus gutem Grund: Beim Markern und Formen von Verhalten zählt die Häufigkeit der Belohnung, nicht die Menge. Zehn winzige Drops bringen dir mehr Wiederholungen als ein großer Keks, der den Hund erst mal satt macht. Genau deshalb liebe ich die Backmatte, dazu unten mehr.
Und dass Hunde Getreide und Stärke überhaupt gut verwerten, ist keine Marketing-Behauptung, sondern genetisch belegt: Hunde tragen im Schnitt rund die siebenfache Anzahl an Kopien des Amylase-Gens wie Wölfe, eine Anpassung an stärkereiche Kost (Axelsson et al., Nature 2013). Hafer im Hundekeks ist also völlig in Ordnung.
Auch Selbstgebackenes fällt unter die 10-Prozent-Regel: Leckerlies sollten grob ein Zehntel der Tageskalorien nicht überschreiten. Kleine Happen sind hier doppelt klug, du kannst öfter belohnen, ohne zu übertreiben.
1. Das 3-Zutaten-Grundrezept (Hafer-Erdnuss)
- 1 reife Banane
- 150 g Haferflocken, bei Bedarf glutenfrei
- 2 EL Erdnussmus, ohne Xylit
Banane zerdrücken, alles verkneten. Zu krümelig? Etwas Wasser. Zu klebrig? Mehr Haferflocken. Teig ausrollen, ausstechen oder einfach in Stücke schneiden. Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 20 bis 25 Minuten, bis sie fest sind. Je trockener du backst, desto länger halten sie. Hafer bringt Ballaststoffe und sättigt langsam, statt den Blutzucker hochzujagen.
2. Kürbis-Kekse (für empfindliche Hunde)
- 4 EL reines Kürbismark, ungesüßt
- 120 g fein gemahlene Haferflocken
- 1 EL Kokosöl
Verkneten, ausstechen, bei 175 Grad rund 20 Minuten. Wenn dein Hund schnell Bauchweh hat, ist das mein Go-to, Kürbis ist mild und liegt selten quer.
3. Apfel-Zimt-Drops (der Herbst-Keks)
- 1 geriebener Apfel, ohne Kerngehäuse
- 150 g Dinkel- oder Hafermehl
- eine kleine Prise echter Ceylon-Zimt
Zu einem Teig verarbeiten, kleine Kugeln formen, flach drücken, bei 180 Grad 18 bis 20 Minuten. Beim Zimt wirklich sparsam und nur Ceylon, der gängige Cassia-Zimt enthält mehr Cumarin.
4. Die Backmatten-Methode (mein Favorit fürs Training)
Wenn du viele gleich große Mini-Leckerlies willst, ohne hundertmal auszustechen, nimm eine Silikon-Backmatte mit kleinen Förmchen, zum Beispiel Pfoten oder Knochen. So geht es:
- Einen der Teige oben etwas weicher anrühren, also mehr Banane oder Wasser, bis er streichfähig ist.
- Masse in die Förmchen streichen, Überschuss mit dem Schaber abziehen.
- Bei 160 bis 170 Grad backen, bis die Drops fest sind, dann im ausgeschalteten Ofen nachtrocknen lassen.
- Abkühlen, vorsichtig aus der Matte drücken.
Am Ende hast du dutzende identische Mini-Belohnungen. Ich mache eine große Ladung und friere die Hälfte ein, das reicht wochenlang.
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Jetzt kostenlos anmeldenRezeptkarte: Vegane Hafer-Erdnuss-Hundekekse
Vegane Hafer-Erdnuss-Hundekekse
Vorbereitung: 10 Min · Backzeit: 20–25 Min · Ergibt: ca. 30 kleine Kekse
Zutaten
- 1 reife Banane
- 150 g Haferflocken (bei Bedarf glutenfrei)
- 2 EL Erdnussmus ohne Xylit
Zubereitung
- Banane in einer Schüssel zerdrücken.
- Haferflocken und Erdnussmus zugeben, zu einem Teig verkneten.
- Ausrollen und ausstechen oder in kleine Stücke schneiden.
- Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 20 bis 25 Minuten backen, bis sie fest sind.
- Vollständig auskühlen und trocknen lassen.
Knusprig getrocknet halten sie luftdicht 2 bis 3 Wochen. Auf die 10-Prozent-Regel anrechnen.
Haltbarkeit, ohne Konservierungsstoffe
Mehr Beschäftigungs-Futter: Schleckmatten-Rezepte, veganes Hundeeis und der Zutaten-Check Dürfen Hunde das essen?
- Knusprig durchgetrocknet: luftdicht zwei bis drei Wochen.
- Weicher gebacken: nur ein paar Tage, oder portionsweise einfrieren.
- Riechen sie streng oder fühlen sich feucht an, kommen sie weg. Das ist der Preis für echte Lebensmittel ohne Chemie, und mir ist er das wert.
Hundekekse backen ist das niedrigschwelligste DIY, das ich kenne. Keine Spezialzutaten, kaum Aufwand, und die Küche riecht nach Banane statt nach Tierfutter. Ich mache einmal im Monat eine Backmatten-Ladung, friere die Hälfte ein, und das Thema Trainingsleckerlies ist für Wochen erledigt.
Keine Zeit zum Backen? Ein fertiger veganer Kausnack
Manchmal soll der Hund einfach lange beschäftigt sein, ohne dass der Ofen läuft. Für solche Tage gibt es inzwischen richtig gute pflanzliche Kauartikel als Alternative zum klassischen Schweineohr. Wir mögen den veganen Kausnack „wie Schweineohr“ von Vutter: gleiche Kau-Idee, langer Spaß, komplett ohne Tier.
Unser Schwester-Kanal Vegan Alarm hat den Snack kurz vorgestellt:
Häufige Fragen zu veganen Hundeleckerlies
Welches Mehl nehme ich?
Hafer, Dinkel oder Reismehl klappen gut. Bei Getreide-Unverträglichkeit auf Kichererbsen- oder Reismehl ausweichen.
Sind die Kekse vollwertiges Futter?
Nein, es sind Belohnungen. Das Hauptfutter muss bedarfsdeckend sein. Die ganze Logik dahinter steht im Guide zur veganen Hundeernährung.
Kann ich die Hundekekse ohne Zucker backen?
Ja, alle Rezepte hier kommen ganz ohne Zucker aus. Die Süße liefert die Banane oder der Apfel.
Mehr Selbstgemachtes: veganes Hundeeis und vegane Schleckmatten-Rezepte. Für ein gutes Alleinfutter lohnt unser Vergleich der veganen Hundefutter-Marken wie VEGDOG oder Vutter.
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