Größer, krasser, veganer: Das war die ANUGA 2025
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- Tabitha Erdmann Gläser

Vom 04. – 08. Oktober fand die ANUGA 2025 in Köln statt – DIE Messe rund ums Schlemmen! Seien es Food-Trends, die Vorstellung neuer Produkte, Innovationen in der Ernährungswissenschaft, die Zukunft unserer Ernährung, Nachhaltigkeit oder globale Verantwortung – die Themenfelder rund um Ernährung sind breit.
In diesem Jahr hat die weltweit größte Fachmesse der Nahrungsmittelindustrie und Ernährungswirtschaft ihre Rekorde gebrochen: 8.000 Aussteller aus 110 Ländern präsentieren ihre Produkte – so viele gab es bisher noch nie.
Zudem stürmten mehr als 145.000 Fachbesucher*innen aus über 190 Ländern die Hallen auf der Suche nach dem perfekten Gaumenschmaus und frischen Ideen. Demzufolge ist die ANUGA die global relevanteste Plattform der F&B-Branche (Food & Beverage / Lebensmittel- und Getränkeindustrie).
Wir waren für euch vor Ort und haben uns nach den neusten veganen Trends umgeschaut.
Besonders für Veganer*innen gab es dieses Jahr ein echtes Highlight!
Eine ganze Halle (fast) nur für pflanzliche Proteine & Ersatzprodukte!
Immer mehr Menschen fragen sich, was da eigentlich auf dem Teller liegt und wo es herkommt. Sprich, das Interesse an Gesundheit, Klimaschutz, Tierwohl und Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren gewachsen. Um diese Bereiche abzudecken, wurden dieses Jahr auf der ANUGA 2025 erstmals die Türen zur ANUGA Alternatives geöffnet.
Eine eigene Fachmesse innerhalb der größten B2B-Foodmesse der Welt, die sich zum Großteil mit alternativen Proteinquellen auseinandersetzt. Ihr kommt eine ganz eigene Halle zuteil, welche das Thema „Out of Home“ der letzten Jahre ersetzt.

Ein Himmel für pflanzliche Produkte? Etwa 90 Aussteller aus der ganzen Welt zeigten unter dem Leitthema „Sustainable Growth“, was sie draufhaben – und stellten ihre Produkte einem breiten Publikum vor. Dabei spielten nicht nur einzelne pflanzliche Ersatzprodukte eine Rolle, sondern verschiedenste Alternativen wie Pilz-, Algen- und Insektenproteinen – zellkultiviertes Fleisch fehlte jedoch leider.
Essen ist mehr als nur Nahrung: neue Bühne für Diskussionen zur Nachhaltigkeit, Klima & Landwirtschaft
Ebenfalls neu: Die HORIZON Stage – hier wurde die neue Messe von einem Fachprogramm begleitet. Darunter Vorträge und Talks von Expert*innen aus der Wissenschaft, Wirtschaft und NGOs. Beispielweise stellte ProVeg die Entwicklung pflanzlicher Start-ups vor und erläuterte, was man unter dem “White Label” versteht.
Zudem wurde sich mit Themen wie KI, Food-Tech, Vertical Farming und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt – in sowohl ökologischer als auch ethischer Sicht.

In den Talks waren unter anderem Edwin Bark (Redefine Meat), Hector Freitas (LIVEKINDLY Collective), Dr. Giuseppe Scionti (Novameat) und Partner wie BALPro, ProVeg, Vegconomist, DLG, Lidl und REWE.
In den Vorträgen wurde klar: Pflanzliche Proteine spielen eine zentrale Rolle, wenn es um den weltweiten Wandel in der Ernährung geht. Auch abseits der neuen Fachmesse waren, über alle zehn Hallen verteilt, mehr als 1.600 Hersteller mit pflanzlichen Produkten vor Ort!
Korea im Fokus: Kann mehr als nur K-Pop – Kimchi & Co. für gesunde und nachhaltige Ernährung
Korea war dieses Jahr Partnerland der ANUGA 2025 unter dem Motto „ Flavor Meets Trends“. Das Land hat nämlich bedeutend mehr zu bieten als K-Pop! Die koreanische Küche hat sich in den letzten Jahren vom Insider-Tipp zum globalen Trendsetter gemausert.
Ganze 100 Aussteller zeigten die Vielfalt der kulinarischen Küche vor. Auch, wenn Kimchi mittlerweile auch bei uns als Trend-Food angekommen ist, durfte der fermentierte Kohl bzw. nicht fehlen, genauso wenig Gochujang (Chilipaste), Bibimbap oder Tteokbokki.
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Abseits der Klassiker gab es zahlreiche Leckerbissen des K-Food zu probieren, sei es bei Verkostungen, geführten Touren oder kleinen Events wie einem Live-Cooking-Stand. Dabei spannend: Fermentation und Nachhaltigkeit spielen in der koreanischen Lebensmittelbranche eine wichtige Rolle.

Weitere Highlights der Anuga 2025: Food-Trends, Talks & Tastings
Nicht nur die neu eingeführte Fachmesse der Anuga Alternatives und die koreanischen Innovationen und Anregungen waren bei der Anuga 2025 spannend. Auch Trends und politische Themen dominierten die Messe.
Anuga Trend Zone: Mit Unterstützung von Innova Market Insights und Euromonitor gab’s auf der Stage tiefe Einblicke in globale Trends rund um Ernährung, Nachhaltigkeit und Gesundheit.
Anuga organic on Stage: Politischer Diskurs im Bereich der Ernährung. Bei „Anuga Organic on Stage“ drehte sich alles um Bio, pflanzliche Ernährung und Nachhaltigkeit.
Innovations-Tour: David Trümmer von der New Food Company hat zur “Innovations-Tour” geladen. Los ging es am ProVeg-Stand und uns wurden die neusten Trend aus der Veggie- & Plantbasedbranche vorgestellt. In Kürze mehr in einem Artikel hier dazu.
Spannend dabei war ein Gespräch mit Landwirtschaftsminister Alois Rainer über das EU-Ziel von 30 % Bio-Fläche bis 2030 sowie Diskussionen rund um Gentechnik, Non-GMO-Kennzeichnung und die Zukunft pflanzlicher Produkte. Zudem war seine koreanische Amtskollegin Miryung Song zu Gast – Korea war nämlich dieses Jahr Partnerland der ANUGA.

Die ANUGA gewinnt weltweit an Reichweite
Die Anuga 2025 hat eine erstaunliche Reichweite – über 3 Millionen, und damit 25 % mehr als 2023. Doch die Messe wirkt nicht nur in Köln: Mit Events rund um den Globus und einer aktiven Community auf Social Media – vereint unter #weareAnuga – zeigt sie weltweit Präsenz und bringt die Food-Branche zusammen.

ANUGA 2025 - so war´s wirklich!
Dass eine so große Messe, wie die ANUGA einen so mutigen Schritt Richtung Vegan, alternativer Proteine und pflanzlicher Innovationen geht ist ein Statement für die gesamte Branche. Wir sind stolz, als Medienpartner dabei gewesen zu sein.
Langfristig wünschen wir uns natürlich, dass es nur eine Halle mit pflanzlichen und keine tierischen Produkte gibt – aber das ist ein erster Schritt und der Wandel ist da.
Auch im Plantbased-Podcast hat ANUGA-Director Jan Philipp Hartmann ausführlich darüber gesprochen, warum er und sein Team so stark hinter der “Alternatives”-Halle stehen.
Wie wir vor Ort gesehen haben, wurde die Halle auch entsprechen angenommen und auch viele Omnivor lebende Menschen haben sich durchgesnackt und waren begeistert. So geht echter Wandel. Chapeau, ANUGA! 2027 vielleicht komplett vegan?
Wart ihr schon mal auf der ANUGA oder habt es in Zukunft vor? Schreibt eure Eindrücke gerne in die Kommentare!
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