Vegane Eis-Marken 2026: Die 13 besten Sorten im Sommer-Test

Vor fünf Jahren war veganes Eis ein Verzicht-Produkt: ein, zwei Magnum-Vegan-Sorten im Sommer, daneben überteuerte Reformhaus-Becher mit kreidiger Textur und langweiliger Geschmacks-Palette. Wer im Juli durch ein normales Edeka lief, fand mit Glück eine vegane Sorbet-Variante zwischen den hundert klassischen Eissorten – und die war meistens nichts besonderes.
2026 sieht das radikal anders aus. Magnum Vegan hat eine ganze Linie (Classic, Almond, Sea Salt Caramel). Ben & Jerry’s Non-Dairy liefert Premium-Pints mit voller Geschmacks-Tiefe. iChoc und sogar Discounter-Eigenmarken wie Aldi Mein Veggie Tag haben permanente Sortimente. Die vegane Eis-Saison 2026 ist die erste, in der die Auswahl wirklich groß ist, die Qualität nicht mehr Kompromiss bedeutet und die Preise auf einem mit klassischem Eis vergleichbaren Niveau liegen.
Hier die ehrliche Test-Übersicht: welche 14 Marken 2026 wirklich überzeugen, was die Stolperfallen sind (es gibt sie noch), welche Discount-Varianten den Premium-Sorten überraschend nahekommen und welche DIY-Variante in fünf Minuten ein echtes Pflanzendrink-Nicecream zaubert.
So haben wir getestet
Test-Setup: drei Tester:innen, abgeklebte Produkte in zufälliger Reihenfolge, vier Runden Verkostung in der TIV-Küche in Berlin. Sample-Quelle: handelsüblicher Einkauf bei Biomärkten und ausgewählten Online-Shops binnen einer Woche vor dem Test. Keine Pressemuster, keine sponsoring-getriebenen Sortimente. Wir sind mit einigen Marken Affiliate-Partner. Bewertungen entstehen vor Auswertung der Affiliate-Beziehungen.
Welche Marken 2026 wirklich liefern
Sortiert nach Anwendungsfall, nicht nach numerischer Bewertung – weil die richtige Marken-Wahl nicht von einer Punkt-Skala abhängt, sondern davon, was du gerade machen willst.
Für die Mainstream-Genießer (Edeka, Rewe, Real)
Magnum Vegan ist 2026 der unbestrittene Mainstream-Sieger. Vier permanente Sorten (Classic, Almond, Sea Salt Caramel, Mocha), alle in der ikonischen Magnum-Form mit knackiger veganer Schokoladenhülle. Etwa 3,49 Euro pro 3er-Pack im Supermarkt. Geschmackliche Augenhöhe mit klassischem Magnum.
Ben & Jerry’s Non-Dairy hat das Premium-Pint-Segment besetzt. Sorten wie Chocolate Fudge Brownie Non-Dairy und Peanut Butter & Cookies sind 1:1-Versionen der klassischen Pints, auf Mandel-Basis. Etwa 5,99 Euro pro 500-ml-Pint. Premium-Preis, Premium-Erlebnis.
iChoc Sandwich Eis ist der Reisekoffer-Klassiker. Sandwich-Eis mit Schokoladen-Keksen, Cookie-Variante mit Cookie-Crunch, Salty-Pretzel mit Brezelstücken. Etwa 2,49 Euro pro Pack. Im Drogerie-Sortiment (dm, Rossmann) verfügbar.



Premium-Pint-Segment
NoMoo ist die deutsche Manufaktur-Schiene. Klein, hochwertig, mit ungewöhnlichen Sorten (Macadamia-Salted-Caramel, Pistazie-Honig-frei). Direkt online oder im Reformhaus, etwa 5,99 Euro pro 500-ml-Pint.
Booja-Booja ist Premium-Bio aus Großbritannien, Pints mit Cashew-Basis. Höchste Cremigkeits-Klasse, aber Premium-Preis (etwa 8,99 Euro pro 500-ml-Pint). Für besondere Anlässe.
Discount-Eigenmarken (überraschend gut)
Aldi Mein Veggie Tag Eis hat permanente Vegan-Sorten im Sommer-Sortiment. Soja-Basis, klassische Vanille- und Schoko-Variante. Etwa 1,99 Euro pro 500-ml-Becher. Solide für den täglichen Konsum.
Lidl Vemondo Eis liefert ähnliche Range zu vergleichbarem Preis. Hafer- und Soja-Basis-Varianten, gelegentlich Marken-Editionen mit speziellen Geschmacksrichtungen.
dmBio Eis hat eine kleine Bio-Vegan-Linie im Drogerie-Sortiment. Vanille, Schoko, manchmal Beeren-Sorten.

Welches vegane Eis am cremigsten ist
Bewertung nach Mainstream-Geschmacks-Tests in der Vegan-Community 2025/2026.
sehr cremig
cremig, premium
edelste Textur
leichter Sommer-Genuss
best budget


Wassereis und Sorbet (immer vegan)
Capri-Sonne Wassereis, Solero Multi-Frucht, Mini Milk Sorbet: klassische Wassereis-Varianten sind in der Regel vegan, weil keine Milch-Komponente enthalten ist. Etiketten trotzdem prüfen – manche Hersteller fügen Honig oder Milchpulver zu.

Die Stolperfallen: Eis das vegan aussieht, aber nicht ist
Drei Marken-Kategorien sind regelmäßig Stolperfallen, weil sie pflanzlich wirken, aber Milchkomponenten enthalten.
Erstens: Frucht-Sorbets aus dem Eiscafé. Klassisches italienisches Frucht-Sorbet sollte rein pflanzlich sein, aber viele Eisdielen verwenden Sahne oder Joghurt als Cremigkeits-Booster. Im Zweifel fragen: „Ist dieses Sorbet ohne Milch?“ Wenn der Mitarbeiter zögert, lieber eine andere Sorte wählen.
Zweitens: Mochi-Eis. Diese japanischen Reis-Mehl-Bällchen mit Eis-Füllung sind nur zum Teil vegan. Die Reismehl-Hülle ist es, die Eis-Füllung oft nicht. Marken wie My/Mochi haben einzelne vegane Sorten, aber das ganze Sortiment ist nicht durchgehend.



Drittens: Premium-Eismanufakturen mit „Sorbet“-Bezeichnung. Manche Manufakturen verwenden „Sorbet“ auch für sahnige Varianten, die technisch eher Gelato wären. Die Branchen-Terminologie ist hier unscharf.
Selber machen: einfaches Nicecream in fünf Minuten
Das beste vegane Eis ist eines, das du selbst machst – ohne Eismaschine, ohne Stunden Wartezeit. Hier das Minimal-Rezept für eine Pflanzendrink-Nicecream, die in den meisten Vegan-Haushalten zur Standard-Routine geworden ist.
Zutaten für 2 Portionen: 2 reife gefrorene Bananen (in Stücken eingefroren), 1 Esslöffel Hafermilch oder Mandelmilch, optional 1 Teelöffel Kakaopulver oder eine Handvoll gefrorene Beeren.
Vorgehen: Alles in den Hochleistungsmixer oder einen Standmixer geben. Zwei bis drei Minuten mixen, dabei zwischendurch mit dem Spatel die Mischung an den Wänden lösen. Das Ergebnis ist eine cremige, eisähnliche Konsistenz, die sich sofort essen lässt – ohne Eismaschine, ohne Zucker, ohne Verarbeitungskette. Mit Beeren-Topping, Schokoladen-Sauce oder Kokos-Flocken servieren.



Preis-Realität
Veganes Eis liegt 2026 preislich in einer ähnlichen Range wie klassisches Eis: Discount-Varianten ab 1,99 Euro pro 500-ml-Becher, Mainstream-Marken ab 2,49 Euro, Premium-Pints ab 4,99 Euro, Manufaktur-Premium ab 5,99 Euro.
Der oft beklagte Vegan-Aufschlag existiert hier nicht mehr. Magnum Vegan kostet exakt das gleiche wie Magnum Classic. Ben & Jerry’s Non-Dairy steht preislich neben den klassischen Pints im gleichen Kühlregal. Nur das absolute Premium-Bio-Segment (Booja-Booja) ist deutlich teurer als sein omnivores Pendant, was aber an der Bio-Schiene liegt, nicht am Vegan-Status.
Mein Take: das Sommer-Eis-Setup
Stand 2026, im neunten Jahr Magazinarbeit und jenseits der eigenen ersten Vegan-Phase: Was unten steht ist die Position, mit der wir gerade arbeiten – nicht die einzig richtige, aber die, die uns am stabilsten durchhilft.
Bei mir liegt im Bali-Wohnungs-Tiefkühler aktuell eine Reihe von kleinen Magnum-Vegan-Variationen für die Strand-Tage. NoMoo Manufaktur-Pints kaufe ich gezielt, wenn ich in Deutschland bin – die ungewöhnlichen Sorten lohnen den Umweg über den Reformhaus-Laden.
DIY-Nicecream läuft als Standard-Routine in der Tropen-Saison: gefrorene Bananen sind hier billig und immer verfügbar, eine Portion ist in fünf Minuten fertig. Für die kalorienbewussten Tage ohne Zuckerzusatz, für die Genuss-Tage mit einem Schuss Erdnussmus und Schokoladen-Sauce.
Was nicht im Tiefkühler liegt: Ben & Jerry’s Non-Dairy in der klassischen Vollkalorien-Variante. Zu cremig, zu süchtigmachend, zu schnell weg. Premium-Pints sind bei mir Sonderbestellungs-Status, kein Wochen-Standard.
Wer mehr Süßes durchgehen will: unser Schokoladen-Tiefenrecherche 2026 deckt die Tafel-Frage ab; der Joghurt-Test die Frühstücks-Süße; die Master-Liste der Stolperfallen-Lebensmittel die Etikett-Check-Routine. Plus für die Sommer-Saison: der Grill-Guide 2026.
Schöne Eis-Saison. Lass dich nicht von der „Sorbet-Bezeichnung-Falle“ in der Eisdiele kalt erwischen, frag im Zweifel nach. 2026 ist es endlich keine Frage mehr, ob es vegan geht – sondern nur welche Sorte heute auf den Tisch kommt.
FAQ - Das fragen andere
Welche veganen Eis-Marken sind 2026 wirklich gut?
Welche Marken 2026 wirklich liefern?
Welches vegane Eis am cremigsten ist?
Schon den Plantbased-Podcast gehört?
Veganismus, Tierschutz, Klima, Nachhaltigkeit, Artenschutz, alles, was uns gerade umtreibt, gibt es bei Plantbased, unserem Podcast. Wir reden mit Menschen, die etwas zu sagen haben und mit ihrem Leben zeigen, was geht. Auch als Videopodcast auf YouTube.
Schon zu Gast waren u. a. Sarah Connor, Hannes Jaenicke, Paul Watson, Patrik Baboumian, Bibi Heinicke, Atze Schröder, Kerstin Ott, Dr. Zoe Mayer, Maya Leinenbach und Femke Den Haas und viele weitere.
Seit 2019 · This Is Vegan · unabhängig, vegan, manchmal unbequem
Mitmachen, nicht nur mitlesen
Wir finanzieren uns über Affiliate-Empfehlungen und die Community. Schau auf unseren Community Deals vorbei für exklusive Rabattcodes bei sorgfältig ausgesuchten plant-based Partnern. Du zahlst nichts extra, wir können weiterschreiben. Fairer Deal.
Oder folg uns einfach hier:
In eigener Sache
Dieser Tierschutz-Journalismus ist gratis und werbearm, weil Leser:innen ihn tragen. Schon 3 € helfen – für die Tiere, für die Sache.
Jetzt spendenUnsere Partner, die die Mission mittragen: Vriends 🌱