Vegan grillen - Seitansteak, Tofuwurst und Gemüse
Gemüse war gestern – vegan grillen mit Alternativen, die wie Fleisch schmecken
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Die Grillsaison ist 2026 das vielleicht erste Jahr, in dem man als Veganer beim BBQ nicht mehr erklären muss, was man da auf dem Rost hat. Die Patties sind besser geworden. Die Würstchen schmecken nicht mehr nach Stützstrumpf. Und ein paar Klassiker, die wir alle übersehen hatten, sind ehrlich gesagt das Beste, was auf eine Glut gehört. Trotzdem ist 70 Prozent dessen, was als “vegan-grillbar” vermarktet wird, Marketing-Lärm.

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Wir haben uns durch das aktuelle Sortiment gegessen und für dich sortiert: was lohnt, was bleibt im Regal, und wie du selbst aus drei Marinaden-Basics genug rausholst, um dir die teuren Fertigprodukte zu sparen. Hier ist der Guide, den wir gerne selbst gehabt hätten, als die Saison angefangen hat.

Über diesen Guide

Quellen-Mix für diesen Guide: eigene Praxis-Erfahrung der TIV-Redaktion, plus aktuelle Recherche zu Markt-Daten und Anbieter-Stand (Stichtag ca. ein Monat vor Veröffentlichung). Wir versuchen, jede konkrete Empfehlung mit einer Begründung zu hinterlegen statt mit Floskeln. Hinweise und Ergänzungen aus der Community gerne auf Instagram.

Die drei Säulen veganen Grillens

Bevor wir in die Produkte gehen, kurz das mentale Modell. Ein gelungenes veganes BBQ besteht aus drei Bausteinen, die unterschiedliche Jobs haben:

  • Patties und Würstchen für die, die “echtes Grillgut” wollen. Hier zählt Textur, Geschmack und vor allem, dass es nicht durch den Rost fällt.
  • Gemüse-Stars für Geschmackstiefe und Variation. Königs-Pilze, Aubergine, Mais und Süßkartoffel sind die unterschätzten Helden der Saison.
  • Beilagen und Dips für die Inszenierung. Marinaden, Saucen und ein bisschen Drama auf dem Teller, das den Unterschied zwischen “ok” und “wann gibt es das wieder” macht.

Wer alle drei abdeckt, hat ein BBQ, an dem auch eingefleischte Mischköstler nicht mehr nach der Wurst fragen. Wer nur Säule eins macht, landet bei den ewigen “vegane Wurst halt”-Vergleichen, und die gewinnt man selten.

Vegane Grill-Spieße mit Tofu, Paprika, Zucchini und Champignons in einer weißen Schale, im Sommer-Outdoor-Setting
Vegane Tofu-Gemüse-Spieße sind der zuverlässigste Hingucker auf jeder pflanzlichen Grill-Party. Foto: Adobe Stock.

Vegane Patties: Was hält, was zerbröselt

Der Pattie-Markt hat sich seit 2024 sortiert. Die Erbsen-Protein-Generation (Beyond, Garden Gourmet) ist Standard geworden, gleichzeitig sind ein paar interessante Player auf Bohnen- und Pilz-Basis dazugekommen. Unsere Take auf die wichtigsten:

  • Beyond Meat Burger: Immer noch die zuverlässigste Wahl, wenn es “wie Fleisch” sein soll. Saftig, hält gut, brennt nicht schnell an. Premium-Preis, aber konsistent.
  • Garden Gourmet Sensational Burger: Beyond für Sparfüchse. Geschmacklich knapp dahinter, Textur etwas trockener wenn man ihn zu lange auf der Glut lässt. Maximale Hitze 4 Minuten pro Seite, dann runter.
  • Veganz Pattie: Pilz-basiert, dezenterer Eigengeschmack, nimmt Marinaden besonders gut an. Mein persönlicher Favorit für Sliders und Bowls, weniger für den klassischen “ich will einen Burger”-Moment.
  • Like Meat Like Burger: Hat sich von der Textur in den letzten Saisons stark verbessert. Hält auf dem Rost überraschend gut, schmeckt aber etwas eindimensional.
  • Wheaty: Vegane Steaks und Würste auf Basis von Weizenprotein aka Seitan – das ist Wheaty. Perfekt für den Grill.
  • The Vegetarian Butcher McRaging: Die Soja-Variante mit überraschend hoher Saftigkeit. Funktioniert nur, wenn du sie nicht zu Tode grillst, sonst gummi.
  • Planted Steak: Die Planted-Produkte sind unglaublich authentisch. Da kannst du nichts mit falsch machen. Immer mal wieder im Supermarkt im Angebot.

Die Wahrheit ist: Wenn du den Aufwand nicht scheust, schlagen selbst gemachte Patties aus schwarzen Bohnen, Linsen oder Kichererbsen geschmacklich fast jede gekaufte Variante. Du hast die Kontrolle über Würze, Textur und Eiweiß-Gehalt. Wir haben in unserem Kichererbsen-Rezept die Basis-Technik beschrieben, die auch für Patties funktioniert. Nachteil: Du brauchst eine ordentliche Pfanne oder eine Grillplatte, sonst zerfällt das Ding spätestens beim Wenden.

Wenn dir normale vegane Alternativen zum grillen zu teuer sind, check auf Vegan Alarm, was veganes Grillgut im Angebot ist.

TIV-Patties-Stack für die Saison

Wer Patties direkt bestellen will: Veganz hat die größte Auswahl an Pilz- und Erbsen-Patties im Direkt-Shop, oft mit Saison-Bundles. Bei KoRo findest du dazu Burger-Buns aus Vollkorn und Pattie-Mix-Pulver zum Selbermachen (Kichererbse, Linse, Bohne), das ist preislich oft die smartere Wahl als alle Wochen 1-2-Packs zu kaufen. Ihr könnt euch aber auch easy Soja-Steaks selbst machen und habt damit pures Protein.

Beyond Meat stellt auf der ANUGA 2025 Beyond Bratwurst und Beyond Steak Pieces vor
Beyond Meat stellt auf der ANUGA 2025 Beyond Bratwurst und Beyond Steak Pieces vor

Vegane Würstchen: Der ehrliche Reality-Check

Würstchen sind die emotionale Frage. Wer als Veganer aus einer Wurst-Familie kommt, weiß, dass die Würste die letzten sind, die man vermisst. Hier hat sich tatsächlich am meisten getan:

  • Wheaty Smoky: Seitan-Klassiker, kräftig im Geschmack, hält der Grillhitze stand. Beste Wahl, wenn du Bratwurst-artig grillen willst.
  • Taifun Tofu-Wiener: Filigraner Geschmack, leichter Räucher-Touch. Wird auf dem Rost schnell trocken, wenn du nicht aufpasst, daher mit Marinade arbeiten oder in der Pfanne fertig anbraten.
  • Like Meat Like Bratwurst: Die rustikalste Option, kommt vom Mundgefühl her sehr nah an klassische Bratwurst. Salz-Gehalt im Auge behalten, ist eher hoch.
  • Bratmaxe Pflanzlich: Wenn du sie kriegst, lohnt sich der Versuch. Reduziert auf Erbsenprotein, gut gewürzt, hält perfekt auf dem Rost.
  • DIY-Option Seitan: Wer Zeit hat, macht selbst. Vitalweizen-Mehl plus Würze, kneten, dämpfen, formen, grillen. Aufwand: einmal 90 Minuten, Ertrag: 2-3 Wochen Wurst-Vorrat.

Tipp aus Erfahrung: Würstchen niemals direkt auf die heißeste Glut. Vegane Würste haben weniger Fett, brennen schneller außen schwarz und bleiben innen lauwarm. Indirekte Hitze, 5-7 Minuten, dabei einmal drehen. Wenn du Holzkohle nimmst: Glut zur Seite ziehen, Würste daneben legen, Deckel zu.

Gemüse auf dem Grill – nicht unterschätzen!

Hier liegt der eigentliche Hebel für ein BBQ, das man sich merkt. Vier Gemüse, die auf der Glut absolut explodieren:

  • Königs-Austernpilze: Längs in 1 cm Scheiben schneiden, beidseitig mit Olivenöl + Salz, 4-5 Minuten pro Seite. Ergibt eine “Steak”-Textur, die du bei keinem Fertigprodukt findest. Mit ein bisschen Sojasauce nach dem Grillen finalisieren.
  • Aubergine in Scheiben: 1,5 cm dick, vorher 20 Minuten salzen und abtupfen (zieht Bitterstoffe und Wasser raus). Mit Olivenöl bestreichen, 3-4 Minuten pro Seite. gut zwischen einem Brötchen mit Tomate, Hummus und Zwiebel.
  • Maiskolben: Direkt auf die Glut, regelmäßig drehen, 8-10 Minuten bis schwarze Stellen entstehen. Danach mit Limetten-Salz oder einer veganen Buttermischung (Margarine + Knoblauch + Limette) bestreichen.
  • Sweet Potato Wedges: Vorgaren (8 Minuten in kochendem Wasser), abtropfen, mit Öl und Paprika edelsüß auf den Rost, 4 Minuten pro Seite. Karamellisierende Süße trifft Rauch, das ist Magie.

Bonus-Tipp: Halloumi-Alternative. Violife macht einen Block “Mediterranean Style”, der sich auf der Pfanne und der Grillplatte hält und schöne Branding-Streifen bekommt. Auf einer offenen Glut zerläuft er, daher Grillpfanne oder Backpapier zwischenlegen.

Marinaden-Lab: 3 Rezepte, die du auswendig können solltest

Jede gute Marinade besteht aus fünf Bausteinen: Öl, Säure, Salz, Süße, Würze. Wer dieses Verhältnis im Kopf hat, braucht nie wieder ein Fertigprodukt. Hier drei Marinaden, die in unserer Test-Saison am meisten gelaufen sind, jeweils für 4 Portionen Patties, Würstchen oder Gemüse:

1. BBQ-Smoky (für Patties und Pulled-Style-Gerichte)

  • 4 EL Tomatenmark
  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • Pfeffer aus der Mühle

Alle Zutaten verrühren, Patties oder Gemüse mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Mit dieser Marinade gegrillt: glasige Oberfläche, Karamellisierung, klassischer BBQ-Vibe.

2. Asia-Glaze (für Würstchen, Tempeh und Tofu)

  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL Ahornsirup oder Reis-Sirup
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe gepresst
  • 1 TL Chili-Flocken (optional)

Mindestens 1 Stunde marinieren. Während des Grillens nochmal mit der Marinade bepinseln, sie karamellisiert und gibt eine schöne Lack-Optik. Funktioniert gut für BBQ-Tempeh-Burger und alles, was eine asiatische Note vertragen kann.

3. Mediterran (für Gemüse, vor allem Aubergine und Pilze)

  • 5 EL gutes Olivenöl
  • 2 EL Balsamico-Essig
  • 1 EL frischer Rosmarin, gehackt
  • 1 EL frischer Thymian
  • 2 Knoblauchzehen gepresst
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer

15-20 Minuten ziehen lassen, mehr ist nicht nötig. Diese Marinade ist dezent, lässt das Gemüse vorne sein, gibt aber Tiefe. Perfekt für ein Antipasti-Style-BBQ mit Aubergine, Zucchini, Paprika und Champignons.

Auf einem weißen Backpapier liegen fertig gegrillte Wurste von veganz. Daneben die Verpackung der Würste . Neben den Würsten liegen gebackene Kartoffelecken und Paprika

Grill-Tech: Was du wirklich brauchst

Du brauchst keinen 800-Euro-Gasgrill für ein gelungenes veganes BBQ. Wichtig sind drei Dinge:

  • Eine Grillplatte oder gusseiserne Grillpfanne: Patties und kleinteiliges Gemüse fallen sonst durch den Rost. Eine 30×30 cm Gussplatte für 30-50 Euro ist die beste Einzel-Investition, die du dieses Jahr für dein BBQ machen kannst.
  • Eine ordentliche Grillzange: Die billigen aus dem Supermarkt brechen oder rosten. Edelstahl, lang genug für sichere Distanz zur Glut. Eine Investition fürs Leben.
  • Aluschalen oder Edelstahl-Schalen: Für indirektes Garen von Würstchen, für Saucen, die warm bleiben sollen, oder als Untersetzer für empfindlichere Stücke. Edelstahl ist nachhaltiger als Aluminium, einmaliger Kauf reicht für Saisons.

Was du nicht brauchst: spezielle “vegane Grill-Sets”, Pseudo-Räuchermehl-Erweiterungen, oder Grill-Gewürze für 12 Euro pro 50 Gramm. Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver, Knoblauchpulver, Kreuzkümmel: das sind die fünf Gewürze, die 90 Prozent dessen, was du grillen wirst, würzen.

TIV-BBQ-Stack

Die Gewürz-Basis und Marinaden-Bausteine kriegst du am preiswertesten bei KoRo (Großgebinde Paprika edelsüß, Räuchersalz, Sojasauce, Ahornsirup, alles was die drei Marinaden oben brauchst). Für die Spezial-Sachen wie Wheaty-Würstchen, Bratmaxe und Tempeh-Block: Velivery liefert kühl und hat das größte Sortiment an Profi-Grill-Optionen für Vegane.

Vegan-Burger auf dem Grill mit Spatel, BBQ-Setting mit Holzkohle-Optik
Auf dem Grill kommt es auf die richtige Hitze an – mittlere Hitze, 4 bis 5 Minuten pro Seite, einmal wenden.

Häufige Fragen rund um vegan grillen

Reicht das vegane Grillgut wirklich für eine gemischte Runde mit Mischköstlern?

Ja, wenn du klug planst. Stelle nicht “vegan vs. Fleisch” gegenüber, sondern bau ein BBQ, in dem die veganen Sachen die Highlights sind: ein gut gemachter Pilz-Steak, ein Mais mit Limetten-Butter, eine Aubergine mit Mediterran-Marinade. Das ist ein Sieg ohne Diskussion, nicht eine Verteidigung gegen Bratwurst-Tradition.

Wie viel Eiweiß bekomme ich aus veganem Grillgut?

Eine Bandbreite, je nach Produkt. Erbsenprotein-basierte Patties liegen bei 18-22 g Eiweiß pro 113-g-Pattie, was vergleichbar mit Rindfleisch ist. Würstchen variieren stärker, von 12 g (Tofu-Wiener) bis 22 g (Seitan). Selbst gemachte Linsen-Bohnen-Patties bringen es auf 12-16 g, sind aber dafür ballaststoffreicher. Wer auf Eiweiß-Targets zählt: in unserem Proteinpulver-Test findest du, wie du die Lücken mit Shakes nach dem BBQ schließt, falls du im Sport-Modus bist.

Kann ich vegane Patties mit Fleisch-Patties auf derselben Glut grillen?

Technisch ja, sauberer ist die Trennung. Wenn du ein gemischtes BBQ machst und einen Rost teilst, leg den veganen Sachen Alufolie oder Edelstahl-Schalen unter. Verhindert Kreuzkontakt mit Fleischsaft und Fett, was sich auch geschmacklich auf vegane Patties überträgt.

Wie lange müssen vegane Patties auf den Grill?

Faustregel: 3-4 Minuten pro Seite bei mittlerer Hitze. Vegane Patties haben kein Fett, das ausläuft, daher trocknen sie schneller aus als Rindfleisch. Wenn die Oberfläche gut karamellisiert ist und sich der Pattie leicht vom Rost lösen lässt, ist er fertig. Innentemperaturen kannst du dir bei Patties auf Pflanzenbasis sparen, sie sind ohnehin vorgegart und es geht nur ums Erwärmen und die Maillard-Reaktion.

Was sind die häufigsten Anfänger-Fehler beim veganen Grillen?

Drei Klassiker. Erstens, zu heiße Glut, zu lange Garzeit: vegane Sachen brennen schneller außen schwarz. Zweitens, kein Öl auf das Grillgut: ohne Fett klebt alles am Rost. Drittens, keine Marinade: was man bei einem Steak mit Fett-Säftigkeit kompensieren kann, muss bei Pflanzenbasis durch Würze und Säure ersetzt werden.

Sind vegane Würstchen gesünder als klassische Würstchen?

Nicht automatisch. Viele vegane Würste sind verarbeitete Produkte mit hohem Salz- und teils Fett-Gehalt. Sie haben keinen tierischen Fett-Anteil, kein Cholesterin und in der Regel weniger gesättigte Fettsäuren, das ist ein klarer Vorteil. Aber als regelmäßiges Hauptnahrungsmittel sind sie nicht besser als ihre tierischen Pendants. Im BBQ-Kontext und in normalen Mengen kein Problem, im Alltag eher Ausnahme bleiben.

Vegan grillen

Was ich diese Saison wirklich nehme

Wenn du mich morgens beim Einkaufen für ein BBQ erwischst, landen drei Dinge sicher im Wagen: Beyond-Patties für die Burger-Fans, Königs-Pilze für die Show, Maiskolben für die Stimmung. Dazu eine Aubergine, ein Tempeh-Block, eine Wheaty-Smoky-Würstchen-Packung und die BBQ-Marinade aus Tomatenmark, Ahornsirup und Sojasauce, die ich auswendig kann. Das ist mein Grundkasten. Alles andere ist Bonus.

Wer in den Sport-Modus rein muss (Wettkampf-Phase, hohe Trainingsbelastung), findet in unserem Sporternährung-Guide die Eiweiß-Strategie für BBQ-Tage. Wer das BBQ mit Tempeh aufpumpen will: die Tempeh-Burger-Anleitung ist Pflichtlektüre. Für die selbstgemachten BBQ-Saucen haben wir 7 Rezepte, und wer noch eine Marken-Auswahl bei Würstchen sucht, findet sie im Wurst-Test 2026.

Alle anderen TIV-Tests dieses Jahres (Käse, Wurst, Pizza, Milch, Schoki, Fisch usw.) findest du gesammelt in unserer TIV-Tests 2026-Übersicht. Mein Tipp – check für einen richtigen Grill Deep Dive auch den Grill Guide von Tobi aka Vegan Veteran.

Helft euch auch mit Gemüse aus – gerade Austernpilze können einiges. Oder Liquid Smoke.

Schöne Saison. Lass die Glut nicht zu heiß werden, mariniere großzügig, und probiere, was dir schmeck. Auch die Discounter haben richtig gute Eigenmarken, die es sich lohnt zu probieren. Aktuell hat LIDL z.B. wieder die Grillplatte, die einiges kann.


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Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Was funktioniert beim veganen Grillen wirklich (und was nicht)?
Drei Säulen: gute Patties (Beyond Burger, The Vegetarian Butcher Like Burger, Vivera für Mainstream-Standard), gute Würste (Rügenwalder Bratwurst, Wheaty Smokey Hexer) und die oft vergessenen Gemüse-Stars (Aubergine, Mais, Portobello-Pilze, Halloumi-Tofu, Wassermelonen-Steak).
Reicht das vegane Grillgut wirklich für eine gemischte Runde mit Mischköstlern?
Ja, wenn du klug planst. Stelle nicht “vegan vs. Fleisch” gegenüber, sondern bau ein BBQ, in dem die veganen Sachen die Highlights sind: ein gut gemachter Pilz-Steak, ein Mais mit Limetten-Butter, eine Aubergine mit Mediterran-Marinade.
Wie viel Eiweiß bekomme ich aus veganem Grillgut?
Eine Bandbreite, je nach Produkt. Erbsenprotein-basierte Patties liegen bei 18-22 g Eiweiß pro 113-g-Pattie, was vergleichbar mit Rindfleisch ist. Würstchen variieren stärker, von 12 g (Tofu-Wiener) bis 22 g (Seitan).
Kann ich vegane Patties mit Fleisch-Patties auf derselben Glut grillen?
Technisch ja, sauberer ist die Trennung. Wenn du ein gemischtes BBQ machst und einen Rost teilst, leg den veganen Sachen Alufolie oder Edelstahl-Schalen unter. Verhindert Kreuzkontakt mit Fleischsaft und Fett, was sich auch geschmacklich auf vegane Patties überträgt.
Wie lange müssen vegane Patties auf den Grill?
Faustregel: 3-4 Minuten pro Seite bei mittlerer Hitze. Vegane Patties haben kein Fett, das ausläuft, daher trocknen sie schneller aus als Rindfleisch. Wenn die Oberfläche gut karamellisiert ist und sich der Pattie leicht vom Rost lösen lässt, ist er fertig.
Was sind die häufigsten Anfänger-Fehler beim veganen Grillen?
Drei Klassiker. Erstens, zu heiße Glut, zu lange Garzeit: vegane Sachen brennen schneller außen schwarz. Zweitens, kein Öl auf das Grillgut: ohne Fett klebt alles am Rost.
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