Ist Cola vegan: Glas Cola mit Eiswürfeln und Zitronenscheibe vor dunklem Hintergrund
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Du stehst am Kiosk, es hat 34 Grad, und plötzlich fragt dein Kopf: Moment, ist Cola überhaupt vegan? Berechtigte Frage. Irgendwo hast du mal gehört, dass in Fanta Fischgelatine steckt. Und ganz falsch ist das nicht, nur eben ziemlich veraltet. Hier kommt die Antwort ohne Drama.

Ist Cola vegan: Glas Cola mit Eiswürfeln und Zitronenscheibe vor dunklem Hintergrund

Die kurze Antwort

Ja, Cola ist vegan. Coca-Cola Classic, Zero und Light enthalten in Deutschland keine tierischen Zutaten: Wasser, Zucker, Kohlensäure, Farbstoff E150d (Zuckerkulör), Phosphorsäure, Aromen inklusive Koffein. Kein Tier weit und breit. Auf Anfrage hat Coca-Cola das auch offiziell bestätigt. Was der Konzern allerdings nicht macht: seine Getränke als vegan zertifizieren oder eine pauschale Garantie für alle Marken im Portfolio abgeben. Die britische FAQ formuliert vorsichtig, die “überwiegende Mehrheit” der Getränke sei für Veganer:innen geeignet. Die Mehrheit. Nicht alle. Genau in dieser Lücke wohnt die ganze Verwirrung, und die schauen wir uns jetzt an.

Getränk Status Anmerkung
Coca-Cola Classic / Zero / Light ✅ vegan Keine tierischen Zutaten, aber keine Vegan-Zertifizierung
Fanta (Deutschland) ✅ vegan Die Fischgelatine-Zeiten sind vorbei, siehe unten
Sprite ✅ vegan Zitronenlimo ohne tierische Zutaten
Mezzo Mix ✅ vegan Cola plus Orange, gleiche Zutatenbasis
Pepsi / Pepsi Max ✅ vegan Laut PepsiCo für vegane Ernährung geeignet
Diet Pepsi (UK) ❌ nicht vegan PepsiCo nennt den Grund nicht, “commercially sensitive”
fritz-kola ✅ vegan Kommuniziert offen: alle fritz-Produkte sind vegan
Club Mate ✅ vegan Keine tierischen Zutaten deklariert
Rote Bitter-Limos (z.B. Sanbitter) ❌ oft nicht vegan E120 (Karmin) aus Schildläusen als Farbstoff möglich

Die Fanta-Fischgelatine-Geschichte

Hier liegt der Ursprung des ganzen Gerüchts. Bis etwa 2010 enthielten manche Fanta-Sorten in einigen Ländern, allen voran Großbritannien, Spuren von Fischgelatine. Nicht als Geschmackszutat, sondern als Trägerstoff für Beta-Carotin, den orangen Farbstoff. Die Gelatine stabilisierte die Farbe, tauchte aber wegen der winzigen Menge nicht mal in der Zutatenliste auf. Fand man nur raus, wenn man beim Hersteller nachfragte.

Diese Zeiten sind vorbei. Die deutsche Fanta kommt heute ohne tierische Trägerstoffe aus, die britische färbt inzwischen mit Karotten-, Süßkartoffel- und Kürbisextrakten. Wer damals als Veganer:in in London eine Fanta bestellt hat, hat also tatsächlich Fisch mitgetrunken, ohne es zu ahnen. Solche Geschichten vergisst das Internet nie. Trotzdem hält sich die Fisch-Story hartnäckig in jedem zweiten Forum. Kleiner Haken am Rande: Ein paar Coca-Cola-Produkte in UK, etwa Lilt, arbeiten laut Konzern weiterhin mit Spuren von Fischgelatine. Deutschland ist davon nicht betroffen, aber es zeigt, warum Coca-Cola eben keine Pauschalgarantie fürs ganze Sortiment abgibt.

Orangenlimonade im Glas mit frischen Orangenscheiben, Symbolbild für die Fanta-Fischgelatine-Geschichte

Warum Hersteller keine Vegan-Garantie geben

Kurze ehrliche Einordnung: “Natürliche Aromen” sind eine Grauzone. Der Begriff verrät dir nur, dass ein Aroma aus einem natürlichen Rohstoff gewonnen wurde. Ob der vom Feld oder vom Tier stammt, steht nirgends, und theoretisch können auch tierische Quellen dahinterstecken. Bei Cola ist das Risiko praktisch null, die Rezeptur ist alt, pflanzlich und gut dokumentiert. Aber juristisch wasserdicht ist es für einen Konzern eben erst mit Zertifikat, und das kostet Aufwand für jedes Produkt in jedem Land.

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Wie absurd das werden kann, zeigt Diet Pepsi. In Großbritannien erklärt PepsiCo die Sorte offiziell für nicht vegan, verrät aber nicht warum. “Commercially sensitive”, also Geschäftsgeheimnis. Selbst der Abfüller Britvic weiß es angeblich nicht. Eine Limo mit geheimer tierischer Zutat, das gibt es wirklich.

Und dann wäre da noch die Knochenkohle-Frage, die dir in jedem englischsprachigen Artikel begegnet: In den USA wird Rohrzucker teils über Tierknochenkohle gefiltert. Für Deutschland kannst du das getrost abhaken. Hier kommt fast ausschließlich Rübenzucker zum Einsatz, und der braucht diesen Filterschritt gar nicht.

Erfrischend anders macht es übrigens fritz-kola: Die Hamburger kommunizieren schlicht, dass alle fritz-Produkte vegan sind. Kein Rätselraten, keine Anfrage nötig. Geht doch.

Die echten Fallen bei Limos

Wenn du bei Softdrinks wirklich aufpassen musst, dann bei den roten. Der Farbstoff E120, auch Karmin oder echtes Karmin genannt, wird aus getrockneten Cochenille-Schildläusen gewonnen. Für ein Kilo Farbstoff sterben zehntausende Tiere. Und weil E120 als “natürlicher Farbstoff” gilt, klingt er auf dem Etikett harmloser, als er ist. E120 steckt klassisch in Bitter-Limos: Sanbitter verdankt ihm sein Signalrot, und auch Campari färbte bis 2006 mit Karmin, bevor der Konzern auf synthetische Farbe umstellte. Bei roten Aperitif-Limos und Bitter-Drinks lohnt der Blick auf die Zutatenliste also immer. Steht da E120, Karmin oder Cochenille, ist das Getränk nicht vegan. Steht da E163 (Anthocyane) oder Karottenextrakt, bist du safe. Und jede andere kryptische Nummer jagst du am schnellsten durch unseren E-Nummern-Checker.

Silhouetten verschiedener Limonadenflaschen im Gegenlicht, Vegan-Check für Softdrinks

Cola selbst bleibt davon unberührt. Ihr Braun kommt aus Zuckerkulör, und das ist schlicht erhitzter Zucker. Wenn du wissen willst, wie andere Produkte im Vegan-Check abschneiden, findest du in unserer ultimativen Ist-das-vegan-Liste den kompletten Überblick. Und falls dich eher der Koffein-Kick aus der Dose interessiert: Ist Monster Energy vegan? haben wir uns auch schon genauer angesehen.

Häufige Fragen

Ist Coca-Cola Zero vegan?

Ja. Coca-Cola Zero enthält statt Zucker Süßstoffe wie Aspartam und Acesulfam-K, beide synthetisch hergestellt. Tierische Zutaten stecken keine drin. Gleiches gilt für Coca-Cola Light.

Warum war Fanta früher nicht vegan?

In manchen Ländern, vor allem in Großbritannien, stabilisierte bis etwa 2010 Fischgelatine das Beta-Carotin in der Rezeptur. Heute übernehmen das pflanzliche Alternativen. Deutsche Fanta ist vegan.

Wird Cola-Zucker mit Knochenkohle gefiltert?

In Deutschland nein. Knochenkohle-Filtration ist ein US-Thema bei Rohrzucker. Europäische Cola wird mit Rübenzucker gesüßt, der ohne diesen Prozess auskommt.

Welche Limonaden sind sicher nicht vegan?

Rote Bitter-Limos mit E120 (Karmin), etwa Sanbitter, und in Großbritannien Diet Pepsi sowie einzelne Coca-Cola-Produkte mit Fischgelatine-Spuren wie Lilt. In Deutschland ist das Regal dagegen ziemlich entspannt.

So sind wir vorgegangen: Für diesen Artikel haben wir die offiziellen FAQ-Aussagen von Coca-Cola (Deutschland und UK) und PepsiCo ausgewertet, Herstelleranfragen unabhängiger Portale wie Vegpool gegengeprüft und Zutatenlisten über OpenFoodFacts verifiziert. Rezepturen können sich ändern, im Zweifel hilft immer der Blick aufs Etikett. Stand: Juli 2026.
Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Warum Hersteller keine Vegan-Garantie geben?
Kurze ehrliche Einordnung: “Natürliche Aromen” sind eine Grauzone. Der Begriff verrät dir nur, dass ein Aroma aus einem natürlichen Rohstoff gewonnen wurde.
Ist Coca-Cola Zero vegan?
Ja. Coca-Cola Zero enthält statt Zucker Süßstoffe wie Aspartam und Acesulfam-K, beide synthetisch hergestellt. Tierische Zutaten stecken keine drin. Gleiches gilt für Coca-Cola Light.
Warum war Fanta früher nicht vegan?
In manchen Ländern, vor allem in Großbritannien, stabilisierte bis etwa 2010 Fischgelatine das Beta-Carotin in der Rezeptur. Heute übernehmen das pflanzliche Alternativen. Deutsche Fanta ist vegan.
Wird Cola-Zucker mit Knochenkohle gefiltert?
In Deutschland nein. Knochenkohle-Filtration ist ein US-Thema bei Rohrzucker. Europäische Cola wird mit Rübenzucker gesüßt, der ohne diesen Prozess auskommt.
Welche Limonaden sind sicher nicht vegan?
Rote Bitter-Limos mit E120 (Karmin), etwa Sanbitter, und in Großbritannien Diet Pepsi sowie einzelne Coca-Cola-Produkte mit Fischgelatine-Spuren wie Lilt. In Deutschland ist das Regal dagegen ziemlich entspannt.
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