Oktoberfest vegan 2026: Alle veganen Gerichte der Wiesn-Zelte mit Preisen

Das günstigste vegane Hauptgericht der Wiesn 2026 kostet 14,80 Euro und liegt damit unter jedem halben Hendl auf dem Festgelände. Wir haben die offiziellen Speisekarten der Festzelte durchgesehen, die Preise verglichen und aufgeschrieben, wo du als Veganer:in wirklich satt wirst, welche Beilagen Fallen sind und was die Wiesn die Tiere jedes Jahr kostet. Dazu gibt es unseren PDF-Guide zum Mitnehmen.
Read this article in English.
Quick-Answer: Kann man auf dem Oktoberfest vegan essen?
Ja, und zwar in jedem großen Festzelt. 2025 gingen laut Tierschutzverein München über 51.000 vegane und rund 123.000 vegetarische Gerichte über die Theke. Für die Wiesn 2026 (19. September bis 4. Oktober) stehen unter anderem Berglinsensalat mit Kürbis-Falafel bei Augustiner (14,80 Euro), Gemüseschnitzel in der Bräurosl (19,90 Euro), Gemüsestrudel bei Löwenbräu (21,90 Euro) und Jackfruit-Gulasch im Schottenhamel (24,50 Euro) auf den Karten. Brezn, Radi und das Bier sind ohnehin vegan. Vorsicht bei Sauerkraut, Blaukraut und bayerischem Kartoffelsalat, die oft Speck oder Fleischbrühe enthalten.

Kostenloser Download
Vegane Wiesn 2026: Der PDF-Guide
Alle veganen Gerichte der Festzelte mit Preisen, Snacks an den Standln und Bestell-Tipps auf drei Seiten. Zum Ausdrucken oder fürs Handy. Du bekommst den Guide sofort, wenn du dich für unseren wöchentlichen Newsletter einträgst.

Oktoberfest 2026: Termine, Preise, Fakten
Die 191. Wiesn läuft vom 19. September bis zum 4. Oktober 2026 auf der Theresienwiese in München. Die Maß kostet in diesem Jahr laut Wiesnkini zwischen 14,80 und 15,90 Euro, also je nach Zelt wieder ein paar Cent mehr als 2025. Beim Essen ziehen die Preise ebenfalls an: Das halbe Hendl gibt es laut Watson für 16,90 Euro in der Ochsenbraterei bis 23,50 Euro in der Fischer-Vroni und der Käfer Wiesn-Schänke, Kasspatzn kosten zwischen 17,90 Euro (Augustiner) und 23,90 Euro (Armbrustschützenzelt).
Für uns die spannendere Zahl: Das vegane Angebot ist seit 2022 stabil geblieben, obwohl die Nachfrage laut Wiesnkini seit Beginn seiner Erfassung zurückgegangen ist. Die Festleitung schreibt in ihrem Schlussbericht 2025, die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Gerichten habe sich „auf einem stabilen Niveau eingependelt”. Fast jedes große Zelt führt inzwischen mindestens zwei vegane Hauptgerichte, einige auch vegane Suppen, Aufstriche und Desserts. Die Zeiten, in denen man sich als Veganer:in von Brezn und Radi ernähren musste, sind vorbei.

Vegane Gerichte in den großen Festzelten 2026
Wir haben die Speisekarten 2026 ausgewertet, die die Wirte bis zum 17. September veröffentlicht haben: Armbrustschützenzelt, Augustiner, Bräurosl, Fischer-Vroni, Hacker, Löwenbräu, Marstall, Paulaner, Schottenhamel, Schützenlisl und Weinzelt sowie die Boandlkramerei, das Festzelt Tradition und das Museumszelt auf der Oidn Wiesn. Für Hofbräu stützen wir uns auf die bereits gemeldeten Preise bei Wiesnkini. Die veganen Gerichte der Ochsenbraterei hat Koch Sebastian Copien auf Instagram veröffentlicht, Preise für 2026 fehlen dort noch. Alle Preise verstehen sich inklusive Bedienung und können sich während der Wiesn noch ändern.
Armbrustschützenzelt: Seitangulasch und Ofenkartoffel
Das Armbrustschützenzelt hat seine Karte 2026 veröffentlicht, die veganen Gerichte kosten genauso viel wie im Vorjahr. In der Rubrik „Etwas ohne Fleisch” stehen ein würziges Seitangulasch (vegan) mit Kartoffelknödel für 27,50 Euro und eine Ofenkartoffel mit veganem Kräuterdip und Grillgemüse für 18,90 Euro. Bei der Ofenkartoffel ist ausdrücklich nur der Dip als vegan markiert, Allergencodes für Ei oder Milch hat das Gericht aber keine. Als Vorspeise gibt es einen Böhmischen Suppeneintopf (vegan) mit grünen Linsen, gelben Rüben und Kartoffeln für 9,30 Euro. Salatteller, Semmelknödel und Kaspressknödelsuppe enthalten laut Karte Ei und Milch.
Augustiner-Festhalle: das günstigste vegane Zelt
Augustiner bleibt das Preisbrecher-Zelt der Wiesn, auch für Veganer:innen. Unter „Vital, Vegetarisch & Vegan” stehen ein marinierter Berglinsensalat mit Kürbis-Falafel und frischer Kresse für 14,80 Euro und Hartweizennudeln mit Tomaten-Gemüse-Bolognese für 15,50 Euro. Beides sind ehrliche, sättigende Gerichte, nichts Aufgesetztes. Dazu kommt die zweitgünstigste Maß des Festes. Wer sparen will und trotzdem im großen Zelt sitzen möchte, ist hier richtig.
Bräurosl: Gemüseschnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat
Die Bräurosl hat 2026 zwei explizit als vegan gekennzeichnete Hauptgerichte: Zweierlei Gemüseschnitzel aus Kohlrabi und Sellerie in bayerischem Pankomehl, dazu Kartoffel-Gurkensalat und vegane Kräutermayonnaise, sowie eine gebackene Süßkartoffel auf veganem Kräuterschmand mit Ofengemüse und heimischem Kräuteröl. Beide kosten 19,90 Euro. Die Kürbiscremesuppe vom bayerischen Hokkaido steht ebenfalls auf der Karte, hier lohnt die Nachfrage, ob sie ohne Sahne gekocht wird.

Fischer-Vroni: Pflasagne und veganes Filet nach Lachsart
Die Fischer-Vroni ist das Fischzelt der Wiesn und hat trotzdem eine eigene Rubrik „Veganes” auf der Karte. Dort stehen die Pflasagne mit Gemüse, Sojahack und Haferbéchamel für 20,90 Euro und ein veganes Filet nach Lachsart mit Kräuterkruste auf Senfsoße, gebackenen Drillingen und sautierten grünen Bohnen für 22,90 Euro. Als Nachspeise sind die hausgemachten Apfelkücherl im Bierteigmantel mit Vanillesoße (15,50 Euro) als vegan gekennzeichnet. Die Krautfleckerl mit veganem Speck aus dem Vorjahr stehen 2026 nicht mehr auf der Karte.
Hacker-Festzelt: Ofenkartoffel und geschmorte Aubergine
Im Hacker-Festzelt stehen unter „Vegetarisch/Vegan” zwei pflanzliche Hauptgerichte: eine Ofenkartoffel mit veganem Kräuter-Sauerrahm, mariniertem Blattsalat und gerösteten Cashew- und Kürbiskernen für 17,80 Euro und eine geschmorte Aubergine mit Peperonata, Polenta und Basilikumöl für 18,50 Euro. Die Aubergine hat auf der Karte kein eigenes Vegan-Label, laut Allergenangaben enthält sie aber weder Ei noch Milch. Damit ist Hacker nach Augustiner und dem Festzelt Tradition das drittgünstigste Zelt für ein veganes Hauptgericht. Käsespätzle, Spinat-Ricotta-Knödel und Schwammerl in Kräuterrahm aus derselben Rubrik sind vegetarisch, nicht vegan.
Hofbräu-Festzelt: vegane Currywurst und Gemüsepflanzl
Im Hofbräu-Festzelt, dem Zelt mit dem internationalsten Publikum, gibt es laut den bei Wiesnkini gemeldeten Preisen 2026 Gemüsepflanzl für 19,30 Euro und eine vegane Currywurst für 19,80 Euro. Die Currywurst ist der Wiesn-Klassiker für alle, die nach der zweiten Maß etwas Deftiges brauchen. Wer sie lieber selbst macht: Unser Rezept für vegane Currywurst kommt ohne Fertigwurst aus.
Löwenbräu-Festhalle: Gemüsestrudel und vegane Kürbissuppe
Löwenbräu setzt auf einen Gemüsestrudel auf Tomaten-Basilikum-Ragout mit gerösteten Pfifferlingen für 21,90 Euro. Als Vorspeise steht eine als vegan gekennzeichnete Kürbiscremesuppe mit gerösteten Kürbiskernen für 9,80 Euro auf der Karte. Achtung bei den Kässpätzle: Die sind schwäbisch mit Rahm und Emmentaler, also vegetarisch, nicht vegan.
Marstall: veganer Beyond Burger
Das Marstall-Festzelt hat seine Karte 2026 nachgereicht. Vegan gekennzeichnet ist dort genau ein Hauptgericht: der vegane Beyond Burger im Brioche Bun für 29,50 Euro, dazu Mango-Chutney, marinierter Rotkohl, karamellisierte Zwiebeln, Süßkartoffelpommes und Barbecue-Sauce. Damit ist es das teuerste vegane Hauptgericht, das wir auf den bisher veröffentlichten Karten 2026 gefunden haben. Das vegane Leberkäsgröstl aus dem Vorjahr steht 2026 nicht mehr auf der Karte. Die Bio-Kürbis-Kokossuppe klingt pflanzlich, trägt aber kein Vegan-Label, hier lohnt die Nachfrage beim Service.
Ochsenbraterei: Zwiebelrostbraten, Bratwurst und Schwammerlgulasch
In der Ochsenbraterei kocht Sebastian Copien auch 2026 die vegane Linie, die Karte hat er auf seinem Instagram-Kanal @sebastiancopien gezeigt. Drei Hauptgerichte stehen drauf: ein veganer Zwiebelrostbraten aus dem planted.steak (Ackerbohnen, Soja, Reis) mit Kartoffelstampf, Bratensoße und Röstzwiebeln, eine vegane Bratwurst mit Kartoffelsalat, Schmelzbröseln, Champignon-Majoran-Bratensoße und Radieserl-Kresse sowie ein veganes Schwammerlgulasch aus Pulled auf Erbsen-Basis mit Edelpilzen und Kartoffelknödel. Die Preise für 2026 hat das Zelt noch nicht veröffentlicht. 2025 kosteten die drei Gerichte 17,80 Euro (Bratwurst), 21,30 Euro (Gulasch) und 29,30 Euro (Zwiebelrostbraten). Ausgerechnet das Zelt mit dem Ochsen am Spieß, das 2022 als erstes großes Zelt einen veganen Koch engagierte, ist damit eine der verlässlichsten Adressen für pflanzliche Wiesn-Küche.

Paulaner-Festzelt: vegane Currywurst
Im Paulaner-Festzelt (Winzerer Fähndl) ist die vegane Auswahl 2026 knapp. Als vegan ausgewiesen ist ein Hauptgericht: die vegane Currywurst mit Bio-Currysoße und Bio-Semmel für 18,90 Euro, einen Euro günstiger als im Vorjahr. Käsespätzle, Bergkäseserviettenknödel und Nudeltascherl aus der Rubrik „Fleischlos glücklich” enthalten laut Allergenangaben Ei und Milch. Auf Stiftl's Brotzeitbrettl liegt zwar ein veganer Aufstrich, das Brettl selbst ist aber gemischt.
Schottenhamel: und Jackfruit-Gulasch in Bio-Qualität
Das Schottenhamel, in dem der Oberbürgermeister traditionell anzapft, fährt 2026 das ambitionierteste vegane Angebot: ein veganes Curry mit Bio-Kichererbsen, gebackenem Bio-Blumenkohl, Bio-Reis und veganer Crème fraîche für 23,50 Euro und ein veganes Gulasch aus Bio-Jackfruit mit Kartoffeln, Paprika und Haferschmand für 24,50 Euro. Dazu gibt es das „Veggi Brettl” mit Rote-Bete-Hummus, mariniertem bayerischen Bio-Tofu und veganen Pflanzerl, allerdings gemischt mit Käse und Ei, also nur mit Ansage vegan. Die Karte weist Zutatenherkunft und Allergene sehr genau aus, das erleichtert die Bestellung.

Schützenlisl: Bowl, Chili sin Carne und Kürbis-Rahmgulasch
Die Schützenlisl kocht fast durchgehend in Bio-Qualität und hat eine eigene Rubrik „Vegane Schmankerl”. Dort stehen ein Chili sin Carne aus Linsen für 18,50 Euro und die Schützenlisl Bowl mit Urkornreis, Kürbisbällchen, Rote-Bete-Aufstrich und Balsamicolinsen für 19,50 Euro. Dazu kommen ein veganes Rahmgulasch vom Bio-Kürbis mit Semmelknödel für 19,50 Euro und als Vorspeise eine vegane Bio-Kartoffelsuppe für 10,50 Euro. Die Bio-Rahmschwammerl und die Käsespätzle daneben sind vegetarisch, nicht vegan.
Weinzelt: Vegadellen, Kürbis-Pastinaken-Ragout und Grillgemüse
Kufflers Weinzelt hat seine Karte 2026 inzwischen selbst veröffentlicht und markiert Gerichte mit einem eigenen Vegan-Badge. Das teuerste Zelt der Wiesn hat damit auch die breiteste vegane Auswahl: die „Rette Mich-Pasta” mit Tomatensoße für 19,50 Euro, eine fleischlose Bratwurst mit Gemüsejus, Sauerkraut und Kartoffelbrei für 19,90 Euro, ein Ragout von Bio-Kürbis und Bio-Pastinake mit Schupfnudeln für 21,00 Euro, mediterranes Grillgemüse mit Baba Ganoush und Romesco für 23,00 Euro und die Vegadellen mit veganer Cognac-Pfefferrahmsoße und Kartoffelpüree für 28,00 Euro. Vorweg gibt es eine vegane Bio-Kürbissuppe für 11,50 Euro. Für die Pasta verkochen die Azubis krumme Tomaten aus dem Münchner Umland. Die Burrata, die es gegen Aufpreis obendrauf gibt, ist nicht vegan.
Boandlkramerei (Oide Wiesn): Kürbissteak und gebackener Kürbis
Die Boandlkramerei auf der Oidn Wiesn hat ihre Karte 2026 nachgereicht und führt darin eine eigene Rubrik „Des is vegan”. Darin stehen ein Steak Frisée vom Bio-Butternut-Kürbis mit glasiertem Spitzkohl, Pommes frites und Jalapeño-Mayo für 25,00 Euro und ein gebackener Bio-Kürbis mit cremig gerührtem Reis, glasiertem Wurzelgemüse und Kirschtomaten für 23,00 Euro. Bei beiden steht kein Allergencode für Ei oder Milch. Die bayrische Süßkartoffel-Kürbis-Suppe für 9,00 Euro ist auf der Karte ausdrücklich als vegan und glutenfrei gekennzeichnet. Vorsicht bei zwei weiteren Gerichten im selben Block: Das Cordon Bleu vom Bio-Tofu enthält laut Karte Bergkäse, die Rahmschwammerl enthalten Sahne. Beide sind vegetarisch, nicht vegan.
Festzelt Tradition (Oide Wiesn): „Bayrisch-Vegan”
Auf der Oidn Wiesn führt das Festzelt Tradition eine eigene Rubrik „Bayrisch-Vegan”: Dreierlei vegane Aufstriche (fein, grob und getrüffelt) mit Radi, Radieserl und Baguette für 16,50 Euro und ein Kartoffelgulasch mit Schwammerl, Sellerie und Paprika für 17,80 Euro. Die altbayerische Kartoffelsuppe mit Gemüsewürfeln und Röstzwiebeln (7,80 Euro) ist ebenfalls als vegan ausgewiesen. Für die Oide Wiesn braucht es ein Extra-Ticket, dafür ist es dort ruhiger und familiärer als in den großen Zelten.
Museumszelt (Oide Wiesn): Schnitzel und Currywurst
Das Museumszelt auf der Oidn Wiesn führt unter der Überschrift „…und vegane Gerichte” zwei Klassiker: ein Schnitzel mit hausgemachtem Kartoffelsalat und eine Currywurst mit Pommes frites, beide für 19,80 Euro. Allergencodes für Ei oder Milch stehen bei beiden nicht dabei. Woraus Schnitzel und Wurst sind, schreibt die Karte nicht aus, deshalb beim Bestellen „vegan” dazusagen. Kasspatz'n, Schupfnudeln und Rahmschwammerl aus der vegetarischen Rubrik enthalten laut Karte Ei oder Milch.

Alle veganen Hauptgerichte 2026 auf einen Blick
| Zelt | Veganes Gericht | Preis |
|---|---|---|
| Augustiner-Festhalle | Berglinsensalat mit Kürbis-Falafel | 14,80 € |
| Augustiner-Festhalle | Hartweizennudeln mit Tomaten-Gemüse-Bolognese | 15,50 € |
| Festzelt Tradition | Dreierlei vegane Aufstriche mit Radi | 16,50 € |
| Festzelt Tradition | Kartoffelgulasch mit Schwammerl | 17,80 € |
| Hacker-Festzelt | Ofenkartoffel mit veganem Kräuter-Sauerrahm | 17,80 € |
| Hacker-Festzelt | Geschmorte Aubergine mit Peperonata und Polenta | 18,50 € |
| Schützenlisl | Chili sin Carne aus Linsen | 18,50 € |
| Paulaner-Festzelt | Vegane Currywurst mit Bio-Semmel | 18,90 € |
| Armbrustschützenzelt | Ofenkartoffel mit veganem Kräuterdip und Grillgemüse | 18,90 € |
| Hofbräu-Festzelt | Gemüsepflanzl | 19,30 € |
| Schützenlisl | Schützenlisl Bowl mit Kürbisbällchen | 19,50 € |
| Schützenlisl | Veganes Rahmgulasch vom Bio-Kürbis | 19,50 € |
| Weinzelt | „Rette Mich-Pasta” mit Tomatensoße | 19,50 € |
| Hofbräu-Festzelt | Vegane Currywurst | 19,80 € |
| Museumszelt | Schnitzel mit Kartoffelsalat | 19,80 € |
| Museumszelt | Currywurst mit Pommes frites | 19,80 € |
| Bräurosl | Zweierlei Gemüseschnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat | 19,90 € |
| Bräurosl | Gebackene Süßkartoffel auf Kräuterschmand | 19,90 € |
| Weinzelt | Fleischlose Bratwurst mit Sauerkraut | 19,90 € |
| Fischer-Vroni | Pflasagne mit Gemüse, Sojahack und Haferbéchamel | 20,90 € |
| Weinzelt | Ragout von Bio-Kürbis und Bio-Pastinake | 21,00 € |
| Löwenbräu-Festhalle | Gemüsestrudel auf Tomaten-Basilikum-Ragout | 21,90 € |
| Fischer-Vroni | Veganes Filet nach Lachsart mit Kräuterkruste | 22,90 € |
| Weinzelt | Mediterranes Grillgemüse mit Baba Ganoush | 23,00 € |
| Boandlkramerei | Gebackener Bio-Kürbis mit cremig gerührtem Reis | 23,00 € |
| Schottenhamel | Veganes Kichererbsen-Curry | 23,50 € |
| Schottenhamel | Veganes Jackfruit-Gulasch | 24,50 € |
| Boandlkramerei | Steak Frisée vom Bio-Butternut-Kürbis | 25,00 € |
| Armbrustschützenzelt | Würziges Seitangulasch mit Kartoffelknödel | 27,50 € |
| Weinzelt | Vegadellen mit Cognac-Pfefferrahmsoße | 28,00 € |
| Marstall | Veganer Beyond Burger mit Süßkartoffelpommes | 29,50 € |
| Ochsenbraterei | Vegane Bratwurst mit Kartoffelsalat | noch offen |
| Ochsenbraterei | Veganes Schwammerlgulasch mit Kartoffelknödel | noch offen |
| Ochsenbraterei | Veganer Zwiebelrostbraten mit Kartoffelstampf | noch offen |
Diese Zelte haben ihre Karte 2026 noch nicht veröffentlicht
Käfer und Schützenfestzelt stellen ihre Speisekarten meist erst in der Woche vor dem Anstich online. Zur Orientierung, was dort 2025 vegan auf der Karte stand (Preise von 2025, laut Wiesnkini):
- Käfer Wiesn-Schänke: Vegane Cevapcici (28,50 Euro). Der gebackene Blumenkohl enthält Butter und Ei, also nicht vegan
- Schützenfestzelt: Kartoffelgulasch (20,50 Euro), Pfannengemüse (24,20 Euro)
Wir aktualisieren diesen Abschnitt, sobald die Karten 2026 online sind.
Vegan an den Standln: Brezn, Mandeln, Lebkuchenherzen
Wer keinen Platz im Zelt hat oder einfach zwischen den Fahrgeschäften essen will, findet an den Standln mehr als früher. Die Festleitung nennt auf oktoberfest.de ausdrücklich Burger mit veganem Leberkäse, Erbsenschnitzel und vegane Baumstriezel, dazu als vegane Snacks das „Paradeiser-Brot” (Bio-Tomatenbrot aus der Pfanne) und einen veganen Bio-Kürbisaufstrich mit Bio-Holzofenbrot.

Die Klassiker im Überblick:
- Wiesnbrezn: Laugengebäck aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Lauge ist vegan. Manche Bäcker bestreichen mit Butter oder Ei für den Glanz, das ist auf der Wiesn aber die Ausnahme. Im Zelt kostet die kleine Bio-Breze im Schottenhamel 2,50 Euro, die große Wiesnbrezn liegt je nach Zelt zwischen 6 und 8 Euro.
- Gebrannte Mandeln: Klassisch nur Mandeln, Zucker, Wasser, Zimt und Vanille. Einzelne Stände nehmen Butter oder Honig in die Glasur, ein kurzes Nachfragen klärt das.
- Lebkuchenherzen: Der Teig ist meist ohne Ei und Milch, die Zuckerschrift kann Eiweiß enthalten. Wer sicher sein will, backt sie selbst: unser Rezept für vegane Lebkuchenherzen.
- Radi und Radieserl: Immer vegan, meist mit Brezn serviert, in vielen Zelten für 8 bis 13 Euro.
- Pommes, Spiralkartoffeln, Süßkartoffelpommes: Vegan, solange in Pflanzenöl frittiert wird. Auf der Wiesn ist das Standard.
- Zuckerwatte, kandierte Früchte, Schokofrüchte mit Zartbitter: In der Regel vegan.

Ist das Wiesn-Bier vegan?
Aller Wahrscheinlichkeit nach ja, aber die gängige Begründung dafür stimmt nicht. Auf dem Oktoberfest darf nur Bier der sechs Münchner Brauereien ausgeschenkt werden (Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner, Spaten), und die brauen nach dem Reinheitsgebot. Das Reinheitsgebot regelt aber die Zutaten, nicht die Klärmittel. Paragraf 9 des Vorläufigen Biergesetzes lässt jedes Klärmittel zu, das mechanisch oder adsorbierend wirkt und anschließend wieder ausgeschieden wird, und genau so wirken Hausenblase und Gelatine. Ein namentliches Verbot steht nirgends im Gesetz.
Dass bayerisches Bier trotzdem als vegan gilt, liegt an der Praxis: Geklärt wird mit Kieselgur, Kieselgel, PVPP oder Membranfiltern, oder das Bier lagert schlicht länger. Das ist die Auskunft des Deutschen Brauer-Bunds, keine Vorschrift. Klärmittel sind Verarbeitungshilfsstoffe und müssen nie aufs Etikett, du kannst es also nicht nachlesen. Wie du trotzdem zu einer belastbaren Antwort kommst, steht in unserem Guide Ist Bier vegan? Dasselbe gilt für die alkoholfreien Varianten, die 2025 laut Schlussbericht in den Zelten sechs bis zehn Prozent stärker nachgefragt wurden.
Beim Wein im Weinzelt ist es komplizierter, weil Wein oft mit Gelatine, Eiweiß oder Hausenblase geschönt wird. Warum das so ist und woran du veganen Wein erkennst, erklären wir in unserem Artikel Warum nicht jeder Wein vegan ist.

Der vegane Wiesn-Guide 2026 als PDF
Für den Wiesn-Tag selbst haben wir alle veganen Gerichte, Preise, Standl-Snacks und Bestell-Tipps auf drei Seiten zusammengefasst, jedes Gericht mit Zelt und Preis in einer eigenen Zeile. Das PDF gibt es kostenlos, wenn du dich für unseren Newsletter einträgst. Der kommt einmal pro Woche und lässt sich mit einem Klick wieder abbestellen.

Kostenloser Download
Vegane Wiesn 2026: Der PDF-Guide
Alle veganen Gerichte der Festzelte mit Preisen, Snacks an den Standln und Bestell-Tipps auf drei Seiten. Zum Ausdrucken oder fürs Handy. Du bekommst den Guide sofort, wenn du dich für unseren wöchentlichen Newsletter einträgst.
Worauf du beim Bestellen achten musst
Die meisten Fehlbestellungen passieren bei den Beilagen, das Hauptgericht ist selten das Problem. Unsere Erfahrung aus den Speisekarten und aus etlichen Wiesn-Besuchen der Redaktion:
- Sauerkraut und Blaukraut: Werden in bayerischen Küchen häufig mit Speck, Schmalz oder Fleischbrühe angesetzt. Die Bräurosl weist ihre Kaspressknödel wegen des Specks im Sauerkraut selbst nicht als vegetarisch aus.
- Bayerischer Kartoffelsalat: Klassisch mit Fleischbrühe angemacht. Der Kartoffel-Gurkensalat zum Gemüseschnitzel in der Bräurosl ist als vegan ausgewiesen, andere Zelte nicht unbedingt. Nachfragen.
- Semmelknödel und Schupfnudeln: Meist mit Ei und Milch. Nur bestellen, wenn das Gericht explizit als vegan markiert ist.
- Rahmschwammerl und Kässpatzn: Die beliebtesten vegetarischen Gerichte der Wiesn, aber mit Sahne und Käse. Nicht vegan, auch wenn die Bedienung das gelegentlich anders sieht.
- Obazda: Camembert plus Butter. Wer den Geschmack vermisst, bekommt ihn zu Hause mit unserem Rezept für veganen Obazda hin.
- Allergen-Codes lesen: Auf den meisten Karten steht C für Ei und G für Milch. Fehlen beide Buchstaben, ist das Gericht in der Regel vegan. Ein guter Schnellcheck, wenn die Bedienung im Stress ist.
- „Vegan” statt „vegetarisch” sagen: Klingt banal, spart aber Diskussionen. In vollen Zelten wird „ohne Fleisch” gern als „mit Käse” verstanden.

Tierethik: Was die Wiesn die Tiere kostet
Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt, und es ist eines der größten Fleischgelage des Jahres. Der Tierschutzverein München hat die Zahlen der Münchner Statistik für 2025 zusammengetragen: 130 Ochsen, 44 Kälber, rund 350.000 Brathähnchen und knapp 22.000 Kilogramm Fisch, dazu „unzählige Schweine”, die als Würstl und Haxn endeten. Auf 16 Festtage umgerechnet sind das etwa 22.000 Hendl pro Tag. Die meisten dieser Tiere kommen aus konventioneller Mast: Ein Masthuhn wird in Deutschland nach rund fünf bis sechs Wochen geschlachtet, ein Kalb nach wenigen Monaten.

In der Ochsenbraterei wird jeder Ochse mit Namen auf einer Tafel angekündigt, bevor er am Spieß landet. Für viele Gäste ist das Folklore. Für uns ist es der seltene Moment, in dem ein Wiesn-Gericht wieder ein Tier mit Namen ist. Wer sehen will, wie Rinder leben, wenn sie nicht als Braten enden, findet in unserem Lebenshof-Atlas Höfe in ganz Deutschland, etwa Kuhtopia.
Auch die lebenden Tiere auf dem Festgelände sind ein Thema. Eigene Haustiere sind laut Oktoberfestordnung verboten, Ponykarussells seit 2024 auf städtischem Grund in München ebenfalls. Eine Ausnahme gilt weiter für die Brauereipferde, die beim Einzug der Wiesnwirte und täglich beim Bierfass-Transport durch das Gedränge ziehen. Pferde sind Fluchttiere, der Tierschutzverein München nennt den Aufenthalt auf der Wiesn für sie „kein Vergnügen”.
Die gute Nachricht steckt in derselben Statistik: Über 51.000 vegane und fast 123.000 vegetarische Gerichte wurden 2025 verkauft. Jede dieser Bestellungen verschiebt die Nachfrage ein Stück, und die Wirte reagieren darauf. Dass Augustiner heute Kürbis-Falafel und das Schottenhamel Jackfruit-Gulasch anbietet, hat weniger mit Idealismus als mit Bestellzahlen zu tun.

Vegane Tracht: Dirndl und Lederhose ohne Leder
Beim Dirndl ist die Sache einfach: Baumwolle, Leinen oder Viskose, dazu eine Schürze ohne Seide. Bei Knöpfen und Verzierungen auf Horn, Perlmutt und Leder verzichten. Die klassische Lederhose ist aus Hirsch-, Ziegen- oder Rindsleder, aber es gibt inzwischen Trachtenhosen aus gewebter Baumwolle und Cord, die dem Original in Schnitt und Stickerei nahekommen und einen Bruchteil kosten. Baumwoll-Trachtenhosen bei Amazon ansehen (Affiliate-Link). Auch Haferlschuhe gibt es aus Mikrofaser oder Canvas.
Oktoberfest dahoam: vegane Wiesn-Rezepte
Wer nicht nach München kommt oder sich die Zeltpreise sparen will, holt sich die Wiesn nach Hause. Diese Rezepte aus unserer Küche funktionieren auch für den Freundeskreis, der sonst Hendl bestellt:
- Vegane Weißwurst mit Obazda, das Frühschoppen-Paket komplett pflanzlich
- Veganer Leberkäse mit Kartoffelsalat, natürlich ohne Fleischbrühe im Salat
- Vegane Currywurst mit selbst gemachter Currysauce
- Vegane Lebkuchenherzen mit Zuckerschrift ohne Eiweiß
- Seitan selber machen, die Basis für Gulasch und Zwiebelrostbraten wie in der Ochsenbraterei
Das Lebkuchenherz gehört zur Wiesn wie die Maß, und mit unserem Rezept für vegane Lebkuchenherzen backst du es selbst. Am Standl kann die Zuckerschrift Eiweiß enthalten, bei uns hält die Glasur mit Puderzucker und einem Schuss Sojadrink, gefärbt mit Rote-Bete-Saft und Spirulina. Statt Honig kommt Zuckerrübensirup in den Teig. Das Rezept ergibt zehn Herzen, das Loch fürs Band stichst du vor dem Backen mit einem Strohhalm aus. Mit eigenem Spruch sind sie das Mitbringsel für die Wiesn-Runde oder die Oktoberfest-Party zu Hause.
Für den Schnitzel-Abend haben wir außerdem vegane Schnitzel aus dem Supermarkt getestet.

Vegan in München rund um die Wiesn
München hat abseits der Theresienwiese eine der stärksten veganen Gastro-Szenen Deutschlands, vom Wirtshaus Bodhi mit bayerischer Karte bis zu den Bio-Bäckereien in Schwabing. Wer die Wiesn-Reise mit einem Festival verbinden will: Das SFT Festival 2026 in München und die VeggieWorld München stehen in unserem Eventkalender.
Häufige Fragen zu vegan auf dem Oktoberfest
Gibt es in jedem Festzelt vegane Gerichte?
In allen großen Zelten, deren Karten 2026 vorliegen, ja. Meist sind es ein bis fünf vegane Hauptgerichte plus Suppen oder Aufstriche. Die kleinen Zelte und Standl schwanken stärker, dort lohnt ein Blick auf die ausgehängte Karte.
Was ist das günstigste vegane Gericht auf der Wiesn 2026?
Der marinierte Berglinsensalat mit Kürbis-Falafel in der Augustiner-Festhalle für 14,80 Euro. Günstiger geht es nur mit Brezn und Radi.
Ist die Wiesnbrezn vegan?
Ja, in aller Regel. Laugengebäck besteht aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz und Natronlauge. Einzelne Bäcker bestreichen mit Butter oder Ei, auf der Wiesn ist das die Ausnahme.
Ist das Oktoberfest-Bier vegan?
Höchstwahrscheinlich ja, aber nicht wegen des Reinheitsgebots. Das regelt die Zutaten, nicht die Klärmittel, und ein Verbot von Hausenblase oder Gelatine steht nirgends im Gesetz. Dass die sechs Wiesn-Brauereien mineralisch klären, ist Branchenpraxis und Auskunft des Deutschen Brauer-Bunds. Dasselbe gilt für alkoholfreies Bier.
Wie viele Tiere werden auf dem Oktoberfest gegessen?
Nach Angaben des Tierschutzvereins München auf Basis der Münchner Statistik waren es 2025 rund 350.000 Hendl, 130 Ochsen, 44 Kälber, knapp 22.000 Kilo Fisch und eine nicht erfasste Zahl an Schweinen.
Kann ich vegane Gerichte für einen Tisch reservieren?
Reservierungen laufen über die Zelte und sind meist an einen Mindestverzehr in Form von Gutscheinen gebunden. Die Gutscheine gelten für alle Speisen, also auch für die veganen. Bei großen Gruppen hilft es, dem Zelt vorab mitzuteilen, wie viele vegan essen.
So sind wir vorgegangen
Wir haben bis zum 17. September 2026 die offiziellen Speisekarten 2026 von Armbrustschützenzelt, Augustiner-Festhalle, Bräurosl, Fischer-Vroni, Hacker-Festzelt, Löwenbräu-Festhalle, Marstall, Paulaner-Festzelt, Schottenhamel, Schützenlisl, Weinzelt, Boandlkramerei, Festzelt Tradition und Museumszelt ausgewertet und als vegan nur Gerichte übernommen, die dort ausdrücklich so gekennzeichnet sind. Preise für Hofbräu sowie die Angebote 2025 stammen von wiesnkini.de, die veganen Gerichte 2026 der Ochsenbraterei aus dem Instagram-Posting von Koch Sebastian Copien, die Standl-Angaben von oktoberfest.de, die Tierzahlen vom Tierschutzverein München e.V. (Münchner Statistik 2025), die Besucherzahlen aus dem vorläufigen Schlussbericht der Landeshauptstadt München. Wir stehen in keiner Geschäftsbeziehung zu Wirten oder Veranstaltern. Der Amazon-Link ist ein Affiliate-Link, über den wir eine kleine Provision erhalten, der Preis ändert sich für dich nicht. Wir aktualisieren den Artikel, sobald weitere Karten erscheinen.
FAQ - Das fragen andere
Ist das Wiesn-Bier vegan?
Gibt es in jedem Festzelt vegane Gerichte?
Was ist das günstigste vegane Gericht auf der Wiesn 2026?
Ist die Wiesnbrezn vegan?
Ist das Oktoberfest-Bier vegan?
Wie viele Tiere werden auf dem Oktoberfest gegessen?
Schon den Plantbased-Podcast gehört?
Veganismus, Tierschutz, Klima, Nachhaltigkeit, Artenschutz, alles, was uns gerade umtreibt, gibt es bei Plantbased, unserem Podcast. Wir reden mit Menschen, die etwas zu sagen haben und mit ihrem Leben zeigen, was geht. Auch als Videopodcast auf YouTube.
Schon zu Gast waren u. a. Sarah Connor, Hannes Jaenicke, Paul Watson, Patrik Baboumian, Bibi Heinicke, Atze Schröder, Kerstin Ott, Dr. Zoe Mayer, Maya Leinenbach und Femke Den Haas und viele weitere.
Seit 2019 · This Is Vegan · unabhängig, vegan, manchmal unbequem
Mitmachen, nicht nur mitlesen
Wir finanzieren uns über Affiliate-Empfehlungen und die Community. Schau auf unseren Community Deals vorbei für exklusive Rabattcodes bei sorgfältig ausgesuchten plant-based Partnern. Du zahlst nichts extra, wir können weiterschreiben. Fairer Deal.
Oder folg uns einfach hier:
In eigener Sache
Dieser Tierschutz-Journalismus ist gratis und werbearm, weil Leser:innen ihn tragen. Schon 3 € helfen – für die Tiere, für die Sache.
Jetzt spendenUnsere Partner, die die Mission mittragen: Vriends 🌱