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Luftaufnahme der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen
Die VELTINS-Arena führt das Ranking zum zweiten Mal in Folge an. Foto: VELTINS-Arena
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Die VELTINS-Arena des FC Schalke 04 ist zum zweiten Mal in Folge Deutschlands vegan-freundlichstes Fußballstadion. Mit 93,85 Punkten erreicht sie in PETAs Stadien-Ranking 2026 den höchsten Wert, der in dieser Auswertung je vergeben wurde. Zum Vergleich: Im Vorjahr reichten 62 Punkte für den Sieg.

Luftaufnahme der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen

Die VELTINS-Arena führt das Ranking zum zweiten Mal in Folge an. Foto: VELTINS-Arena

Auf Platz zwei folgt die Red Bull Arena von RB Leipzig mit 92,50 Punkten. Der Abstand an der Spitze ist also denkbar knapp.

Was diesmal anders bewertet wurde

PETA nimmt sich zum 16. Mal die Speisekarten der ersten und zweiten Bundesliga vor, insgesamt 31 Stadien. Bewertet wird ausschließlich das rein vegane Angebot, vegetarische Gerichte zählen nicht mit.

Neu ist ein Kriterium, das die Ergebnisse spürbar verschiebt: Erstmals fließt die Stadionkapazität in die Bewertung ein. Die Logik dahinter ist einleuchtend. Drei vegane Gerichte in einem Stadion mit 15.000 Plätzen sind etwas anderes als drei Gerichte für 60.000 Menschen. Wer mehr Gäste versorgt, muss mehr Auswahl bieten, um denselben Wert zu erreichen.

Das ist eine der wenigen Rankingsänderungen, die eine Bewertung tatsächlich fairer machen, statt sie nur zu verkomplizieren.

Was es in Gelsenkirchen konkret gibt

Die Liste aus der Arena liest sich wie eine normale Stadionkarte, nur eben ohne Tier: vegane Currywurst, Lahmacun, Chili sin Carne, verschiedene Wraps und Burger, Falafel-Gerichte, pflanzliches Gyros, eine Poké Bowl und ein Loaded Hot Dog.

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Der eigentliche Unterschied ist allerdings baulich. Seit dem Frühjahr 2023 steht in der Arena die „Grüne Kaue”, ein eigener Container, der ausschließlich pflanzlich kocht. Damit hat das Angebot eine eigene Adresse und hängt nicht als Fußnote am Rand einer Fleischtheke.

Burger neben einem Fußball auf einem Tisch

Im Stadion entscheidet sich für viele Menschen, ob pflanzlich alltagstauglich ist. Symbolbild. Foto: Victor Cayke (Pexels)

Nach Angaben des Betreibers geht es dabei ausdrücklich auch um Emissionen sowie Wasser- und Flächenverbrauch, nicht nur um Auswahl. Wie groß dieser Hebel ist, haben wir für die Gastronomie insgesamt durchgerechnet: CO2-Bilanz von Fleisch mit Vergleichswerten.

Warum das mehr zählt als ein Preis

Ein Stadion ist einer der wenigen Orte, an dem Menschen essen, die sich für Ernährung überhaupt nicht interessieren. Niemand geht nach Gelsenkirchen, um pflanzlich zu essen. Man geht hin, weil Schalke spielt, und steht dann irgendwann vor einer Theke.

Genau dort entscheidet sich, ob pflanzliche Küche als Verzicht wahrgenommen wird oder als eine Option unter mehreren. Eine vegane Currywurst zur Halbzeit erreicht Menschen, die keinen einzigen unserer Artikel lesen würden.

Diese Verschiebung von der Nische in die Fläche sehen wir seit einiger Zeit an mehreren Stellen gleichzeitig. Beim Handel, wo gerade eine Bio-Marke erstmals in den Discount geht. Bei den Festivals, wo Tomorrowland bis 2030 auf 70 Prozent fleischfrei umstellt. Und in Großbritannien, wo das Schulessen reformiert wird.

Der ehrliche Teil

Zwei Einordnungen gehören dazu.

Das Ranking stammt von PETA, also von einer Organisation mit klarem Interesse an guten Zahlen für pflanzliche Angebote. Die Methodik ist offengelegt und in diesem Jahr sogar strenger geworden, trotzdem ist es keine unabhängige Prüfstelle. Man sollte es als das lesen, was es ist: eine Branchen-Bestandsaufnahme mit Haltung.

Und ein Spitzenplatz sagt nichts über die restliche Karte. Ein Stadion kann vorne stehen und daneben weiterhin Bratwurst in großen Mengen verkaufen. Ausgezeichnet wird die Auswahl, nicht die Bilanz.

Trotzdem: Wenn 31 Stadien nach einem strengeren System bewertet werden und der Sieger seinen Vorjahreswert um über 30 Punkte übertrifft, dann hat sich in einem Jahr real etwas bewegt. Und zwar an einem Ort, an dem es lange hieß, das ginge nicht.

Wer selbst unterwegs pflanzlich essen will, findet die Strategie für jeden Restauranttyp in unserem Guide Vegan im Restaurant essen, und für Festivals haben wir einen eigenen.

Wie wir gearbeitet haben: Punktzahlen, Platzierungen und die Angaben zum neuen Bewertungssystem stammen aus PETA Deutschlands Stadien-Ranking 2026 sowie aus der Mitteilung der VELTINS-Arena vom 7. August 2026. Das Titelbild stellt die VELTINS-Arena bereit. Auf das Presseportal von PETA hatten wir von unserem Standort aus keinen Zugriff, die Ranking-Daten stammen deshalb aus der Arena-Mitteilung und der Berichterstattung darüber; Ergänzungen zu weiteren Platzierungen reichen wir nach, sobald uns die vollständige Liste vorliegt.
Haeufige Fragen

FAQ - Das fragen andere

Was diesmal anders bewertet wurde?
PETA nimmt sich zum 16. Mal die Speisekarten der ersten und zweiten Bundesliga vor, insgesamt 31 Stadien. Bewertet wird ausschließlich das rein vegane Angebot, vegetarische Gerichte zählen nicht mit. Neu ist ein Kriterium, das die Ergebnisse spürbar verschiebt: Erstmals fließt die Stadionkapazität in die Bewertung ein. Die Logik dahinter ist einleuchtend.
Was es in Gelsenkirchen konkret gibt?
Die Liste aus der Arena liest sich wie eine normale Stadionkarte, nur eben ohne Tier: vegane Currywurst, Lahmacun, Chili sin Carne, verschiedene Wraps und Burger, Falafel-Gerichte, pflanzliches Gyros, eine Poké Bowl und ein Loaded Hot Dog. Der eigentliche Unterschied ist allerdings baulich.
Warum das mehr zählt als ein Preis?
Ein Stadion ist einer der wenigen Orte, an dem Menschen essen, die sich für Ernährung überhaupt nicht interessieren. Niemand geht nach Gelsenkirchen, um pflanzlich zu essen. Man geht hin, weil Schalke spielt, und steht dann irgendwann vor einer Theke. Genau dort entscheidet sich, ob pflanzliche Küche als Verzicht wahrgenommen wird oder als eine Option unter mehreren.
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