Bühne des SMACC Global Summit 2026 in Bali mit Banner gegen Tierquälerei auf Social Media
Wiebke Plasse von der deutschen Welttierschutzgesellschaft (WTG) zeigt auf dem SMACC Global Summit 2026 in Bali wie man Fake-Tierschutz Content auf Social Media erkennt
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Vor ein paar Wochen saß ich im Bali Rani Hotel, draußen die typische Schwüle der Insel, drinnen eine Stimmung, die ich so noch auf keiner Tierschutz-Veranstaltung erlebt habe. Menschen aus über vierzig Organisationen, dazu Vertreterinnen und Vertreter von YouTube, TikTok, indonesischen Ministerien und der Strafverfolgung. Alle wegen einer Sache, die so alltäglich wirkt, dass man sie leicht übersieht: Tierquälerei auf Social Media.

Ich bin als Autor dieses Magazins hingegangen, weil ich das Thema verstehen wollte, bevor ich darüber schreibe. Und ich bin mit deutlich mehr zurückgekommen, als ich erwartet hatte. Es hat mich wieder absolut fassungslos gemacht, zu was Menschen in der Lage sind (sowohl positiv, als auch negativ) und welche Menschen sich am Leid der Tiere bereichern. Der SMACC Global Summit 2026 war der erste internationale Gipfel, der sich ausschließlich dieser Frage widmet. Was ich dort gehört und gesehen habe, hat meinen Blick auf das harmlose Scrollen am Abend ehrlich verändert.

Achtung – ich berichte in diesem Artikel sehr ehrlich darüber, was passiert – nichts für schwache Nerven.

Autor von this-is-vegan.com am Pressetisch beim SMACC Summit 2026 in Bali
Mittendrin beim SMACC Global Summit 2026: Vom Pressetisch aus habe ich den Summit zwei Tage lang begleitet.

In diesem Artikel nehme ich dich mit hinter die Kulissen. Du erfährst, was dieser Summit ist, welche Mechanik hinter viralem Tierleid steckt, warum ausgerechnet Bali der Austragungsort war und vor allem: welche kleinen Dinge jede und jeder von uns tun kann. Am Ende teile ich meine persönliche Sicht, ehrlich und auf Augenhöhe.

Was ist der SMACC Global Summit 2026?

SMACC steht für Social Media Animal Cruelty Coalition, ein Programm der Asia for Animals Coalition. Dahinter steht ein weltweites Netzwerk aus mehr als 400 Tierschutzorganisationen. Der Summit fand am 11. und 12. Juni 2026 im Bali Rani Hotel statt, organisiert gemeinsam mit der indonesischen Tierschutzorganisation Sintesia Animalia Indonesia.

Das Motto lautete „Building Cross-Sector Collaboration to End Online Animal Cruelty”, also der Aufbau sektorübergreifender Zusammenarbeit, um Tierquälerei im Netz zu beenden. Klingt sperrig, meint aber etwas Einfaches: Eine einzelne App, eine einzelne Behörde oder eine einzelne NGO bekommt dieses Problem alleine nicht in den Griff. Erst wenn Plattformen, Politik, Wissenschaft und Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten, entsteht echte Bewegung.

Was diesen Gipfel besonders macht: Er war der erste seiner Art, der live vor Ort und gleichzeitig kostenlos online stattfand. Das senkt die Hürde enorm, denn so konnten Aktive aus aller Welt zuschauen, ohne nach Indonesien zu fliegen.

Wer war dabei?

Auf der Bühne und in den Panels saßen Menschen, die sonst selten an einem Tisch landen:

  • Tech-Plattformen: YouTube stellte seine Community-Richtlinien vor, TikTok war ebenfalls vertreten. Beide arbeiten mit SMACC zusammen, um den Tierschutz auf ihren Plattformen zu stärken.
  • Regierung: Vertreterinnen und Vertreter der indonesischen Ministerien für Landwirtschaft, Forstwirtschaft sowie Kommunikation und Digitales.
  • Tierschutz: Dutzende Organisationen aus Asien, Amerika, Afrika und Europa, darunter auch deutsche Akteure wie die Welttierschutzgesellschaft.
  • Wissenschaft und Strafverfolgung: Forschende und Ermittler, die digitale Spuren lesen können.
Podiumsdiskussion beim SMACC Global Summit 2026 zu Tierschutz und Social Media in Bali
Tierschutz, Tech und Strafverfolgung an einem Tisch: eine der Panel-Runden in Bali. Foto: this-is-vegan.com

Nicola O'Brien, Sprecherin von AfA SMACC, brachte es in ihrer Eröffnung auf den Punkt: Tierquälerei im Netz sei nicht nur eine Tierschutzkrise, sondern auch eine Frage der digitalen Sicherheit, der Steuerung und des öffentlichen Vertrauens. Mehr über die Trägerorganisation findest du bei der Asia for Animals Coalition.

Tiere auf Social Media fuer Klicks

Tierquälerei auf Social Media: Wie groß ist das Problem wirklich?

Hier wurde es für mich zum ersten Mal richtig konkret. Die Forschung von SMACC zeigt ein Ausmaß, das schwer zu fassen ist. In ihrem Bericht „Spot the Scam: Unmasking Fake Animal Rescues” vom Oktober 2024 dokumentierte die Koalition über 1.000 Links zu gefälschten Tierrettungs-Videos, gesammelt in nur sechs Wochen über mehrere Plattformen hinweg.

Das eigentlich Erschütternde ist die Methode dahinter. Viele dieser Clips bringen Tiere absichtlich in gefährliche oder quälende Situationen, damit der Creator sich anschließend als Retter inszenieren kann. Mehr Drama bedeutet mehr Reichweite, mehr Reichweite bedeutet mehr Einnahmen. Laut SMACC baten rund 21 Prozent dieser Fake-Rescue-Creator aktiv um Spenden.

Und es bleibt nicht bei einzelnen Videos. Die weitere Forschung von SMACC zeigt wiederkehrende Muster: Primaten, exotische Wildtiere, Kätzchen und Welpen, die für Klicks und Profit ausgebeutet werden. Manche dieser Inhalte haben in Summe Milliarden Aufrufe gesammelt. Genau das ist der Kern des Problems, über den in Bali so intensiv gesprochen wurde: Tierleid wird im Netz normalisiert und finanziell belohnt.

Zahl Bedeutung
Über 1.000 Links zu Fake-Rescue-Inhalten in nur sechs Wochen Monitoring
21 % der Fake-Rescue-Creator baten aktiv um Spenden
Milliarden kumulierte Aufrufe für Tierquälerei-Inhalte insgesamt
400+

Tierschutzorganisationen im Asia-for-Animals-Netzwerk

 
 
 
 
 
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Das Tier-Sadisten-Netzwerk – warum Menschen für Videos von Affenbabys im Mixer bezahlen

Alles, was wir vor Ort mitbekommen haben, hat menschliche Abgründe gezeigt. Besonders schockiert hat mich aber das sogenannte “Crushing”. Dabei filmen sich die “Crusher” beim Zerdrücken oder Zertreten lebender Tiere. Online und offline werden andere zur Nachahmung animiert und sehen das als Challenge. Je brutaler, desto mehr Klicks. “Es begann mit Insekten, aber mittlerweile werden unter anderem Katzenbabys Hundewelpen und Kaninchen totgetreten”, sagt Wiebke Plasse, Kampagnenverantwortliche der deutschen Welttierschutzgesellschaft (WTG). Die Inhalte werden immer brutaler und so wundert es auch keinen mehr, das Videos von gequälten Affenbabys, die in einem Mixer getötet werden viral gehen und dafür bezahlt wird. Das hat die BBC in einer Doku aufgeklärt, gemeinsam mit den Tierschutzorganisationen. Das besonders absurde daran – sie haben auch analysiert, wer dafür bezahlt, von der normalen Mutter, mit zwei Kindern und mitten im Leben steht in Großbritannien, die wie sie sagt “Einfach mal ihrem Alltag entfliehen will!” bis hin zu einem hochbezahlten Anwalt aus den USA – die Kundschaft ist da und der Sadismus wächst dadurch. Die Menschen stumpfen ab und wollen immer bruatlere Inhalte. Wenn die Plattformen es abschalten, wird auf Gruppen in Telegram und verschlüsselten Netzwerken ausgewichen. Auf Kosten der Tiere. Besonders gut laufen sollen auch Videos, wo Welpen zertreten werden. “Die Videos mit dem Todeskampf sind teilweise über 10 Minuten lang und unerträglich!” sagt Wiebke Plasse, die bereits einige solcher Szenen sehen musste, um es der Strafverfolgung zu schicken.

Warum ausgerechnet Bali? Der indonesische Hintergrund

Der Ort war kein Zufall. Indonesien geriet in den vergangenen Jahren international in den Fokus, nachdem Recherchen Netzwerke aufgedeckt hatten, die gezielt Tierquälerei-Videos produzierten. Eine viel beachtete BBC-Recherche enthüllte Gruppen, die für ein zahlendes Online-Publikum extreme Gewalt gegen Langschwanzmakaken filmten. Auch wenn man ganz klar sagen muss, dass das kein indonesisches Problem ist und die indonesische Politik viel dafür tut, um Tierqual zu verhindern und das beim Summit auch pro-aktiv gezeigt hat.

Redner am Mikrofon beim SMACC Global Summit 2026 zu Online-Tierschutz in Bali
Engagierte Wortmeldung im Plenum: Der Austausch war offen und lösungsorientiert. Foto: this-is-vegan.com

Die Dimension dieser Recherche ist hart, deshalb fasse ich sie bewusst sachlich: Die Videos begannen auf öffentlichen Plattformen und wanderten dann in private Gruppen ab. Käufer aus den USA, Großbritannien und anderen Ländern bezahlten Menschen in Indonesien für die Aufnahmen. Inzwischen wurden mehrere Personen verurteilt, sowohl in Indonesien als auch in Europa. Der Fall machte sichtbar, wie groß die Lücken bei der Überwachung und der grenzüberschreitenden Strafverfolgung sind.

Drh. Sasa Vernandes, Chief Veterinary Officer beim lokalen Co-Gastgeber Sintesia Animalia Indonesia, erklärte vor Ort, warum Indonesien deshalb der richtige Gastgeber ist. Solche Inhalte schadeten nicht nur den Tieren, sondern höhlten Empathie aus, normalisierten Gewalt und untergraben die Naturschutzbemühungen des Landes. Genau deshalb sei Indonesien ein wichtiger Ort, um diese globale Debatte zu führen.

Spannend fand ich einen Punkt, den die lokale Politik in Bali einbrachte: Der Summit passe zur balinesischen  Vorstellung, die gesamte Schöpfung samt Tieren und Pflanzen zu achten. Es war einer dieser Momente, in denen ein globales Tech-Problem plötzlich eine sehr lokale, fast spirituelle Antwort bekam.

 

Fake Animal Rescue: So erkennst du gestellte Tierrettungen

Das ist der praktische Teil, den ich mir nach Bali am meisten gewünscht hätte, früher zu kennen. Denn gestellte Rettungsvideos sehen oft täuschend echt und rührend aus. Hier sind die Warnsignale, die dir beim nächsten Scrollen helfen:

Praesentationsfolie zu Fake Animal Rescue und Content-Moderation beim SMACC Summit
Where policy meets reality: Wie eine gestellte Tierrettung durch die Moderation läuft. Foto: this-is-vegan.com
  • Perfekte Kamera zur perfekten Zeit: Wenn die Kamera schon läuft, bevor das Tier in Not gerät, ist Vorsicht angebracht.
  • Immer dieselbe Person als Retter: Ein Account, der ständig zufällig zur Stelle ist, sammelt selten Zufälle.
  • Künstlich dramatische Situationen: Schlangen, Wasserlöcher oder Fallen, die zu perfekt inszeniert wirken.
  • Spendenaufruf direkt unter dem Clip: Emotion plus sofortiger Spendenlink ist ein typisches Muster.
  • Keine Tierärztin, keine Nachsorge: Echte Rettungen zeigen meist seriöse Versorgung, keine reine Dramaturgie.

Mein wichtigster Lerneffekt: Likes, Kommentare und Shares sind für diese Creator bares Geld. Selbst gut gemeinte Empörung in den Kommentaren pusht das Video im Algorithmus. Das Beste, was du tun kannst, ist oft, nicht zu interagieren und stattdessen zu melden.

Ein Vertreter von TikTok Indonsien meldet sich zu Wort
Ein Vertreter von TikTok Indonsien meldet sich zu Wort und verspricht Besserung

Die Rolle der Algorithmen: Ein Klick, und es ist in deinem Feed

Ein Detail aus der Forschung hat mich nicht mehr losgelassen. Ein erheblicher Teil schädlicher Inhalte wird den Nutzerinnen und Nutzern direkt vom Algorithmus empfohlen. Niemand sucht aktiv danach. Es reicht ein einziger Klick aus Neugier, und das System lernt daraus.

Folie mit Red Flags zu KI-generierten Tierinhalten beim SMACC Global Summit 2026
Worauf Redaktionen bei KI-Tierinhalten achten sollten: eine viel diskutierte Folie in Bali. Foto: this-is-vegan.com

Ein eigenes Panel widmete sich der neuen Welle KI-generierter Tierinhalte. Eine Folie blieb mir im Kopf: Sie listete die Warnsignale auf, an denen man fragwürdige KI-Clips erkennt, von erfundenen Fakten über fehlende Quellen bis zu bewusst dramatischen Bildern, die für Klicks gemacht sind statt für die Wahrheit. Die Botschaft war klar: Transparenz bei KI ist kein Nice-to-have, sondern Pflicht.

Genau hier liegt für mich die größte Verantwortung der Plattformen. Wenn ein System gelernt hat, dass Tierleid Aufmerksamkeit erzeugt, dann spielt es genau das aus. Dass YouTube und TikTok in Bali am Tisch saßen und ihre Richtlinien offenlegten, werte ich als gutes Zeichen. Nicola O'Brien betonte, dem Summit gehe es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Verantwortung, Zusammenarbeit und Fortschritt.

Dazu mahnt auch Robbie Lockie – Gründer von Plantbased News und Foodfacts.org – er setzt sich schon lange für Tierschutz und gegen Missinformation im Netz auseaindern und kennt sich mit KI aus, wie nur wenige weltweit.

Robbie Lockie beim Panel über KI und Tierschutz
Robbie Lockie beim Panel über KI und wie man Fake-Videos auf Social Media erkennt

Was kannst du konkret tun?

Hier kommt der Teil, der dich direkt betrifft. Du musst weder Aktivistin noch Aktivist sein, um etwas zu bewirken. Diese Schritte sind alltagstauglich und kosten dich kaum Zeit:

  1. Nicht interagieren, sondern melden. Jede Plattform hat eine Meldefunktion für Tierquälerei und schädliche Inhalte. Nutze sie statt zu kommentieren.
  2. Den Algorithmus trainieren. Wähle „Nicht interessiert” oder verberge den Kanal. Das schwächt die Reichweite solcher Inhalte.
  3. Quellen prüfen, bevor du spendest. Unterstütze etablierte Tierschutzorganisationen statt anonymer Accounts mit dramatischen Clips.
  4. Bewusst teilen. Teile seriöse Aufklärung statt das schädliche Video selbst, auch nicht zur Empörung.
  5. Im Umfeld sensibilisieren. Ein kurzer Hinweis an Freundinnen und Freunde wirkt mehr, als man denkt.

Diese kleinen Entscheidungen summieren sich. Bei Millionen Nutzerinnen und Nutzern entsteht daraus ein echter Hebel, der genau dort ansetzt, wo das Geschäftsmodell der Täter sitzt.

Klicks mit Tierleid: Warum Tierquälerei auf Social Media boomt und wie wir es verhindern können

Mein Fazit nach zwei Tagen Bali

Ich gebe zu: Vor diesem Summit hätte ich Tierquälerei im Netz eher als Randthema eingeordnet. Etwas, das es leider gibt, aber weit weg von meinem eigenen Feed. Diese Annahme war falsch, und das auf eine Weise, die mich sowas von nachdenklich gemacht hat.

Was mich optimistisch stimmt, ist der Ton in Bali. Da war wenig Weltuntergang und viel Lösungsorientierung. Plattformen, Politik und Tierschutz reden inzwischen miteinander statt übereinander. Das ist ein Anfang, der trägt.

Wo ich ehrlich kritisch bleibe: Solange Reichweite Geld bedeutet, bleibt der Anreiz für solche Inhalte bestehen. Selbstverpflichtungen der Plattformen sind schön, doch sie ersetzen keine klaren Regeln und keine konsequente Strafverfolgung über Ländergrenzen hinweg. Der Summit hat den Raum für genau diese Schritte geöffnet. Jetzt kommt es darauf an, dass aus den guten Gesprächen verbindliche Taten werden.

Und unsere Rolle? Die ist kleiner, als wir denken, und gleichzeitig größer. Jeder bewusste Klick, jede Meldung, jede Sekunde, in der wir einem dramatischen Clip die Aufmerksamkeit verweigern, ist ein winziger Beitrag zu einem freundlicheren Netz. Ich für meinen Teil scrolle seit Bali ein gutes Stück bewusster. Vielleicht magst du das ja auch ausprobieren.

In Kürze erscheint auch ein Podcast bei uns mit Wiebke Plasse, wo sie noch intensiver auf das Thema eingeht. Auch mit Robbie Lockie werde ich in der kommenden Podcast-Folge intensiv auf KI eingehen. Möchtest du nicht verpassen? Lass hier ein Abo da.

Häufige Fragen zu Tierquälerei auf Social Media (FAQ)

Was ist der SMACC Global Summit 2026?

Der SMACC Global Summit 2026 war der erste internationale Gipfel, der sich ausschließlich mit Tierquälerei auf Social Media beschäftigt. Er fand am 11. und 12. Juni 2026 im Bali Rani Hotel in Indonesien statt und brachte Tierschutz, Tech-Plattformen, Politik und Strafverfolgung an einen Tisch.

Was sind Fake-Animal-Rescue-Videos?

Das sind gestellte Tierrettungs-Videos. Tiere werden absichtlich in Not gebracht, damit der Creator sich als Retter inszenieren und über Klicks, Werbung und Spenden Geld verdienen kann. Laut SMACC baten rund 21 Prozent dieser Creator aktiv um Spenden.

Was kann ich tun, wenn ich Tierquälerei auf TikTok oder YouTube sehe?

Interagiere nicht über Likes oder Kommentare, denn das erhöht die Reichweite. Nutze stattdessen die Meldefunktion der Plattform, wähle „Nicht interessiert” und blockiere oder verberge den Kanal. So schwächst du die Verbreitung solcher Inhalte.

Warum landen solche Videos überhaupt in meinem Feed?

Ein großer Teil schädlicher Inhalte wird direkt vom Algorithmus empfohlen. Schon ein einziger neugieriger Klick kann ausreichen, damit ähnliche Videos verstärkt ausgespielt werden. Aktives Melden und „Nicht interessiert” wirken dem entgegen.

Ist es strafbar, solche Videos anzuschauen oder zu teilen?

Das hängt vom Land und vom Inhalt ab. Im Zuge der BBC-Recherche zu Affenquälerei wurden Personen in mehreren Ländern verurteilt, unter anderem für das Verbreiten von Material. Das Anschauen, Bezahlen und Teilen solcher Inhalte kann je nach Rechtslage strafbar sein. Im Zweifel gilt: nicht teilen, sondern melden.

Wer steht hinter SMACC?

SMACC ist ein Programm der Asia for Animals Coalition, einem Netzwerk aus über 400 Tierschutzorganisationen weltweit. Der Summit 2026 wurde gemeinsam mit der indonesischen Organisation Sintesia Animalia Indonesia ausgerichtet.

 


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Was ist der SMACC Global Summit 2026?
SMACC steht für Social Media Animal Cruelty Coalition, ein Programm der Asia for Animals Coalition. Dahinter steht ein weltweites Netzwerk aus mehr als 400 Tierschutzorganisationen. Der Summit fand am 11. und 12.
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Tierquälerei auf Social Media: Wie groß ist das Problem wirklich?
Hier wurde es für mich zum ersten Mal richtig konkret. Die Forschung von SMACC zeigt ein Ausmaß, das schwer zu fassen ist. In ihrem Bericht „Spot the Scam: Unmasking Fake Animal Rescues” vom Oktober 2024 dokumentierte die Koalition über 1.000 Links zu gefälschten...
Warum ausgerechnet Bali? Der indonesische Hintergrund?
Der Ort war kein Zufall. Indonesien geriet in den vergangenen Jahren international in den Fokus, nachdem Recherchen Netzwerke aufgedeckt hatten, die gezielt Tierquälerei-Videos produzierten.
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